Sackmühle

Sack mir, wo die Mühlen sind

Waschen ist mein Leben

2019-07-17 von Torsten in Kategorie Der Wind spinnt

Waschen ist mein Leben. Ich mag es halt, wenn alles schön sauber ist – ja, nicht nur sauber, sondern rein! Ich mag also Sauberkeit sehr, und deswegen habe ich mich selbstständig gemacht und einen Waschsalon eröffnet – meinen wunderbaren Waschsalon, den ich »Mein wunderbarer Waschsalon« genannt habe.

Leider kommen keine Kunden, weil sie alle denken, es sei mein Waschsalon, weswegen sie, die Kunden, dort ihre Wäsche nicht waschen dürften. Ich werde also meinen wunderbaren Waschsalon von »Mein wunderbarer Waschsalon« in »Euer wunderbarer Waschsalon« umbenennen. Dann werden die Kunden nur so herbeigeströmt kommen, und ich werde stinkreich werden mit eurem wunderbaren Waschsalon … äh, also … meinem natürlich.

Waschsalon

Graved Lachsfleisch

2019-07-16 von Torsten in Kategorie Prügel vom Windmühlenflügel

Wenn ich etwas kaufe, das wie Lachs aussieht und Graved Lachsfleisch heißt, dann erwarte ich eigentlich, Lachsfleisch zu erhalten. Doch weit gefehlt im Falle eines Produktes des Herstellers Berschneider Fleischspezialitäten, das ich bei netto erworben hatte. Denn leider erst nach dem Verlassen des Ladens und nach dem Öffnen der Verpackung bemerkte ich, dass es sich keinesfalls um Fisch handelte. Dem Etikett auf der Rückseite der Verpackung war zu entnehmen, dass Schweinefleisch verwendet worden war. Nur war dieses auf Aussehen, Geschmack und Konsistenz von eben Graved Lachs getrimmt worden.

Klar, ich hätte noch vor dem Kauf mir die Zutatenliste durchlesen können. Und es stimmt auch, dass das Produkt bei den Wurstwaren, nicht bei den Fischwaren platziert war. Aber dennoch fühlt sich das Ganze für mich wie grobe Täuschung an. Denn Lachs ist Lachs und Schwein ist Schwein, oder?

Mein Blog konfrontiert mich mit mir selbst

2019-07-13 von Torsten in Kategorie In Mühlen wohl fühlen

Mein Blog ist für mich so was Ähnliches wie Vitamintabletten: beides brauche ich nicht jeden Tag. Aber von Zeit zu Zeit ist eine Vitamintablette als Nahrungsergänzung vielleicht ganz sinnvoll; und auch das Bloggen kann ich ruhig mal ein paar Tage oder gar Wochen sein lassen, aber irgendwann fehlt es mir und ich greife wieder zur Tastatur.

Und, wie die Überschrift schon aussagt: die Sackmühle konfrontiert mich mit mir selbst. Wie ich das meine? Nun, so ganz einfach kann ich es nicht erklären. Mir kamen aber folgende Stichwörter in den Sinn:

  • Faulheit
  • Resignation
  • Sinnfragen

Es ist schon eine Weile her, seit ich mir diese Stichpunkte aufgeschrieben habe, und ich muss sie jetzt neu für mich – und auch euch, liebe Leserinnen und Leser – interpretieren.

Nun, der erste Punkt ist schnell abgearbeitet: Manchmal habe ich wichtigere/dringendere Dinge zu erledigen als private Blogartikel zu schreiben; aber manchmal habe ich einfach keine Ideen oder schlicht keinen Bock zum Schreiben. Und letzteres kann man auch Faulheit nennen.

Punkt zwei, Resignation, ist eigentlich genauso leicht zu beschreiben: Bisweilen denke ich, dass ich nach nunmehr zehn Jahren doch eigentlich einfach meiner Faulheit nachgeben und die Sackmühle mal stilllegen, abfackeln oder sonst was könnte. Wäre aber schade; und was wäre denn, wenn ich dann nach einer Zeit doch wieder Lust bekäme, weiter zu machen? Kommt also nicht in Frage, egal wie frustriert ich zwischenzeitlich auch mal bin. Durchhalten, ist das Motto!

Aber was meinte ich denn mit dem dritten Punkt, Sinnfragen? Vielleicht fragte ich mich, für wen oder was ich die Sackmühle überhaupt betreibe? Anfangs habe ich das gemacht, weil ich ganz einfach Bock darauf hatte und außerdem meinte, etwas in die Welt hinausposaunen zu müssen, und meistens war es auch etwas recht Witziges.
Aber wie oben schon gesagt, fehlen mir ja heute manchmal die Ideen und es mangelt mir an Energie und Lust. Und: gibt es denn nicht Blogs wie Sand am Meer?
Tja, es ist nur so: Wenn man sich allzu viele Gedanken über den Sinn des eigenen Blogs, x-beliebigen anderen Dingen und zu guter Letzt des Lebens macht, dann zieht einen das auf die Dauer runter.

