Sackmühle

Wir sind so durch den Wind

Spam: abgeänderte Rechnung

2019-01-16 von Torsten in Kategorie Prügel vom Windmühlenflügel

»Sehr geehrte Damen und Herren,

Gerne können wir das nächstes Jahr wiederholen, wenn die Termine passen.
Anbei sende ich Dir die abgeänderte Rechnung.

Sollten Sie noch etwas benötigen einfach melden.

Sie können die Rechnung über diesen Link herunterladen.

Viele Grüße «

– Aus einer Junk-Mail

Oh, so eine Terminplanung ist mir aber ein wenig zu knapp. Immerhin haben wir schon Mitte Januar, und das nächste Jahr ist bei mir nun schon mit Terminen randvoll. Das müssen wir also aufs nächste Jahrzehnt verschieben. In der Zwischenzeit werde ich aber schon mal deinem Link folgen, Ihre Rechnung herunterladen und mir einen wunderbaren Virus, Wurm oder Trojaner einfangen.

Spam: Lieber Herr

2019-01-14 von Torsten in Kategorie Prügel vom Windmühlenflügel

»Lieber Herr,

Wie geht es dir?

Es ist schon lange kein Kontakt mehr seit der Messe, wir hoffen, dass alles gut für Sie ist.

Bitte beachten Sie unsere erste Bestellung des Jahres für Ihre Einsicht.

Bitte geben Sie uns Ihren günstigsten Preis und Zahlungsfrist für unsere neue Bestellung, da dies dringend erforderlich sein sollte

Ihre dringende Antwort wird sehr geschätzt

Beste Grüße,«

– Aus einer Junk-Mail

Mein lieber Herr Gesangsverein,

wieso sprechen Sie mich denn mit »du« an? Das empfinde ich als ein wenig unseriös.

Und welche Messe überhaupt, welche Bestellung, welche Antwort? Na, ich schätze doch mal, dass ich auf so einen Müll nicht antworten werde. Neugierig bin ich aber auf die Java-Datei im Anhang – ich wollte mir doch schon immer mal eine schöne Schad-Software auf den Computer holen.

Schlechteste Grüße,
Sie Sack!

Liebe Leute, lasst euch schlagen!

2019-01-13 von Torsten in Kategorie Der Wind spinnt

Wenn eine Texterkennungs-Software, auch OCR (optical character recognition) genannt, eine handschriftliche Notiz erkennen soll, nun ja, dann hat sie damit so ihre Schwierigkeiten. Hier ist das Original:

Liebe Leute (1)

Und das wurde erkannt:

Liebe Leute (2)

Nun gut, ich muss zugeben, ich habe eine Sauklaue. Das kann schon kaum ein Mensch entziffern. Eine künstliche Intelligenz schon gar nicht. Und so hat das Programm aus der bösen Uhr eine Art böses Afrika gemacht, wenn auch falsch geschrieben. Ja, der schwarze Erdteil. Er ist der artifiziellen Intelligenz offensichtlich nicht ganz geheuer. Und ich dachte, so eine Denkweise hätten wir längst überwunden. Na ja.

Das Zeug, das ich mit dem Computer geschrieben habe, wurde aber einigermaßen gut erkannt. Ziemlich gut sogar. Und da so eine OCR-Software meistens aus nicht-deutschsprachigen, sondern englischsprachigen Ländern kommt, oder woher auch immer, werden natürlich deutsche Umlaute nicht erkannt. Aber das ist eben so. Diese Kleinigkeiten kann man ja noch gut und gerne per Hand korrigieren.

Liebe Leute (3)

Und dass hier das Bier das Sagen hat, wenngleich kleingeschrieben, finde ich doch wirklich ganz groß. Prost!

»Ein kleiner Adolf«

2019-01-12 von Torsten in Kategorie Prügel vom Windmühlenflügel

Als ich mich vor dem Kaffeeautomaten mit einer Kollegin unterhielt, die ich bislang immer sehr nett gefunden hatte, und wir auch ein bisschen auf Politik zu sprechen kamen, da meinte sie plötzlich: »Ja, es müsste vielleicht mal wieder so ein kleiner Adolf kommen.«

Ich guckte wohl ziemlich verwundert, denn sie schob gleich nach: »Das mit den Juden war natürlich nicht in Ordnung. Aber es war ja nicht alles schlecht, was der gemacht hat. Zum Beispiel, Autobahnen zu bauen. Oder Arbeitsplätze zu schaffen.« Als ich erwiderte, das hätte ja alles nur dem Zweck gedient, die Kriegsmaschinerie in Gang zu bringen, schaute sie mich etwas ratlos an und sagte: »Ja, meinst du?« Nun, zu einer weiteren Diskussion kam es nicht, denn: Kaffee während der Arbeitszeit zu ziehen, ist erlaubt, zu plaudern allerdings nicht, und so gingen wir schnell wieder an unsere Plätze.

