Sackmühle

Kaufe nie die Mühle im Sack

Verbrannte Pizza

Es ist mir mal wieder passiert: ich habe etwas im Backofen anbrennen lassen, nur weil ich mich »kurz« an den Computer gesetzt und darüber wohl so ein bisschen die Zeit vergessen hatte.

Verbrannte Pizza (Bild 1)
Vergrößern: aufs Bild klicken

Mein Kühlschrank ist nun aber nicht gerade reichlich befüllt, und die Mahlzeit soll ja auch möglichst schnell und mühelos zubereitet werden. Was also bleibt mir übrig? Zum Supermarkt laufen und ein Fertiggericht kaufen oder zuhause bleiben und belegte Brote essen? Ich muss es mir noch überlegen. Die Pizza ist einstweilen in der Kompostkiste gelandet.

Verbrannte Pizza (Bild 2)
Vergrößern: aufs Bild klicken

Spam: indisches Wirtschaftsmagazin

»Ich bin * […] *, ein indisches Wirtschaftsmagazin, Investoren und Philanthropen. Ich bin Vorsitzender von […] Limited. Ich habe 25 Prozent meiner persönlichen Vermögensanträge. Und ich habe auch versprochen, den Rest von 25% im Jahr 2019 zu verschenken. Ich habe beschlossen, Ihnen eine Spende in Höhe von 1.000.000,00 Euro * zukommen zu lassen. Wenn Sie an meiner Spende interessiert sind, kontaktieren Sie mich für weitere Informationen. Ich will es auch. Sie sind Teil meiner gemeinnützigen Stiftung, sobald Sie das Geld erhalten, damit wir die Armen versöhnen können

Sie können über den folgenden Link auch mehr über mich erfahren

https://[…]

Kontaktieren Sie sie per E-Mail für weitere Informationen:
[…]
Ihre
Geschäftsführer […]«

– Aus einer Junk-Mail

Ah, das trifft sich gut, denn ich bin ein deutsches Kneipenmagazin, Inkompetente und Philosophen. Ich sitze auch immer vor irgendwas, manchmal vor riesigen Unternehmens­gebäuden. Ich habe 25 Prozent des Bruttoinlandsproduktes als mein persönliches Vermögen beantragt. Und ich habe mich dabei versprochen, als ich sagte, den Rest von 25 Prozent wolle ich im Jahr 2019 verschenken. Da gab man mir nämlich zu bedenken, dass wir ja schon 2020 haben. Nun muss ich also mein gesamtes kleines Vermögen für mich selbst behalten. Pech für die Armen, nicht wahr! Aber egal, kontaktieren Sie mich trotzdem. Ich will es doch auch. Sie sind Teil meiner nutzlosen Bleistifte-Sammlung, sobald Sie das Geld verbrennen, damit wir mit den Armen in der Luft herumwedeln und die Beine baumeln lassen können.

Sie können über den folgenden Link auch mehr über mich erfahren:
https://www.sackmuehle.de/ueber/

Tierleid/Tierwohl 2020

Tja. Wollen wir hoffen, dass sich in 2020 endlich mal entscheidende Dinge ändern, hin zu mehr Tierwohl. Ja, ich bin voll und ganz für ein Verbot privater Feuerwerke; nicht nur können, wie wir am vergangenen Silvester am Beispiel des Krefelder Zoos erleben mussten, Tiere dabei getötet werden, nein, jeder Haustierbesitzer erlebt wohl jedes Jahr wieder, wie sich Katzen und Hunde vor lauter Angst verkriechen.

Ich bewundere es, dass Veganerinnen und Veganer es schaffen, jahrelang völlig auf tierische Produkte zu verzichten, ja. Aber umweltbewusst und tierschützend ist eine vegetarische/vegane Ernährungsweise nicht zwangsläufig. Zum Beispiel werden in manchen Erzeugerländern Affen zur Kokosnussernte eingesetzt, unter grausamen Bedingungen, versteht sich. Zumindest aus konventioneller Produktion sollte man daher keine Kokosprodukte kaufen – einige Biohersteller versichern, zur Ernte weder Affen noch Kinder einzusetzen.

Und natürlich sollte Massentierhaltung endlich gesetzlich europaweit verboten werden, finde ich, oder zumindest muss nicht-artgerechte Tierhaltung verteuert werden, sodass sie sich wirtschaftlich einfach nicht mehr lohnt.

Zwanzig zwanzig

Wenn man (vermeintlich) elitär rüberkommen und (vermeintlich) eloquent daherlabern will, dann redet man vom bevorstehenden Jahr nicht vom Jahr zweitausendzwanzig, sondern vom Jahr zwanzig-zwanzig. – Nun, wie auch immer ihr euch gebt und wie ihr zu sprechen pflegt: Ich wünsche allen meinen Leserinnen und Lesern, Bloggerkolleginnen und Bloggerkollegen, Freundinnen und Freunden der Nacht ein schönes Jahr zwei-null-zwei-null!

2020

Reich machen

Was Jeff Bezos, der Schöpfer des hyperkapitalistischen Konzerns Amazon, so verdient, veranschaulicht Business Insider in Vergleichen. Demnach sollen es knapp 150.000 US-Dollar sein – aber nicht pro Jahr, nicht pro Monat, oh nein, vielmehr pro Minute! Dieses Geld hat er zwar nicht sozusagen in der Tasche, sondern er legt es hauptsächlich in Amazon-Aktien an. Wie auch immer, das Vermögen Magazin wiederum hat ausgerechnet, dass der gute Jeff in drei Monaten 16 Milliarden Euro verdient.

Ich habe jetzt nicht gegengerechnet, ob die Zahlen übereinstimmen, aber fest steht, dass es sich um einen unvorstellbar großen Haufen Geld handeln muss, der wohl kaum in Dagobert Ducks Geldspeicher passen dürfte. Und wenn Herr Bezos laut Stern um die 100 Millionen Mücken für Obdachlose spendet, klingt das vielleicht großzügig, aber im Vergleich zu seinem Reichtum ist das ein Witz.

Und jeder verblödete Kunde (m/w), der bei Amazon einkauft, stärkt erstens die extreme Marktmacht von Amazon und wirft zweitens dem megareichen Jeff Bezos das Geld nur so in den gierigen Rachen. Aber: es ist ja so schön bequem, bei Amazon einzukaufen und man kriegt so schnell geliefert, blah blah blah …