Sackmühle

Mehl ins Getriebe

Kopfstand vor dem Scanner

2019-08-20 von Torsten in Kategorie Der Wind spinnt

Dennis: »Sorry, eins steht Kopf.«
Torsten: »Vielleicht hast du auch Kopfstand vor dem Scanner gemacht. Es ist eine verkehrte Welt. Man weiß nie so genau, ob und warum die Dinge so sind, wie sie scheinen.«

Der große Frosch

2019-08-19 von Torsten in Kategorie Dinkel im Winkel

Hallo Max,

tja, die haben halt ein neues Gebäude da hingesetzt bekommen mithilfe gewaltiger EU-Fördergelder, aber mehr hat sich anscheinend nicht geändert. U. ist da sicherlich ein Lichtblick gewesen. M. baut tatsächlich in der Siemensstraße was auf, neben Beruf und Familie, er ist momentan echt überlastet, glaube ich.

So ein großer Frosch war bestimmt eine Kröte, könnte ich mir vorstellen. Wenn dieses Schlängelviech hell- bis mittelbraun aussah und keine oder kaum eine Musterung hatte, dann war es wohl eine Blindschleiche. Die gehören zu den Echsen, obwohl sie keine Beine haben, und sind hier ziemlich häufig anzutreffen. Die Jogger finde ich auch immer seltsam. Oft haben sie ja auch noch Knöpfe mit Musik in den Ohren. Die kriegen echt nix mit. Ich geh auch lieber langsam, fotografiere dann aber gern hier und da mal, wenn ich ein schönes Motiv finde.

Nun ist aber das schöne Wetter schon wieder vorbei, so schnell kann das gehen. Am Samstag habe ich noch Honig für meinen Vater und mich bei dem Imker gekauft, leider diesmal nur so auf die Schnelle.

Bis neulich
Torsten

Unternehmensberater

2019-08-18 von Torsten in Kategorie Prügel vom Windmühlenflügel

Da stieß ich doch vor einiger Zeit mal auf einen »Unternehmensberater«, der noch nicht mal korrekt schreiben konnte. Herzlichen Glückwunsch! Dafür versuchte er sich in Gestaltung. Diese sehe ich allerdings nicht als Aufgabe eines Unternehmensberaters an, aber dieser Bursche verkauft das den armen Seelen wahrscheinlich als ganz große Kunst. Kann mir schon vorstellen, was dieser Herr Dingsbums ist: ein beruflich Gescheiterter (nein, nicht ein Gescheiter, sondern Gescheiterter, genau!), der vielleicht mal bei einer Versicherung gearbeitet hat, nach dem Rausschmiss keine Lust hatte, Gastwirt zu werden und sich gesagt hat: »Och, Unternehmens­berater ist doch lässig, da braucht man keine Ahnung von gar nix haben, kann aber schön einen auf dicke Hose machen und ein Schweinegeld verdienen.« Das ist das Problem mit ungeschütz­ten Berufsbezeichnungen.

Webseiten erstellen mit Microsoft Word 97

2019-08-17 von Torsten in Kategorie Der Wind spinnt

In 2015 noch im Netz gefunden: Eine Website, die mit Microsoft Word 97 erstellt worden war, wie man im Quelltext erkennen konnte.

Generator: Microsoft Word 97

Inzwischen existiert dieser schreckliche Webauftritt nicht mehr, aber ich hatte mir den Screenshot des Quelltextes aufbewahrt. Nach dem Schreiben dieses Blogartikels werde ich ihn aber löschen, denn ich bin an meinem Computer kräftig am Ausmisten (blödes Deutsch, ich weiß).

Jedenfalls, Microsoft Frontpage war ja schon ein schlimmes Tool, um Webseiten zu erstellen, aber Word ist ein Textverarbeitungsprogramm und kein HTML-Editor. Das sind unterschiedliche Dinge für unterschiedliche Zwecke. Manche Leute verstehen es einfach nicht. Die sollten dann aber einfach die Finger von so was lassen und eine Fachfrau oder einen Fachmann beauftragen. Oder sich zumindest eingehend mit der Materie beschäftigen, bevor sie solche Machwerke der Welt zumuten – denn die Website sah freilich auch noch zum Fürchten aus und entsprach in keiner Weise guter Usability, also Benutzerfreundlichkeit.

Wir lieben Tiere – gekocht, gebraten und gegrillt

2019-08-16 von Torsten in Kategorie Ganz vorn mit Korn

Der Verzehr von Fleisch, insbesondere von Schweinefleisch, gehört nach Meinung einiger Schwachköpfe wohl unbedingt zur deutschen Kultur. Ronald hat die Auswüchse der Verblödung eines Teils der deutschen Bevölkerung (richtig geraten: es handelt sich vorwiegend um die politisch ziemlich weit rechts ausgerichteten Damen und Herren) gut auf den Punkt gebracht in seinem Artikel Wir Schweinedeutsche.

