Sackmühle

Mehl ins Getriebe

Gesang

2019-05-25 von Torsten in Kategorie Der Wind spinnt

Gesang ist nicht alles. Im besten Fall wird er jedoch unterstützt von Musikinstrumenten, wie zum Beispiel einer kreischenden E-Gitarre oder einer nervigen Oboe. Es kann auch eine ganze Rock-, Beat- oder Jazzband unseren Sänger oder unsere Sängerin begleiten. Je schräger, desto besser. Auch Regenrinnen müssen schräg sein, denn sonst liefe das Regenwasser ja gar nicht so gut in das Fallrohr hinein. Also, schräg zum Fallrohr hin. Oder wie auch immer man das so nennt in der Dachdecker- und Architekten-Fachsprache. Ich bin da nicht so bewandert. Aber auswandern will ich deswegen nun auch wieder nicht. Ich scheue die Ferne, die Fremde und die Furcht vor all dem. Ja, es ist nicht immer leicht.

Flexibel, robust, einfach

2019-05-24 von Torsten in Kategorie Dinkel im Winkel

Flexibel, robust/stabil und einfach zu bedienen und zu administrieren – das soll ein CMS (Content-Management-System) für mich sein. Und so etwas zu finden, also ein CMS, das alle diese Kriterien erfüllt, na, da kann man sich einen Wolf suchen. Nun gut, für die Sackmühle nehme ich seit Jahren WordPress, bin kürzlich nur auf ClassicPress umgestiegen, das statt des fürchterlichen Gutenberg-Dings den herkömmlichen, gewohnten Editor TinyMCE anbietet.

Und WordPress ist schon toll, ich habe seit Jahren keine Probleme damit, die Updates klappen immer einwandfrei und das Ding läuft einfach stabil. Die häufigen Vorwürfe, es sei ein so schrecklich unsicheres System, kann ich so nicht unbedingt bestätigen. Ja, es ist das am weitesten verbreitete CMS und damit natürlich ein beliebtes Angriffsziel von Crackern. Aber man kann es absichern. Bei mir ist noch nie jemand eingedrungen. Das näher zu erläutern, würde in diesem Artikel aber zu weit führen, weil das nicht das Thema ist.

Nun könnte man also fragen, warum ich denn überhaupt, wenn ich doch zufrieden bin, nach weiteren Systemen suche. Also,

  • erstens bin ich immer neugierig und lege mich ungern nur auf eine einzige Sache fest,
  • zweitens sind mir Platzhirsche irgendwie immer suspekt oder anders gesagt, schwimme ich ganz gern gegen den Strom,
  • und drittens ist WordPress/ClassicPress nicht so flexibel, dass ich zum Beispiel auf einfache Weise Websites damit bauen könnte, die diverse bearbeitbare Bereiche hätten, die aber auf jeder Seite (im Falle eines eher herkömmlichen CMS) anders angeordnet sein sollen und jeweils individuelle, unterschiedliche Inhalte präsentieren sollen. Ich weiß, es geht – aber es ist ein bisschen Fummelei.

Diese gewaltige Flexibilität, die ich mir wünsche, bot mir das CMS concrete5. Allerdings ist es ein extrem fettes System, und – was schlimmer ist – ich hatte in zwei Fällen massive Probleme: Kunden hatten ihre Websites zerschossen, und ich fand nicht heraus, woran es genau lag. Eine Website nach so einem Crash komplett neu aufsetzen zu müssen, ist nicht wirklich freudvoll. Also habe ich concrete5 adé gesagt.

Bludit ist wunderschön. Es ist super-einfach zu bedienen, Themes sind sehr leicht zu erstellen, es benötigt keine Datenbank und es ist schlank und sauschnell. Aber die Flexibilität fehlt mir – ich kann nicht mehrere zu bearbeitende Bereiche pro Seite in den Templates einrichten. Und es hat kein eingebautes eigenes Kommentarsystem (wenn man es als Blog verwenden möchte). Immerhin hat ein Benutzer eines als Plug-in programmiert. Ich muss es aber noch testen.

Datenbanklos, flexibel und einfach ist Pulse. Es benutzt sogenannte Blöcke, die man völlig frei so zusammenbauen kann, dass jede Seite des Webauftritts anders aussehen und strukturiert sein kann, wenn man das möchte, ohne große Fummelei. Jedenfalls ging das mit der Version 4 so, von der ich mir seinerzeit eine Lizenz gekauft hatte – ja, es ist kostenpflichtig. Version 5 will ich mir nächsten Monat leisten.

Ich habe mir jetzt noch mal Textpattern angeschaut, auf dem zeitweise auch die Sackmühle mal lief, bevor ich dann zu WordPress zurückkehrte. Textpattern ist mir irgendwie sympathisch, ohne dass ich eigentlich wüsste, warum, und deshalb habe ich es jetzt halt noch einmal angepackt und getestet. Und – ich bin enttäuscht. Wenn ich Artikel löschen will, hängt sich mein PC auf – wohlgemerkt, nicht der Webbrowser, sondern gleich der ganze PC. Ferner kriege ich die Kommentar-Funktionalität nicht hin, und überhaupt muss man sich ziemlich in das System hineindenken – ich jedenfalls. Schade, weil ich es ansonsten irgendwie als charmant empfinde.

