Mehl ins Getriebe

Spam: Kreditangebot zu 0,5%

Guten Tag, Herr / Frau

Kontaktieren Sie mich unter; philip[…]@[…].com

Es ist wieder diese Zeit des Jahres, in der philip […] ein zuverlässiges Kreditangebot zu einem günstigen Zinssatz von 0,5% für den Zeitraum von 1 bis 40 Jahren herausgibt. Es ist diese Zeit, in der jeder einen Finanzassistenten bei philip […] suchen kann Finanzdarlehensunternehmen, sowohl Kunden mit guten als auch mit schlechten Krediten, können sich bei diesem Darlehensunternehmen bewerben. Wir bieten Darlehen wie Privatdarlehen, Unternehmensdarlehen, Geschäftsdarlehen, Darlehen für private und öffentliche Investoren an, aber für weitere Informationen, wenn Sie an meinem Darlehen interessiert sind Unternehmen erreichen mich dann bitte unter meiner E-Mail-Adresse unten

Kontaktieren Sie mich unter; philip[…]@[…].com

Hochachtungsvoll
Management

– Aus einer Junk-Mail

Ach, halten Sie doch einfach die Fresse, Herr/Frau Spammer-Arschloch und gehen Sie sterben! Übrigens, zwischen 0,5 und das Prozentzeichen gehört ein Leerzeichen, Herr/Frau Vollidiot; zwischen Herr, Schrägstrich, Frau dafür aber nicht, Herr/Frau Dumpfbacke!

Hochachtungslos
Management Sackmühle

Wirsing-Chips

Vor – ich weiß nicht mehr – zwei, drei Jahren oder so fand ich im Netto Wirsing-Chips einer Firma, die sich Heimatgut nennt. Chips aus heimischem Wirsingkohl und dann noch Bio-Qualität, das fand ich gut, und das Zeug schmeckte mir sogar. Später kamen dann Linsen-Chips dazu, und heute hat der Hersteller alle möglichen und unmöglichen Knabberartikel im Sortiment.

Nur nicht mehr die leckeren Wirsing-Chips. Zumindest finde ich sie weder auf der Website noch irgendwo im Laden. Schade eigentlich. Und was statt dessen etwa Kokos mit Heimat, zumindest deutscher Heimat, zu tun haben soll, will sich mir nicht so ganz erschließen.

Nun gut, da die Wirsing-Chips anscheinend nicht mehr erhältlich sind, habe ich mir letztens halt mal Kartoffel-Chips von Heimatgut gekauft, und die ersten Bissen empfand ich geschmacklich als recht unterschiedlich zu den Produkten etablierter Hersteller, und zwar in angenehmer Weise unterschiedlich. Aber dann fand ich die Chips doch zu süß, und siehe da: laut Zutatenliste auf der Verpackung steht an dritter Stelle Dextrose, also ein Einfachzucker.

Kartoffelchips von Heimatgut

Und die Verpackung? Nun, die übliche Alufolie halt. Komisch, dass selbst ein Unternehmen, das sich mit Begriffen wie bio, vegan usw. schmückt, bei der Verpackung dann aber so konventionell agiert. Andererseits gibt es derzeit aber wohl noch keine brauchbare Alternative zum Aluminium der Chipstüte. Ob Unverpacktläden auch Chips führen, sodass man sie in eine mitgebrachte Dose abfüllen lassen könnte, weiß ich leider nicht. Ich frag mal im Unverpacktladen Urginell&Unverpackt im Kaffeehaus in meiner Heimatstadt Remscheid nach.

Gesperrte Bereiche in der Fußgängerzone

Gesperrte Bereiche in der Fußgängerzone; Eisenbahnschienen in der Innenstadt; ich habe ein neues Auto, wenn auch einen Gebrauchtwagen, und weiß nun nicht, wie und wann ich meine alte, nicht mehr fahrtüchtige Karre entsorgen soll; ich komme nach Hause, meine Mutter ist im Garten, ich küsse sie flüchtig auf den Mund, obwohl ich das eigentlich ganz und gar nicht mag, aber ich will ihr den Gefallen einfach mal tun, und dann sprechen wir darüber, welches der schönste Monat sei, und sie stimmt für den Mai, ich für den Juli, warum auch immer.

