Wir sind so durch den Wind

Kaffee in richtig teuer

Wie weit soll die Verbraucher-Verarsche eigentlich noch gehen?

Kaffee ist relativ preiswert, wenn man ihn gemahlen oder als Bohnen in der 500-Gramm-Packung kauft. Entscheidet man sich, warum auch immer, für Kaffeekapseln, zahlt man deutlich mehr. Und man ist ein größeres Umweltschwein. Es stimmt ja, Kapseln kriegt man inzwischen auch in der umweltverträglichen Variante, aber unnötiger Müll entsteht trotzdem. Kurzum, je größer die Verpackungseinheit, desto geringer der Preis und desto weniger Müll.

Aber jetzt kommt’s: Man könnte doch den Abfall der Kaffeekapseln dadurch vermeiden, dass man die Kapselverpackung einspart, oder? Genau, und auf diese glorreiche Idee ist irgendein Hersteller tatsächlich gekommen. Kaffee gibt es jetzt als kleine Bälle, ganannt Coffee B Balls. Und freilich ist der Preis horrend, im Vergleich zu normalem Filterkaffee. Er liegt nämlich, grob gesagt, zwischen 50 und 60 Euro pro Kilogramm. Ach ja, und natürlich muss man die dafür geeignete Kaffeemaschine dazu kaufen.

Hallo? Wenn ich fair gehandelten Bohnenkaffee aus der lokalen Klein-Rösterei kaufe, bezahle ich so um die 25 Euro pro Kilogramm. Aber für die verdammten Kaffeebälle soll ich mehr als doppelt so viel bezahlen? Da müsste ich ja geistig umnachtet sein.

Ich fürchte nur, viele Verbraucherinnen und Verbraucher sind so geistig umnachtet, dass sie eine so freche Halsabschneiderei tatsächlich durch ihre Käufe unterstützen.

Coffee B Balls
Coffee B Balls, aus einem Prospekt von Netto

Sehr geehter Autofahrer

Sehr geehrter Autofahrer

Sehr geehrter Autofahrer, Sie stehen mit dem Heck Ihres Fahrzeugs im abgesenkten Bereich meiner Garageneinfahrt. So behindern Sie das Ein- und Ausfahren. Im Wiederholungsfall werde ich die Behinderung anzeigen! […]

– Zettel an der Windschutzscheibe meines Firmenfahrzeugs

Ja, ein paar Zentimeter weit stand ich möglicherweise im abgesenkten Bereich des Bürgersteigs. Dass ein paar Zentimeter es allerdings verunmöglichen, in Ihre Garage ein- oder aus ihr auszufahren, das will mir doch ein Stück weit unglaubwürdig erscheinen, lieber Nachbar oder liebe Nachbarin.

Bei der Gelegenheit: Woher wollen Sie eigentlich wissen, dass ich ein Autofahrer bin und nicht vielleicht eine Autofahrerin? Das mit der geschlechtsneutralen oder geschlechtergerechten Sprache, oder wie man das auch immer nennen will und mag und soll, das üben wir aber noch mal ein bisschen, ja? – Öh, ’tschuldigung, natürlich nicht wir gemeinsam, sondern Sie üben das bitte für sich allein. Denn ich möchte eigentlich nicht so viel und so eng mit Ihnen was zu tun haben.

Der orange Orangen-Clown

Der orange Clown heißt Orangen-Clown, weil er wie eine Apfelsine aussieht. Ach, dieses orangefarbene runde Mondgesicht mit Pickeln und Kratern – schön ist das nicht. Aber der Clown ist immer fröhlich, immer lustig.

Clown

Ach, lasst uns ihn doch einfach lieb haben. Er tut doch keinem was. Er ist doch absolut friedlich. Und so wollen auch wir sein, meine lieben Freundinnen und Freunde. Nette Menschen wollen wir sein.

Made in Germany

Wie passt das zusammen, dass Deutschland angeblich Export-Weltmeister ist, aber nur auf recht wenigen Produkten noch »Made in Germany« drauf steht? – Ich habe mal in einem Werkzeuggroßhandel gearbeitet, und da war ausnahmslos alles, soweit ich erkennen konnte, »Made in China«.