Und zu guter Letzt: Wer wirklich äußerst flexibel sein möchte, baut Websites von Hand und macht sie dann per Browser editierbar mit Coast CMS oder SiteCake. Das gilt aber nur für statische Seiten; wenn man einen Blogbereich haben wollte, müsste man den schon selber programmieren – aber das wäre eine Neuerfindung des Rades sozusagen und somit Wahnsinn. Dann doch lieber auf ein bestehendes, wenn auch nicht vollkommenes Blogsystem zurückgreifen. Natürlich kann man zweigleisig fahren: fürs Blog ein fertiges Blogsystem benutzen und für statische Seiten, die über ein extrem flexibles Layout verfügen sollen, so etwas wie die gerade genannten Möglichkeiten verwenden. Falls man fähig ist, Webseiten mittels HTML und CSS händisch zu erstellen.

Palmöl zum Heizen?

2019-05-13 von Torsten in Kategorie Prügel vom Windmühlenflügel

»Noch immer laufen in Deutschland einige mit Palmöl betriebene Blockheizkraftwerke – so auch in Kressbronn am Bodensee. Die Energieerzeugung auf Kosten der Regenwälder und ihrer Einwohner ist alles andere als umweltfreundlich. Die Palmöl-Kraftwerke gehören abgeschaltet oder sollten umgerüstet werden.«

– Quelle: Rettet den Regenwald

So was geht ja gar nicht, finde ich. Wie für uns Europäer seit Jahrhunderten so üblich, leben wir unseren Luxus aus auf Kosten Anderer. Auch ihr könnt euren Unmut äußern und die Petition online unterschreiben.

Spinnert

2019-05-10 von Torsten in Kategorie Dinkel im Winkel

Ich suche nach einem sehr flexiblen und dabei stabil laufenden und einfach zu bedienenden Content-Management-System, finde aber keins, und wenn doch, kostet es viel Geld; morgen, am Samstag (!) muss ich in aller Herrgottsfrühe zur Arbeit fahren und dann natürlich dort auch noch arbeiten, und dennoch gehe ich nicht früh zu Bett; in meiner Wohnung tauchen immer wieder Spinnen auf und ignorieren damit völlig meine Arachnophobie; und überhaupt ist das Leben manchmal äußerst seltsam, geradezu spinnert. Ja, ist doch wirklich wahr, Himmel noch mal …

Vollmilchschokolade Kürbis-Ingwer

2019-05-06 von Torsten in Kategorie Ganz vorn mit Korn

Der REWE bei mir in der Nähe hat immer mal Artikel im Wühltisch, die aus dem Sortiment geflogen sind und preisreduziert angeboten werden. Normalerweise ist da nichts Interessantes für mich dabei, aber neulich dann doch mal: Eine Vollmilchschokolade mit Kürbiskernen und Ingwer (Eigenschreibweise: »VOLLMILCH CHOCOLADE« – ähm, nun ja …).

Hachez Kürbis-Ingwer

Mit ganzen Kürbiskernen sogar! Mit ganzen Kürbissen wäre das mit dem Gewicht von 90 Gramm wohl nicht so ganz hingekommen. Ja, die Schokoladentafel hat nur 90 Gramm statt der üblichen 100 Gramm! Aber na gut, ich habe ja auch nur 50 Cent pro Tafel bezahlt. Und geschmeckt hat mir die Schokolade auch. Was will man mehr.

Nächtlicher Hubschrauber

2019-04-27 von Torsten in Kategorie Mehlwurm auf’m Turm

Am 4. Oktober 2017 wachte ich frühmorgens kurz nach fünf Uhr auf und musste zur Toilette gehen. Nachdem ich mich wieder hingelegt hatte, wurde ich wenig später von einem lauten, tiefen Brummen aufmerksam gemacht. Als es sehr laut geworden war, sprang ich aus dem Bett, riss das Fenster auf und schaute gen Himmel. Es war um die Uhrzeit und zu der Jahreszeit noch völlig dunkel, aber anhand der blinkenden Lichter und des Geräusches war mir klar, dass ein Hubschrauber über das Haus hinweg flog, und zwar recht tief und sehr langsam. Der Himmel war bewölkt, und die Maschine flog auf jeden Fall unterhalb der Wolkendecke. Ich legte mich schließlich wieder hin, aber kurze Zeit später näherte sich wieder dieses Brummen.

Ich konnte diesmal beobachten, dass der Hubschrauber an manchen Stellen in der Luft stehen blieb oder sich jedenfalls nur sehr langsam oder in sehr kleinen Kreisen bewegte, bevor er nach mehreren Minuten wieder in größeren Bögen weiter flog. Der Hubschrauber kreiste insgesamt mindestens eine Stunde lang über meiner Stadt (Remscheid) – ich hörte ihn jedenfalls ungefähr von 5:15 bis 6:15 Uhr.

Nächtlicher Hubschrauber

Nun frage ich mich doch:

  • Was war der Einsatzzweck dieses nächtlichen Kreisens über der Stadt?
  • War es ein Militärhubschrauber? Ich habe schon mehrmals welche über Remscheid gesehen, wenn es denn militärische waren, allerdings tagsüber.
  • War nur dieser Hubschrauber in der betreffenden Nacht unterwegs oder noch mehrere ähnliche über anderen Städten?
  • Wie oft kreisen Hubschrauber nachts über Städten, ohne dass es jemand bemerkt?