Sackmühle

Sack mir, wo die Mühlen sind

Cannabis aus der Apotheke

2019-10-13 von Torsten in Kategorie Prügel vom Windmühlenflügel

In der Fernsehzeitschrift Prisma, die manchen wöchentlich erscheinenden kostenlosen Anzeigenblättern beiliegt, ist neben dem TV-Programm natürlich auch reichlich Werbung zu finden – irgendwoher müssen die Einnahmen für die Produktion des Blattes ja kommen. Neben Treppenliften, Potenzmitteln, bequemen Schuhen und so weiter und so fort war neulich auch eine Werbung für Cannabis zu finden.

Der betreffende Arzneimittelhersteller erklärt in der Anzeige: »Cannabis gilt als eine der ältesten traditionellen Heilpflanzen. Schon vor Tausenden von Jahren wurden ihre Blüten zur Behandlung unterschiedlichster Krankheiten genutzt.« Um was für diverse Krankheiten es sich konkret handelt, das verrät uns der Hersteller der Marke RubaXX, die PharmaSGP GmbH, allerdings nicht.

Ist aber auch egal, weil für RubaXX gar nicht die Blätter verwendet werden, sondern das Öl der Samen. Und die wirken doch bestimmt ein bisschen anders als die Blätter, oder? Hier werden also sozusagen Äpfel mit Birnen verglichen, aber die verzweifelten, an was auch immer Leidenden werden diese unklaren Aussagen schon nicht weiter hinterfragen, gell?

Ach, da unten im grünen Kästchen steht doch noch ein Hinweis: »In der Cannabispflanze steckt großes Potenzial! Wissenschaftler erforschen laufend neue Einsatzmöglichkeiten, etwa bei Stress oder Schlafstörungen.« Das ist so allgemein ausgedrückt, dass für mich nicht klar wird, ob RubaXX, das aus den Samen hergestellt wird, gegen eben diese Beschwerden hilft, oder ob sich dafür dann doch eher die Blätter eignen. Und was sind denn überhaupt die bisher erforschten Einsatzmöglichkeiten, also die alten und nicht die neuen?

Kurzum, wir wissen nicht, wogegen das Zeug eigentlich helfen oder wofür es gut sein soll, aber immerhin ist laut dem Hersteller »Das Geniale: Cannabissamen haben keine berauschende Wirkung.« Noch nicht einmal das, schade aber auch! Womöglich haben die Samen und damit das flüssige Mittelchen überhaupt keine Wirkung, oder wie jetzt? Die Anzeige ist jedenfalls nicht gerade informativ, sondern ziemlich schwammig.

Massengeschmack-TV

2019-10-02 von Torsten in Kategorie Mehlwurm auf’m Turm

Massengeschmack-TV ist ein Portal mit exklusiven und werbefreien Online-Sendungen und bietet exklusiven Zugang zu spannendem und unterhaltsamem Infotainment. Das kostet knapp 7 Euro pro Monat, und man kann das Abo monatlich kündigen. Nach Anmeldung ist eine kostenlose 14-tägige Testphase möglich. Es gibt Interviews, Filmbesprechungen, spezielle Themengebiete wie Brettspiele oder Manga-Comics, Reportagen und vieles mehr, außerdem ein Forum und ein Blog. Ich habe noch kein Testabo beantragt, sondern bisher nur ein bisschen herumgeschnuppert, aber Massengeschmack erscheint mir als ganz interessant.

Tabuisieren oder tabuieren?

2019-10-01 von Torsten in Kategorie Dinkel im Winkel

Für den deutschen Begriff totschweigen hatte ich immer das Fremdwort tabuisieren benutzt. Als ich neulich aber statt dessen tabuieren hörte oder las, war ich doch stark verunsichert. Hatte ich mich etwa jahrelang mit einem falschen Fremdwort blamiert? Nun, laut Duden ist beides richtig, tabuisieren ist aber etwas üblicher. Mir fiel ein Stein vom Herzen.

Sehne am Darm gerissen

2019-09-29 von Torsten in Kategorie Der Wind spinnt

Was kann ich dafür, wenn sich Menschen im Bus so laut unterhalten, dass man jedes Wort versteht? Zwei Damen plauderten über dies und das, und natürlich kam das Gespräch schließlich auch auf Krankheit. Die eine Dame erzählte, ihr sei eine Sehne am Darm gerissen und sie könne deswegen die Hand nicht mehr bewegen.

Ich wunderte mich ziemlich über die angeblichen Sehnen am Darm. Und als völlig rätselhaft erschien mir, wieso man bei Darmschwierigkeiten die Hand nicht mehr sollte bewegen können … bis mir klar wurde, dass die Frau wohl nicht »Darm«, sondern »Arm« gesagt haben musste. Hm. Die Akustik in Bussen ist nicht wirklich gut.

