Sackmühle

Kaufe nie die Mühle im Sack

Blutiger Popo

Du bist ein blutiger Popo,
ich wünschte, du stürbest bald.
Ach, lass dich von der Lokomotive überfahren, du himmelweiter Unterschied.

Heute hat

Heute hat mein Bruder Geburtstag, habe ich einen Bart, sind mir die Rasierklingen ausgegangen und habe ich eigentlich keine Lust, welche kaufen zu gehen, aber da mein Bruder mit seinen nächsten Angehörigen, also auch mir, heute Abend essen gehen will und ich dann nicht wie der letzte Henker aussehen möchte, werde ich mich wohl nach diesem Spaghettisatz auf den Weg zum Drogeriemarkt machen.

Schlimme Publikationen

Das Self-Publishing, zu Deutsch etwa Selbstverlegen, also das Veröffentlichen von Büchern in eigener Regie, ist eine gute Sache – nun ja, sollte man zunächst einmal meinen. Denn mithilfe von Self-Publishing-Plattformen kann jede Person, die glaubt, etwas zu erzählen oder zu berichten zu haben, ihre Werke herausgeben, ohne auf Verlage angewiesen zu sein. Aber genau das ist leider auch der Knackpunkt.

Ein Verlag will und muss wirtschaftlich arbeiten, wird also in eigenem Interesse nur das veröffentlichen wollen, welches verspricht, Gewinn abzuwerfen. Es sollte also eventuell thematisch im Trend liegen, auf jeden Fall aber inhaltlich interessant erscheinen und stilistisch gekonnt kreiert worden sein. Wurde das Werk einer Autorin oder eines Autors angenommen, wird es noch lektoriert und korrigiert, außerdem wird ein professionelles Cover gestaltet. Ich finde zwar auch in Büchern von namhaften Verlagen fast immer Fehler, jedoch sind das in aller Regel nur sehr wenige.

Eigenverleger/innen können die Qualität, die ein klassischer Verlag bietet, möglicherweise auch erreichen, nur scheint mir das doch eher die Ausnahme von der Regel zu sein. Allein schon in Leseproben habe ich immer wieder Erschreckendes sehen müssen. Gerade heute wieder: Die Leseprobe eines Sachbuches von einem selbst verlegenden Schreiberling wies auf einer einzigen Seite gleich mehrere Rechtschreibfehler auf. Hier sind nur ein paar davon:

Schlimme Publikationen (Bild 1)
Schlimme Publikationen (Bild 2)

Fast noch schlimmer: In dem Buch will der Autor wohl die Allgemeine Relativitätstheorie von Albert Einstein widerlegen. Kann man ja machen, wenn man Physiker ist oder so. Aber wenn die Gedankengänge und Berechnungen womöglich so schlampig sind wie die Rechtschreibung – nun ja, da stelle ich mir doch schon vergnügt ein mögliches nächstes Buch vor, in welchem der Autor uns weismachen will, dass die Erde keine Kugelform hat, sondern eine Scheibe ist …

Verbrannte Pizza

Es ist mir mal wieder passiert: ich habe etwas im Backofen anbrennen lassen, nur weil ich mich »kurz« an den Computer gesetzt und darüber wohl so ein bisschen die Zeit vergessen hatte.

Verbrannte Pizza (Bild 1)
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Mein Kühlschrank ist nun aber nicht gerade reichlich befüllt, und die Mahlzeit soll ja auch möglichst schnell und mühelos zubereitet werden. Was also bleibt mir übrig? Zum Supermarkt laufen und ein Fertiggericht kaufen oder zuhause bleiben und belegte Brote essen? Ich muss es mir noch überlegen. Die Pizza ist einstweilen in der Kompostkiste gelandet.

Verbrannte Pizza (Bild 2)
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Spam: indisches Wirtschaftsmagazin

»Ich bin * […] *, ein indisches Wirtschaftsmagazin, Investoren und Philanthropen. Ich bin Vorsitzender von […] Limited. Ich habe 25 Prozent meiner persönlichen Vermögensanträge. Und ich habe auch versprochen, den Rest von 25% im Jahr 2019 zu verschenken. Ich habe beschlossen, Ihnen eine Spende in Höhe von 1.000.000,00 Euro * zukommen zu lassen. Wenn Sie an meiner Spende interessiert sind, kontaktieren Sie mich für weitere Informationen. Ich will es auch. Sie sind Teil meiner gemeinnützigen Stiftung, sobald Sie das Geld erhalten, damit wir die Armen versöhnen können

Sie können über den folgenden Link auch mehr über mich erfahren

https://[…]

Kontaktieren Sie sie per E-Mail für weitere Informationen:
[…]
Ihre
Geschäftsführer […]«

– Aus einer Junk-Mail

Ah, das trifft sich gut, denn ich bin ein deutsches Kneipenmagazin, Inkompetente und Philosophen. Ich sitze auch immer vor irgendwas, manchmal vor riesigen Unternehmens­gebäuden. Ich habe 25 Prozent des Bruttoinlandsproduktes als mein persönliches Vermögen beantragt. Und ich habe mich dabei versprochen, als ich sagte, den Rest von 25 Prozent wolle ich im Jahr 2019 verschenken. Da gab man mir nämlich zu bedenken, dass wir ja schon 2020 haben. Nun muss ich also mein gesamtes kleines Vermögen für mich selbst behalten. Pech für die Armen, nicht wahr! Aber egal, kontaktieren Sie mich trotzdem. Ich will es doch auch. Sie sind Teil meiner nutzlosen Bleistifte-Sammlung, sobald Sie das Geld verbrennen, damit wir mit den Armen in der Luft herumwedeln und die Beine baumeln lassen können.

Sie können über den folgenden Link auch mehr über mich erfahren:
https://www.sackmuehle.de/ueber/

Tierleid/Tierwohl 2020

Tja. Wollen wir hoffen, dass sich in 2020 endlich mal entscheidende Dinge ändern, hin zu mehr Tierwohl. Ja, ich bin voll und ganz für ein Verbot privater Feuerwerke; nicht nur können, wie wir am vergangenen Silvester am Beispiel des Krefelder Zoos erleben mussten, Tiere dabei getötet werden, nein, jeder Haustierbesitzer erlebt wohl jedes Jahr wieder, wie sich Katzen und Hunde vor lauter Angst verkriechen.

Ich bewundere es, dass Veganerinnen und Veganer es schaffen, jahrelang völlig auf tierische Produkte zu verzichten, ja. Aber umweltbewusst und tierschützend ist eine vegetarische/vegane Ernährungsweise nicht zwangsläufig. Zum Beispiel werden in manchen Erzeugerländern Affen zur Kokosnussernte eingesetzt, unter grausamen Bedingungen, versteht sich. Zumindest aus konventioneller Produktion sollte man daher keine Kokosprodukte kaufen – einige Biohersteller versichern, zur Ernte weder Affen noch Kinder einzusetzen.

Und natürlich sollte Massentierhaltung endlich gesetzlich europaweit verboten werden, finde ich, oder zumindest muss nicht-artgerechte Tierhaltung verteuert werden, sodass sie sich wirtschaftlich einfach nicht mehr lohnt.