Sackmühle

Kaufe nie die Mühle im Sack

Datenbanklos

2019-04-23 von Torsten in Kategorie In Mühlen wohl fühlen

Es gibt heutzutage etliche datenbanklose Content-Management-Systeme – doch was sind überhaupt die Vorteile, auf eine Datenbank zu verzichten?

Nun, ein Grund könnte sein, dass man einen spärlich ausgestatteten Webhosting-Vertrag hat, der keine Datenbanken beinhaltet. Ein anderer Grund könnte sein, dass man Datenbanken generell nicht mag, sondern die Inhalte lieber als Textdateien vorliegen hat, was natürlich auch die Datensicherung vereinfacht: man muss die Inhaltsdateien lediglich vom Server per FTP auf den eigenen Rechner herunterladen. Im Falle eines Falles kann man seine Inhalte somit auf eine sehr simple Weise wiederherstellen – einfach hochladen und gut ist.

Hier einige solcher Flat-File-CMS, die ich gut finde:

Bludit
FlatPress
Flextype
GetSimple CMS
Grav
Mecha CMS
minim
Typemill
Typesetter

Da dies hier kein Fachblog ist, werde ich nicht näher auf die Stärken und Schwächen der oben genannten Systeme eingehen; Interessierte mögen sich die entsprechenden Websites ansehen und die Systeme vielleicht selbst ausprobieren. Es sei nur so viel gesagt: Nicht alle haben ein Administrations-Backend und nur wenige ermöglichen das Anlegen mehrerer Benutzer. Wer ein umfangreiches Redaktionssystem mit ausgefeilten Benutzerberechtigungen benötigt, sollte doch eher auf datenbankgestützte Lösungen zurückgreifen. Bludit eignet sich meiner Meinung nach aber schon recht gut auch für mittelgroße Projekte.

Die Sackmühle läuft übrigens auf einem CMS mit Datenbankanbindung, nämlich ClassicPress, einem Fork von WordPress. Auf ein datenbankloses Blogsystem umzustellen, wäre wohl mit erheblichem Aufwand verbunden, und den scheue ich. Außerdem verhält sich WordPress seit Jahren stabil, und dasselbe erwarte ich von ClassicPress, also gibt es für mich derzeit keinen Grund zu wechseln. Bei neuen Projekten setze ich jedoch gern auf Bludit.

Veganer Wein

2019-04-22 von Torsten in Kategorie Ganz vorn mit Korn

Ich habe mich einst gewundert, warum auf manchen Weinflaschen »vegan« drauf steht. Weinbeeren sind ja selten tierischen Ursprungs, dachte ich mir. Aber eine Veganerin hat es mir erklärt, und im Stern-Artikel Das Tier im Wein kann man es nachlesen: »Winzer setzen tierische Klärmittel ein, um Weine von Trübstoffen zu befreien und sie zu filtrieren.« Hm, leider sehe ich selten Weine, die das Vegan-Siegel tragen.

Vegetarische Salami

2019-04-21 von Torsten in Kategorie Ganz vorn mit Korn

Es gibt immer mehr vegetarische Wurst-Alternativen, und das finde ich gut so.

Vegetarische Salami

Manchmal findet man sogar vegane Wurst, die also völlig ohne tierische Bestandteile auskommt und trotzdem nach Wurst schmeckt. Warum eine Vegetarierin oder ein Veganer überhaupt nach Fleisch oder Wurst schmeckende Ersatzwaren benötige, wurde ich unlängst gefragt, das sei doch paradox.

Nun, ich denke, für Menschen, die sich seit ihrer Kindheit vegetarisch ernähren, ist so etwas tatsächlich Unsinn. Aber für Leute, die in der Vergangenheit gern Fleisch gegessen haben, jetzt aber darauf verzichten möchten (aus welchen Gründen auch immer), kann vegetarische Wurst eine gute Sache sein, denn sie finden den gewohnten Geschmack vor und haben auf diese Art weniger das Gefühl, auf etwas verzichten zu müssen. Und viele der heute erhältlichen vegetarischen Wurstwaren sind sowohl vom Geschmack als auch von der Konsistenz her so gut wie gar nicht mehr von normaler, fleischhaltiger Wurst zu unterscheiden.

Ich persönlich fahre insbesondere auf die Salzigkeit von Salami total ab. Aber auch andere vegetarische Wurstsorten schmecken mir gut, insbesondere diejenigen der Marke Rügenwalder Mühle. Die Produktpalette wird zudem ständig erweitert. Weiter so! Denn je mehr Fleischesser nach und nach umsteigen, desto besser ist es für die Tiere.

PAN Germany

2019-04-19 von Torsten in Kategorie Mehlwurm auf’m Turm

Heute möchte ich euch einmal auf PAN Germany aufmerksam machen. Es handelt sich um eine gemeinnützige Organisation, die über die negativen Folgen des Einsatzes von Pestiziden informiert und sich für umweltschonende, sozial gerechte Alternativen einsetzt. PAN Germany ist Teil des internationalen Pesticide Action Network (PAN).

Hund als Todesomen verunglimpft

2019-04-17 von Torsten in Kategorie Dinkel im Winkel

Am 13.04.2010 schrieb Torsten an Stefan:

»Ich habe heute von einem Schäferhund geträumt, der die leiblichen Überreste (das Gesichtsfell) eines anderen Hundes in der Schnauze hatte und daran herum knabberte. Vorher waren da zwei große Kaninchen zu sehen, die rammelnd von einer Wiese auf die Straße sprangen, aber dann verwandelten die sich in eben diesen Hund. Manchmal bin ich über mein eigenes Unterbewusstsein erschrocken. Ekelhaft.«

Der Grimm (Im Original: Grim), eine große zottelige Hundegestalt mit auffällig leuchtenden Augen, gilt in magischen Kreisen als Todesomen. Viele fürchten deshalb den Anblick eines derartigen Hundes.
Gefunden unter https://harry-potter.fandom.com/de/wiki/Grimm

Verachtung

2019-04-16 von Torsten in Kategorie Dinkel im Winkel

Sollte man die politischen Rechten, die unsere demokratisch-freiheitliche Grundordnung verachten, verachten? Sicherlich fällt es politisch mittig bis links eingestellten Menschen schwer, das nicht zu tun. Allerdings: verachtet man die Verachtenden, ist man nicht besser. Rechte Hetze ist intolerabel, und dagegen sollte die Stimme erhoben werden. Aber Verachtung?

Wir Demokraten, die es begrüßenswert finden, dass Asylsuchende per Grundgesetz bei uns aufgenommen werden, haben Glück gehabt, in keinem Umfeld aufgewachsen zu sein, das unser Denken so verkorkst hätte, dass wir Fremde hassen, Schutzsuchende anpöbeln, Geflüchtete verprügeln. Bei den Rechten, so verabscheuungswürdig ihre Denkweisen und Taten auch sind, ist irgendetwas richtig schief gelaufen, sonst wären sie wohl nicht so, wie sie sind.

Durch nette Diskussionen kann man sie nicht ändern, das ist klar. Durch auf die Fresse hauen aber auch nicht. Die Gesellschaft muss sich gegen solches Gedankengut schützen, gar keine Frage. Aber wo liegen die Wurzeln? Ich weiß es nicht, ich bin weder Psychologe noch Sozialwissenschaftler. Doch solche weltanschaulichen Dinge sollten diskutiert werden, zum Beispiel in Talkrunden. Den Dialog zu meiden, ist auch keine Lösung.