Ja gut, etliche Lebens- und Nahrungmittel werden noch hier in Deutschland hergestellt. Bei Kleidung jedoch kann man schon froh sein, wenn das Zeug wenigstens in der EU produziert worden ist.

Na ja, die Kosten. Wenn hierzulande dauernd gestreikt wird, weil sich so viele Arbeitnehmer*innen gebärden, als könnten sie sich kaum noch was zu essen kaufen (hingegen, fürs Auto und für Urlaubsreisen reicht das Geld komischerweise immer), dann treibt das eben die Lohnkosten in die Höhe. Muss man sich da noch wundern, dass deutsche Unternehmen lieber in ausländischen Billiglohnländern produzieren lassen?

Andererseits, auch wenn die Lohnkosten niedrig wären, würden Großunternehmen und Konzerne immer noch versuchen, billigere Arbeitskräfte irgendwo im Ausland zu finden, siehe Naomi Klein, No Logo! – Der Kampf der Global Players um Marktmacht. Und dass dort die Arbeitenden nicht selten ausgebeutet werden, ach, wen interessiert’s?

Made in Germany

Himbeereis mit Sahne

Jedes Kind und wohl die meisten Erwachsenen mögen Eis, also Speiseeis, also Eiscrème. Doch sie alle mögen unterschiedliche Sorten in unterschiedlichen Reihenfolgen gern. Zum Beispiel mag Aishe am liebsten Vanille, am zweitliebsten Schoko und dann Erdbeer; Rudi bevorzugt Pistazie, danach kommt erst mal lange gar nichts, an zweiter Stelle Kirschjoghurt und gleich danach Straciatella. Ja, so verschieden sind halt die Menschen. Jeder hat einen anderen Geschmack und unterschiedliche Vorlieben und Abneigungen.

Ich kann nicht behaupten, dass ich Himbeereis am allerliebsten mag; ich weiß nämlich gar nicht so genau meine Lieblingssorte. Aber ich mag Himbeeren sehr gern, auch Himbeer-Sahne-Torte, und so gehe ich mal davon aus, dass ich auch Himbeereis total gerne mögen würde – wenn es, ja wenn es denn überhaupt mal irgendwo angeboten würde, an Eisbuden oder in Eiscafés. Aber es gibt ja da immer nur Zitrone, Erdbeer, Schokoloade, Vanille und so was, natürlich meistens auch noch Haselnuss, Pistazie und Mokka, aber dann hört es ja schon bald auf.

Wie dem auch sei – ich wollte einfach mal einen Artikel erstellen, bei dem es um ein einziges Thema geht: Himbeereis (am liebsten mit Schlagsahne). Aber das ist mir nicht gelungen. Ich habe über alles mögliche Speiseeis geschrieben.

Himbeereis mit Sahne
Das Himbeereis hat die Schlagsahne rosa gefärbt. Passiert schon mal.

Vanilleeis mit Himbeeren

Himbeeren sind etwas Leckeres, insbesondere wenn sie auf Vanilleeis liegen und heiß sind. Nur das Eis darf natürlich nicht heiß sein, es muss kalt sein, eiskalt sozusagen. Das ist ja das Schöne bei Vanilleeis mit Himbeeren: Dieses Dessert ist sowohl heiß als auch kalt. Wunderbar! Aber wer Bananen lieber mag: auch kein Problem …

Vanilleeis mit Himbeeren
Die Himbeeren haben das Vanilleeis rosa gefärbt. Kann passieren.

Für Thunderbird spenden

Thunderbird ist ein E-Mail-Client, den ich schon seit – hm – Jahren, wenn nicht Jahrzehnten verwende. Er ist kostenlos verwendbar, und die Entwickler legen großen Wert auf Privatsphäre der Benutzer/innen und auf Datenschutz.

Ich habe heute, wie viele andere, (wiederholt) einen kleinen Betrag gespendet, damit diese Software weiterhin kostenlos erhältlich bleiben kann. Macht mit und unterstützt Datenschutz für die Online-Kommunikation!

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