Wie auch immer: das Bloggen ist doch anscheinend eine gute Möglichkeit, sich seine eigenen Schwächen vor Augen zu führen und anschließend, wenn es gut läuft, Schritte zu unternehmen, diese Schwächen – äh – na – hm – also, die Stärken zu stärken und die Schwächen zu schwächen, wie es immer so schön heißt. Aber na gut, in einem Motivationsseminar sind wir hier in der Sackmühle nun auch wieder nicht, liebe Leserinnen und Leser …

Cremedusche

2019-07-12 von Torsten in Kategorie Prügel vom Windmühlenflügel

Der Schwachsinn, in Deutschland verkaufte Produkte mit englischen Bezeichnungen zu versehen, wo deutsche durchaus möglich gewesen wären, greift immer weiter um sich. Auf die Spitze getrieben wird das Ganze allerdings vom Drogeriemarkt dm, der die Duftrichtungen seiner Cremedusche der Marke Balea mal in englischer, mal in deutscher Sprache bezeichnet:

Balea Cremedusche

»Himbeere & Limette« – alles in Ordnung. »Buttermilk & Lemon« – und was soll das jetzt? Gibt es die deutschen Wörter Buttermilch und Zitrone jetzt auf einmal nicht mehr?

Und, wohlgemerkt, ich habe prinzipiell nichts gegen englische Wörter, die sich im Laufe der Zeit in die deutsche Sprache eingeschlichen haben, ich sage auch Computer und okay. Und leider manchmal auch Ticket statt Fahrkarte. Aber, liebe Produkthersteller und Werbefuzzis, man kann es auch übertreiben, echt jetzt.

Und noch ein neuer Füllfederhalter

2019-07-11 von Torsten in Kategorie Dinkel im Winkel

Manchmal glaube sogar ich selber, dass ich spinne. Da labere ich auf der einen Seite gern was von Konsumverzicht, und dann habe ich eine bekloppte Idee, verbunden mit einem dringenden Besitzwunsch, und dann renne ich los und kaufe mir Füllfederhalter bis zum Abwinken. Das ist krank. Aber was soll ich machen? Einzukaufen macht einfach manchmal Spaß. Und irgendwann gibt es dann auch mal wieder einen guten Grund, die Wohnung auszumisten …

Und noch ein weiterer Füllfederhalter! Diesmal einer von Herlitz, und das Modell nennt sich my.pen, ja, mit einem Punkt dazwischen. Dieser Stift war wesentlich teurer als die beiden Füller, die ich mir am Samstag gekauft habe: € 9,99. Schreibt auch nicht besser als die anderen beiden. Und ich habe ihn nicht bei KODI, sondern bei Rossmann gekauft. Das kleine Schreibwaren- und Schulbedarfsgeschäft bei mir in der Nähe hat zugemacht: Geschäftsaufgabe. Aber da hätte so ein Füllfederhalter bestimmt an die zwanzig Euro gekostet oder so.

Füllfederhalter

Zwei neue Füllfederhalter

2019-07-08 von Torsten in Kategorie Dinkel im Winkel

Vergangenen Samstag habe ich mir zwei neue Füllfederhalter gegönnt. Ich war im KODI wegen anderer Dinge, aber dann fielen mir die Füller auf. Ich hatte schon länger vorgehabt, mir mal einen neuen zu kaufen, aber ich hatte immer gedacht, so etwas sei furchtbar teuer. Nun, für das in Indien hergestellte Billigprodukt habe ich € 2,49 bezahlt und für das in Deutschland hergestellte Modell von Pelikan € 3,99. Beides also nicht gerade teuer. Patronen waren jeweils dabei. Und hier eine Abschrift meiner Schreibtests:

Das ist ja hier voll der Billig-Füllfederhalter! Aber er schreibt, und wer schreibt, der bleibt, Ende, aus, Mickymaus!

So, nu geht’s auch mit dem Pelikan. Dessen Schreibfeder kommt mir aber etwas härter vor, aber na gut, er war ja auch ein wenig teurer als das Billigprodukt, da darf dann der Schreibkomfort auch ruhig mal ein bisschen hintangestellt werden.

Nee, also die Füller von Online haben doch immer noch das beste Schreibgefühl. Aber die gab es bei KODI nicht.