»REWE und NABU engagieren sich für den Umweltschutz«, so steht es auf dem Etikett eines Baumwollbeutels, den ich einmal bei REWE gekauft habe, um meine Waren darin nach Hause zu tragen, denn ich hatte keine Tasche dabei. Dass der Naturschutzbund sich für den Naturschutz engagiert, sollte eigentlich klar sein, und dass auch REWE als Lebensmittel-Handelsunternehmen das tut, sollte in der heutigen Zeit selbstverständlich sein und hätte es eigentlich immer schon sein sollen. Aber nein, man hat ja in der Vergangenheit jahrelang fleißig Plastiktragetaschen verkauft.
Dass aber dann auf dem Etikett auch noch der Hinweis steht: »Verwenden Sie unseren Baumwollbeutel einfach mehrfach«, das zeugt von der Dummheit – ja, wessen Dummheit eigentlich? Derjenigen des Verbrauchers, männlich wie weiblich, der oder die nach Jahren des sorglosen Verschwendens von Plastikbeuteln immer noch nicht geschnallt hat, dass man Dinge auch mehrfach verwenden kann? Oder sind die Handelsunternehmen so dumm, die Verbraucher für so dumm zu halten? Wie auch immer – wären Plastiktüten immer schon tabu gewesen, müsste man die Verbraucher vielleicht heute auf die Wiederverwendbarkeit von Tragetaschen aus Baumwolle nicht hinweisen.
Kunden mangelt es aber möglicherweise tatsächlich an kognitiven und intellektuellen Fähigkeiten. Auf dem Wochenmarkt am Kartoffelstand wurde mir vom Verkäufer einmal berichtet, eine Kundin hätte auf eine Plastiktasche bestanden mit dem Argument, einen Baumwollbeutel müsste man ja waschen, nachdem lose Kartoffeln hineingefüllt worden wären.
Aua. Nun, auch Baumwoll-Unterhosen werden dreckig. Die wäscht man in der Waschmaschine. Oder käme jemand auf die Idee, Unterwäsche aus Plastik zu tragen?





