Sackmühle

Mehl ins Getriebe

Zerbrochene Kaffeetasse

2019-08-13 von Torsten in Kategorie Dinkel im Winkel

»Alles geht kaputt, alles geht zu Schutt«, so sang, wenn ich mich richtig erinnere, so grob um 1980 herum die deutsche Punkband Hans-a-plast. Und diese Burschen und Mädels hatten verdammt recht: alles geht irgendwann mal kaputt. Oder fast alles. Letztens ist mir mein geliebter Steingut-Kaffeebecher in Rosa und Weiß heruntergefallen und natürlich zerbrochen.

Zerbrochene Kaffeetasse

Na ja, ganz so schlimm war es nun auch wieder nicht. Eigentlich überhaupt gar nicht schlimm, kein bisschen. Denn ich habe Kaffeetassen bis zum Abwinken, fast der halbe Hängeschrank in der Küche ist voll davon. Und ich bin eigentlich regelrecht froh, wenn mal was kaputt geht oder ich aus anderen Gründen etwas aussortieren und wegschmeißen kann. Weil ich es angenehmer finde, nicht mit allzu viel Zeug in meiner Wohnung belastet zu sein.

Ja, lieber Kaffeepott, das ist die bittere Wahrheit: mir macht es überhaupt nichts aus, dass du jetzt im Müll bist, und ich werde dich auch überhaupt nicht vermissen. Du warst nur eine Tasse von vielen. Völlig ersetzbar. Völlig austauschbar. So ähnlich, wie ein Mitarbeiter in einem Unternehmen. Du bist so was von gar nichts Besonderes. Ja, und du hattest gedacht, du wärst mir ans Herz gewachsen oder so was. Ja, dachte ich ja auch für einen Moment lang. Stimmt aber nicht. Ist völliger Quatsch. Ruhe in Frieden. Ich bin froh, dass du weg bist.

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