Kleiner Adolf

Aber natürlich musste ich noch tagelang darüber nachdenken. Also:

  • Es braucht wohl kaum eine Diktatur, um Autobahnen bauen zu können. Das ist erfahrungsgemäß durchaus auch in Demokratien möglich.
  • Die nationalistische Rassenideologie ist längst von der Wissenschaft widerlegt worden.
  • Es wurden nicht nur Juden verfolgt, ins Exil getrieben oder getötet, sondern auch andere Nicht-Arier, politisch Andersdenkende, geistig Behinderte, Homosexuelle, Künstler, …
  • Was würde meine Kollegin wohl empfinden, wenn alle ihre ausländischen, muslimischen, dunkelhäutigen, politisch linken und künstlerisch und in sonstiger Hinsicht freigeistigen Kolleginnen und Kollegen eines Tages von in lange schwarze Ledermäntel gekleideten Brutalos aus dem Unternehmen geschleppt würden? Würde sie sich die Gaskammern und Konzentrationslager vorstellen wollen?
  • Arbeitslosigkeit durch Vernichtung von Millionen von Menschen zu bekämpfen, ist vielleicht nicht die eleganteste Methode.
  • Was heißt denn überhaupt »kleiner« Adolf? Also, ein neuer Diktator, ein neuer Tyrann, ein neuer sich als Führer aufspielender Terrorist muss her, nur vielleicht nicht ganz so böse wie der erste? Oder was jetzt? Schwachsinnige Formulierung und gefährliche Verharm­losung!
  • Es läuft nicht alles rund in unserer freiheitlich-demokratischen Bundesrepublik, keine Frage. Aber es ist die beste Staatsform, die Deutschland jemals hatte. Sie muss geschützt und weiter verbessert werden. Dasselbe gilt meines Erachtens auch für das europäische Staatenbündnis.

Das alles hätte ich der Kollegin, die vermutlich AfD-Wählerin ist, falls sie überhaupt politisch so interessiert ist, dass sie wählen geht, sagen können, wenn Zeit und Gelegenheit es erlaubt hätten und mir diese ganzen Argumentationspunkte so spontan überhaupt eingefallen wären. Und nach diesem verschachtelten Mammutsatz beende ich meinen Artikel.

Schrecklicher Hintergrund

2019-01-11 von Torsten in Kategorie Der Wind spinnt

Ganz ehrlich: Wer so einen Hintergrund wie den unten abgebildeten auf seiner Website hat, sollte erschlagen werden!

Schrecklicher Hintergrund

Nun gut, zugegeben, die Sackmühle hat auch einen schrecklichen Hintergrund (ganz bewusst und gewollt allerdings). Der liegt aber außerhalb des Inhaltsbereiches und ist als »Füllmaterial« für große Bildschirme gedacht – es läuft aber keine Schrift darüber. Bei der Website, deren URL ich natürlich nicht angebe, weil ich ja niemanden diffamieren möchte (jedenfalls keine Privatpersonen), läuft aber tatsächlich, auch wenn hier nicht abgebildet, die Schrift über diesen schrecklichen Hintergrund. Das erschwert natürlich das Lesen, noch zumal die dortige Schrift mit ihren 12 Pixeln winzig klein ist (Browser-Standard sind 16 Pixel).

Aber nun gut, die private Website wurde von Hand erstellt, was ich wiederum ziemlich gut finde angesichts der vielen blöden Baukastensysteme, die man heute so hat und die ja quasi keinerlei eigene Arbeit oder besonderes Herzblut mehr erfordern. Ein Blick in den Quellcode zeigte mir, dass Ulli Meybohms HTML EDITOR verwendet wurde, ein Editor, mit dem ich auch einmal gearbeitet habe – vor langer, langer, ja geradezu sehr langer Zeit allerdings. Heute favorisiere ich den Bluefish – mit dem ich allerdings keine kompletten Websites völlig von Hand baue, sondern nur die Themes (Oberflächengestaltungen) für diverse Content-Management-Systeme bastele.