Sackmühle

Mehl ins Getriebe

Netzfundstück der Woche: Zertifikatsdatei

2018-02-22 von Torsten in Kategorie Der Wind spinnt

Zertifikatsdatei

»Zertifikatsdatei wird erstellt. Bewegen Sie die Maus, um die Zertifikatsdatei noch sicherer zu machen.« – Sicherheit geht vor, das ist schon klar. Aber wie um alles in der Welt kann ich eine Zertifikatsdatei durch das Bewegen meiner Computermaus sicherer machen? Werden dadurch kryptische Zeichenketten erzeugt, oder wat is der Sinn von det Janze? Eine technische Erklärung wurde jedenfalls nicht gegeben.

Deutsch für Anfänger: frühe Vögel Verkauf

2018-02-21 von Torsten in Kategorie Der Wind spinnt

Ja gut, Weihnachten ist vorbei und man kann schon wieder Osterhasen aus Schokolade kaufen, mitten im Februar. Aber ich habe gerade eine gespeicherte Anzeige aus der Vorweihnachtszeit auf meinem Computer gefunden:

Weihnachten frühe Vögel Verkauf

Nun, das war das vorweihnachtliche Lockangebot eines Online-Handelsunternehmens aus Hongkong. Da kann man kein einwandfreies Deutsch verlangen. Mit »Weihnachten frühe Vögel Verkauf« war natürlich gemeint, dass – gemäß dem Sprichwort »Der frühe Vogel fängt den Wurm« – Kunden, die frühzeitig zuschlagen, die besten Schnäppchen machen.

Na, dann seht ihr mal zu, dass ihr bereits jetzt viele Schokoladen-Osterhasen bunkert. Könnten ja mal teurer werden. Oder in ein paar Tagen ausverkauft sein.

Website über nukleare Katastrophen

2018-02-19 von Torsten in Kategorie Mehlwurm auf’m Turm

Im Forum von Bludit, einem datenbanklosen CMS, werden immer Websites vorgestellt, die mit eben diesem CMS gebaut wurden (Bludit site of the week). Kürzlich wurde auf die Website einer Frau namens Elena Filatova verwiesen, die sich mit nuklearen Katastrophen befasst und sie auflistet. Sie schreibt (ich habe es vom Englischen ins Deutsche übersetzt):

Heutzutage bewegen wir uns so schnell von Katastrophe zu Katastrophe, dass niemand Zeit hat, aus dem, was passiert, zu lernen, und deswegen sind wir dazu verdammt, alles ständig zu wiederholen. Jedes Mal, da die Geschichte sich wiederholt, steigt der Preis.

Nur denke ich, dass die kurzen Abstände zwischen den Katastrophen (Tschernobyl und Fukushima waren nur die schlimmsten, aber beileibe nicht die einzigen) nicht der Grund sind, warum die Finger nicht von der Atomkraft gelassen werden; der Grund sind die guten Gewinnmargen der Atomindustrie und die lasche, viel zu konzernfreundliche Politik. Wenn die Kosten der Katastrophen, vor allem aber auch der Entsorgung des Atommülls, von Anfang an allein durch die Betreiber hätten übernommen werden müssen, wäre die Atomkraft längst nicht so lukrativ, wenn nicht sogar ein Verlustgeschäft, und es wäre wohl mehr in erneuerbare Energien investiert worden.

Wie auch immer – ich finde es gut, dass es Menschen wie Elena gibt, die nicht müde werden, immer wieder auf die immensen Gefahren der Atomkraft und das entsetzliche Leid der von den Unglücken betroffenen Menschen (und Tiere und Pflanzen) hinzuweisen. Die Geschäftsführer, Vorstände und Manager der Atomkonzerne werden wohl ihren Wohnsitz nicht gerade in der Nähe der Kraftwerke gewählt haben, vermute ich …

Eigentlich klappen

2018-02-17 von Torsten in Kategorie Dinkel im Winkel

Müsste jetzt eigentlich klappen … also: MÜSSTE … EIGENTLICH. Im Sinne von: sollte. Oder im Sinne von: könnte mit ganz viel Glück und nach endloser Fummelei eventuell doch letzen Endes noch klappen, aber man soll den Tag ja nicht vor dem Abend loben, und wir haben erst Mittag. – Pessimismus ist was Schönes.