Kaufe nie die Mühle im Sack

Müde und schlapp

Sind Sie fühlen sich oft müde und schlapp? Probieren Sie mal eine Leberentgiftung.

– Aus einer Anzeigenzeitung

Müde und schlapp

Ja, tatsächlich bin ich fühle mich oft müde und schlapp, und das mag wohl daran liegen, dass ich oft müde und schlapp zu sein pflegen bin. Eine Leberentgiftung wird empfohlen – nun ja, aber dann bin ich doch bestimmt keinen Alkohol mehr trinken darf, oder? Das bin ich ja finde voll doof.

Deutsch für Anfänger: »Die verwendet in seinen«

Die EDEKA verwendet in seinen […] Margarinen […]

– Aus einem Werbeprospekt

Ja, um Himmels Willen, wo liegt denn da jetzt der Fehler? Müsste es in Wirklichkeit heißen: Der EDEKA verwendet in seinen … oder doch eher: Die EDEKA verwendet in ihren …?

Ach ja, es ist offensichtlich alles nicht so leicht heutzutage, weder mit dem biologischen noch mit dem grammatischen Geschlecht

Die EDEKA verwendet in seinen

»Linsen Crackets« – hä?

Ültje hat ein neues Produkt herausgebracht: Erdnüsse mit einem Überzug oder einer Ummantelung, die weitgehend aus Linsen besteht. Jo, Linsen-Knabberzeug im weitesten Sinne ist ja momentan fürchterlich stark angesagt.

Was allerdings Crackets für ein Wort sein soll, das wissen wohl allein die Marketingfuzzis, die sich das ausgedacht haben. Ich habe die Fremdwörterbücher von Langenscheidt, Pons und Duden durchsucht, aber nirgends habe ich den Begriff als englisches Wort finden können. Auch in anderen europäischen Fremdsprachen gibt es diese Vokabel anscheinend nicht.

Nun, gemeint sind sicherlich Kräcker – oder weniger eingedeutscht: Cracker, also Dinger, die knusprig knacken, wenn man darauf beißt. Man hätte das Zeug also durchaus in korrektem Deutsch und in einem einzigen Wort Linsenkräcker nennen können. Das hätte sich aber vermutlich nach Meinung dieser Werbeknalltüten nicht lässig genug angehört.

Linsen-Crackets

Wenn man sich dann noch die Nährstofftabelle anschaut, wird recht schnell klar, dass wir es hier nicht gerade mit einem Schlankmacher zu tun haben: Pro hundert Gramm liegt im Durchschnitt das Fett bei 32 Gramm und liegen die Kohlenhydrate bei 39 Gramm, wobei davon 8 Gramm Zucker sind. Nun gut, diese Werte kommen noch lange nicht an die Kohlenhydrate von Kartoffelchips heran, und wenn man sich so etwas nur mal ab und zu als Ausnahmefall gönnt, mag das ja in Ordnung sein. Geschmeckt hat mir diese Knabberei jedenfalls ganz gut.

Linsen-Crackets

Deutsch für Anfänger: »aus einem tieferem Nichtraucher Haushalt«

Ach ja, es ist traurig. Man fragt sich: Hat die Spracherkennungs-Software versagt? Wurde schluderig getippt? Oder ist eine sorgfältige (schrift)sprachliche Artikulationsweise vielen Menschen heutzutage einfach nur noch egal? Wer weiß.

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aus einem tieferem Nichtraucher Haushalt

Nun, wenigstens müssen in dem Haushalt keine Tiere leiden, weder unter Zigarettenrauch noch unter der Nachlässigkeit, die sich ja möglicherweise nicht nur auf das Schreiben von Auktions-Texten, sondern auch auf das Füttern der Tiere erstreckt. Nein, der Haushalt ist tierfrei, und das ist auch gut so.

Böllerverbot

Wozu ist eigentlich diese Knallerei zu Silvester gut? Ja schön, altes Jahr verabschieden, neues begrüßen, alte Tradition, blah blah blah. Doch was ist mit der Umweltverschmutzung durch Feinstaub, Feuerwerksmüll auf Straßen und in Gärten? Oder mit den Tieren, die unter dem Lärm zu leiden haben und in Panik geraten können?

Auch wenn das Pyro-Gewerbe jammern würde: Ich wäre für ein generelles Verbot dieser unsinnigen Silvesterknallerei. An den letzten beiden Silvestern war es ja einigermaßen ruhig, und das war richtig entspannend.

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Feuerwerk im Regen

Gedanken über Arbeit

Arbeit ist ja so was von lästig und doof, wenn man nicht gerade den supertollen Topjob und Traumberuf hat. Muss man aber machen, wenn man nicht reich ist, reich geheiratet hat oder im Lotto gewonnen hat. Da gewinnt man allerdings nicht, weil die Chance ja viel zu klein ist. Lottoscheine zu kaufen ist also aus dem Fenster geschmissenes Geld. Bleibt also eben nur die Arbeit, wenn man nicht kriminell sein möchte. Und, wie gesagt: Arbeit ist blöd.