CLEANmaxx Saugroboter 2in1, rot/schwarz

2019-09-21 von Torsten in Kategorie Mehlwurm auf’m Turm

Da meine beiden uralten Vorwerk-Staubsauger nur noch recht kostenintensiv wieder fit zu machen wären, hielt ich die ganzen letzten Wochen Ausschau nach einem möglichst preiswerten Staubsauger. Bei Netto standen für diese Woche zwei im Prospekt. Der Handstaubsauger war in meiner Filiale schon ausverkauft, und so habe ich ihn heute online bestellt.

Aber der Saugroboter von CLEANmaxx war in der Filiale noch vorhanden. Nun, ich habe zugeschlagen und mir auch den gekauft. Eigentlich war dieser Kauf überflüssig, da ich mir ja schon den herkömmlichen Sauger bestellt hatte. Aber erstens wollte ich so schnell wie möglich meine Teppichböden sauber kriegen und nicht erst auf die Lieferung in ein paar Tagen warten, und zweitens – na ja, mich haben diese Roboter-Staubsauger schon immer interessiert, und das war der ausschlaggebende Grund für den Kauf.

CLEANmaxx Saugroboter 2in1, rot/schwarz

Und wie bin ich zufrieden?

Vorteile

Dieser CLEANmaxx Saugroboter 2in1 ist zweifelsohne ein hübsches und leicht zu handhabendes Gerät.

Er bahnt sich seinen Weg um Hindernisse herum und erkennt auch Wände, sodass er den Fußboden an der Wand entlang Stück für Stück abarbeitet und nicht etwa sofort wieder umkehrt.

Ein weiterer Vorteil ist für mich, dass keine Staubbeutel benötigt werden, sondern man den Behälter einfach über dem Mülleimer entleeren kann – oder besser direkt über der Mülltonne.

Nachteile

Als größten Nachteil empfinde ich die schwache Saugleistung. Selbst auf dem glatten Küchenboden aus PVC saugte der Roboter nicht alles zuverlässig auf. Die Leistung von 14 Watt ist natürlich ein Witz. Zudem ist der Abstand vom Schlitz, durch den der Dreck aufgesaugt wird, zum Boden meiner Ansicht nach zu groß. Dieser Schlitz ist außerdem sehr schmal und von geringer Breite.

Der Akku reicht nur für eine Stunde Saugerei. Bei besserer Saugkraft wäre das in Ordnung, aber so ist man geneigt, den Roboter lange in Betrieb zu lassen, in der Hoffnung, dass er es doch noch irgendwie schafft, die Krümel und Schnipsel irgendwie vom Boden zu entfernen.

Preis

Das Gerät war gerade im Angebot für 60 Euro, UVP liegt laut Netto bei 130 Euro. Das ist ein sehr geringer Preis, und da kann man natürlich keine Wunder erwarten. Ich würde zwar gern wissen, wie teure Geräte von etablierten Markenfirmen die Aufgaben bewältigen, aber da ist mir eine Anschaffung momentan einfach zu teuer.

Fazit

Ich kann das Gerät nicht wirklich empfehlen. Die Saugleistung ist zu gering, viele Partikel verbleiben auf dem Teppichboden, wie auch bei staubsauger-berater.de zu lesen ist, und nach meinen Erfahrungen sogar auf glattem Boden. Bei dem Sonderangebot war das jetzt zu verschmerzen, aber hätte ich hundert Euro oder mehr bezahlt, hätte ich mich schon sehr geärgert.

Ich habe mein Vimeo-Konto gelöscht

2019-09-07 von Torsten in Kategorie Prügel vom Windmühlenflügel

Nach der Löschung meines Google-Kontos habe ich nun auch mein Vimeo-Konto gelöscht. Diese ganze Social-Media-Kacke geht mir auf den Sack. Nachdem bei Vimeo in letzter Zeit mehrmals irgendwelche Spacken einem meiner Videos einen Like (bei Vimeo in Form eines Herzchens) gegeben haben, nur um auf sich aufmerksam zu machen, habe ich die Faxen nun dicke, denn: Nein, mich interessieren weder die Aktivitäten von DJs noch Links zu irgendwelchen Sex-Sites, und ich bin auch nicht gewillt, im Gegenzug Herzchen zu vergeben!

Und Vimeo hat sich sowieso von dem ursprünglichen Sammelbecken für eher künstlerische, kreative, alternative Filme weit entfernt und kommt inzwischen, wie es fast immer der Gang der Dinge ist, auch bloß mehr oder weniger kommerziell und profan daher.

Vimeo: You have successfully deleted your account

Jedenfalls – was soll ich sagen, liebe Leserinnen und Leser: Das digitale Ausmisten macht richtig Spaß!

Weg mit Social-Media

Fotos aus der Zukunft

2019-09-05 von Torsten in Kategorie Der Wind spinnt

Fotos aus der Zukunft

Ja, das ist schon mysteriös, wenn man Fotos auf dem Computer hat, deren Speicherdatum in der Zukunft liegt. Das ist mir in 2014 passiert, als ich noch Windows-Benutzer war. GNU/Linux gibt sich da wesentlich realitätsnäher …