Sehr schön fand ich die zitierte Argumentation einer geistig offensichtlich völlig umnachteten Person: der Fleischverzehr sei gerade für Kinder wichtig, um Beziehungen zu Tieren aufbauen zu können. Ich sehe darin eher eine Erziehung zur Nekrophilie und frage mich, ob solche Gedankengänge im Kopf nicht furchtbar weh tun.

Der mehrfach verwendbare Baumwollbeutel

2019-08-15 von Torsten in Kategorie Prügel vom Windmühlenflügel

»REWE und NABU engagieren sich für den Umweltschutz«, so steht es auf dem Etikett eines Baumwollbeutels, den ich einmal bei REWE gekauft habe, um meine Waren darin nach Hause zu tragen, denn ich hatte keine Tasche dabei. Dass der Naturschutzbund sich für den Naturschutz engagiert, sollte eigentlich klar sein, und dass auch REWE als Lebensmittel-Handelsunternehmen das tut, sollte in der heutigen Zeit selbstverständlich sein und hätte es eigentlich immer schon sein sollen. Aber nein, man hat ja in der Vergangenheit jahrelang fleißig Plastiktragetaschen verkauft.

Dass aber dann auf dem Etikett auch noch der Hinweis steht: »Verwenden Sie unseren Baumwollbeutel einfach mehrfach«, das zeugt von der Dummheit – ja, wessen Dummheit eigentlich? Derjenigen des Verbrauchers, männlich wie weiblich, der oder die nach Jahren des sorglosen Verschwendens von Plastikbeuteln immer noch nicht geschnallt hat, dass man Dinge auch mehrfach verwenden kann? Oder sind die Handelsunternehmen so dumm, die Verbraucher für so dumm zu halten? Wie auch immer – wären Plastiktüten immer schon tabu gewesen, müsste man die Verbraucher vielleicht heute auf die Wiederverwendbarkeit von Tragetaschen aus Baumwolle nicht hinweisen.

Kunden mangelt es aber möglicherweise tatsächlich an kognitiven und intellektuellen Fähigkeiten. Auf dem Wochenmarkt am Kartoffelstand wurde mir vom Verkäufer einmal berichtet, eine Kundin hätte auf eine Plastiktasche bestanden mit dem Argument, einen Baumwollbeutel müsste man ja waschen, nachdem lose Kartoffeln hineingefüllt worden wären.

Aua. Nun, auch Baumwoll-Unterhosen werden dreckig. Die wäscht man in der Waschmaschine. Oder käme jemand auf die Idee, Unterwäsche aus Plastik zu tragen?

Willkommen auf den ersten eigenen Seiten

2019-08-14 von Torsten in Kategorie Prügel vom Windmühlenflügel

Man kann private Websites betreiben, so wie zum Beispiel ich das mit der Sackmühle tue. Und man kann natürlich auch eine geschäftliche Website haben, wenn man Waren oder Dienstleistungen anzubieten hat. Beides zu mischen, ist nicht so wirklich geschickt, denn es wirkt einfach unseriös.

Nun wird es einem wohl kaum ein Kunde verübeln, wenn man neben der geschäftlichen auch eine oder mehrere private Websites betreibt – wenn sich dort nicht gerade Partybilder befinden, die den Geschäftsmann oder die Geschäftsfrau im ach so lustigen Alkohol-Vollrausch zeigen. Nur beides zusammen auf einer einzigen Website und unter derselben Domain, das ist, sagen wir mal, taktisch einigermaßen ungeschickt.

Erste eigene Seiten

Der Inhaber einer Gesundheits-Praxis sollte vielleicht:

  • seine Website nicht nach dem im Aberglauben als Unglückstag geltenden Freitag, dem dreizehnten benennen;
  • zwei Domains mit identischem Inhalt vermeiden, weil das suchmaschinenfeindlicher doppelter Inhalt ist;
  • diese zweite Domain als Praxisinhaber dann nicht auch noch Sonnenscheinjunge nennen;
  • keine Werbung für einen Urlaub auf Rügen schalten, sondern höchstens, wenn überhaupt, für eine Kur in einem Kurort;
  • nicht über die Zubereitung von Nussecken schreiben;
  • keinen Text unterstreichen, der kein Hyperlink ist;
  • nicht in 2010 um Geduld bitten, in 2012 die letzte Änderung durchgeführt haben und danach nichts mehr an der Website tun;
  • keinen Gratis-Webhoster mit schrecklichem Webseiten-Baukasten wählen;
  • endlich mal auf responsives Webdesign umstellen;
  • und bitte, bitte, bitte nicht im Jahr 2019 noch mit Frames arbeiten.

Habe ich etwas vergessen? Keine Ahnung, aber mir fällt gerade auf, dass ich ja nur aufgelistet habe, was der Bursche alles nicht hätte tun sollen. Nun aber schnell noch ein Tipp, was er statt dessen tun sollte: und zwar, einen fähigen und seriösen Webdesigner (m/w) beauftragen. Aber vielleicht auch nicht. Vielleicht ist seine Praxis längst pleite und es ist eh alles egal. Wer weiß.