Derartig abstruse Träume habe ich in Zeiten von SARS-CoV-2. Und, nebenbei bemerkt, besitze ich seit Ewigkeiten kein Auto mehr und meine Mutter ist schon lange tot.

Spam: Schnelle Lieferung die Tabletten

Sonderangebot!
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Ohne REZEPT AUF ALLES

– Aus einer Junk-Mail

Ah so, ja. Absender ist »Apotheke« mit wechselnder E-Mail-Adresse. Beworben werden nicht etwa Kopfschmerztabletten oder so was, sondern Potenzmittel. Und abgebildet ist so ein Silikontittenmäuschen, das mit weißem Pulver, also dem pulverisierten Viagra oder was auch immer, bedeckt ist. Jo, derartige E-Mails sind doch immer wieder Vertrauen erweckend, nicht wahr? Ab in den Spamfilter mit solchem Dreck.

Schreiben ist eine Kunst

Schreiben ist eine Kunst, die beherrscht werden will. Natürlich muss man das Schreiben überhaupt erst einmal gelernt haben, vorzugsweise in der Grundschule. Freilich muss man dann später seine Fähigkeiten erweitern und trainieren, denn vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt.

Schreiben ist eine Kunst

Spam: RE

Ich bin in der Militäreinheit hier in Afghanistan. Wir haben eine Menge Geld, das wir aus dem Land ziehen wollen. Meine Partner und ich brauchen einen guten Partner, dem wir vertrauen können. Es ist risikofrei und legal. Antwort auf diese E-Mail: […]@gmail.com

Grüße,
Major Dennis Hornbeck.

– Aus einer Junk-Mail

Ein Major, der Spam mit völlig blödsinnigem Inhalt versendet, ja nee, is’ klar.

Das ach so schwere Portemonnaie

In der Kundenzeitschrift der Sparda-Bank West, Ausgabe 3/2020, wurde ein mobiles Bezahlsystem namens VIMpay, das es als App fürs Smartphone gibt, beworben und dessen Benutzung den Bankkunden ans Herz gelegt. Denn: »Wer VIMpay hat, muss kein schweres Portemonnaie mehr mit sich herumschleppen und kann kontaktlos bezahlen.« Als Beispiel wird die Radtour genannt, die man gern einmal unterbricht, um sich eine Apfelschorle zu kaufen oder ein Wassereis für die Kinder.

Und was ist, wenn der kleine Kiosk oder wo immer man Apfelschorle und Eis kaufen möchte, solche digitalen Bezahlmethoden gar nicht anbietet? Pech gehabt, da bleibt man dann durstig, falls man nicht klugerweise Getränke auf die Radtour mitgenommen hat. Auf dem Gepäckträger wäre sicherlich Platz gewesen.

VIMpay

Doch gravierender finde ich, dass Handel und Banken offensichtlich das Bargeld gern abgeschafft sähen und fleißig darauf hinarbeiten, dass das möglichst bald mal passiert. Im Ausland sind die Bürger da wohl weniger konservativ. Aber ich muss sagen, ich begrüße es, dass große Teile der deutschen Bevölkerung nicht aufs Bargeld verzichten mögen. Schließlich bietet es die Möglichkeit, einzukaufen, ohne dass gleichzeitig das Einkaufsverhalten erfasst, ausgewertet und womöglich mit anderen Daten zusammengeführt wird – Stichwort Big Data.

Und, liebe Sparda-Bank: Ist ein Smartphone denn so viel leichter und kleiner als eine Geldbörse? Ich trage oft beides bei mir, das Smartphone in der linken und die Geldbörse in der rechten Hosentasche. Ein gravierendes Problem habe ich bislang darin nicht sehen können.