Sack mir, wo die Mühlen sind

Raus in die Natur und Müll aufsammeln

Ich kann mich noch erinnern, dass ich als recht junger Bursche mit einer Jugendgruppe einmal aufgebrochen bin, um ein Stück Wald in Solingen vom Müll zu befreien. Wir hatten uns einen KLeintransporter geliehen, wenn nicht gar einen 7,5-Tonner, ich weiß es nicht mehr so genau, und haben den Müll zur Müllverbrennungsanlage in Solingen gebracht. Die Lokalpresse berichtete von unserer Aktion.

Das war übrigens kein besonders großer Wald, sondern nur ein sehr kleines Areal, aber was wir da alles so an Müll fanden, war erschreckend. Das muss so um 1980 herum gewesen sein.

Und seitdem ist es ja nicht besser geworden, eher im Gegenteil. Diesen Sommer sah ich auf einem Spaziergang an der Ronsdorfer Talsperre in Wuppertal, dass dort am Waldrand eine immense Menge Hausmüll abgeladen worden war. Leider lassen sich solche asozialen Arschgeigen ja nicht erwischen. Und in meiner Heimatstadt Remscheid ist es inzwischen üblich, dass Restmüll jeglicher Art einfach vor die Glas- und Papier-Sammelbehälter geschmissen wird.

Aber es gibt immer noch Menschen, welche die Stadt oder die Natur von Unrat befreien: Kürzlich bin ich auf den aktuellen Trend namens Plogging durch einen Blogartikel von rebuy gestoßen. Wieder ein neues Kunstwort gelernt: »Der Begriff setzt sich aus dem schwedischen Wort plocka (aufheben, auflesen) und dem Wort Jogging zusammen«, heißt es in dem Artikel.

Natur ohne Müll
Natur ohne Müll