Wir sind so durch den Wind

Setpreis

Ich gehe ganz gern bei netto einkaufen. Das Personal ist immer sehr nett. Außerdem gibt es öfters interessante Sonderangebote. So auch im letzten oder vorletzten Prospekt: etliche Produkte sollten nur insgesamt fünf Euro kosten, bei Abnahme einer bestimmten Anzahl. Da ich ganz gerne Fruchtsaftgetränke oder Nektare zu mir nehme, kaufte ich also ein Sechserpack Cranberry-Getränk und freute mich, vielleicht 50 Cent oder so was zu sparen – ich wusste den Originalpreis einer Einzelflasche nicht oder achtete nicht darauf.

An der Kasse stellte sich dann heraus, dass ich sagenhafte vier Cent beim Kauf dieser sechs Flaschen gespart hatte. Mich darüber zu beschweren, war mir allerdings zu peinlich, und etwas zu trinken brauchte ich ja nun auch mal. Aber: ist das denn jetzt nicht seitens netto – wenn auch sicherlich völlig im Rahmen der Gesetzgebung – ganz nah an der Kundenverarsche? Also, ich meine schon. Und deswegen setzt es Prügel vom Windmühlenflügel.

Setpreis

Der Yeebase-Geek-Stempel

Ich war einst Abonnent der Computerzeitschrift t3n, und als solcher hatte ich das Glück und die Ehre, einen witzigen Stempel zu gewinnen. Und dazu eine von Hand geschriebene Karte zu erhalten (von einem Unternehmen, bei dem es eher um Digitalisierung geht), fand ich richtig nett.

Karte von yeebase

Das ist inzwischen schon so lange her … Beim Aufräumen sind mir die Sachen kürzlich wieder in die Hände gefallen. Ja, und nun möchte ich mich endlich, nach Jahren, auf diesem Wege bei yeebase media für das Präsent, bestehend aus Stempel und Stempelkissen, bedanken!

Stempel »Geek«

Stempelkissen

Gruß nach Hannover!

Deutsch für Anfänger: laktosefreis Eis

Das recht schön gestaltete Visitenkärtchen eines italienischen Eiscafés in Düsseldorf trägt unter anderem den unten abgebildeten Text:

Deutsch für Anfänger: laktosefreis Eis

1° für unsere Vegane und Gluten
milchintollerante Gäste bieten wir Veganes Eis,
Gluten und laktosefreis Eis ohne Farbstoffen

Gut, es ist keine Schande, wenn man als in Deutschland lebender Ausländer die deutsche Sprache nicht hundertprozentig beherrscht – das tun ja noch nicht mal so manche Inländer. Und ich wäre froh, wenn ich nur halb so gut Italienisch sprechen und schreiben könnte, jedoch kann ich es überhaupt gar nicht. Ich weiß nur: Wenn ich zum Beispiel in Italien eine, sagen wir mal, typisch deutsche Frittenbude würde betreiben wollen, dann würde ich mir doch die Werbe- und Infotexte von einem Italiener schreiben oder zumindest Korrektur lesen lassen (na schön: lieber noch von einer Italienerin), damit nicht acht Fehler oder so in einem einzigen Satz vorkommen!

Pfeffer und Karotte

Ein ganz zauberhafter Comic, den es, soweit ich sehen kann, nicht in gedruckter Form, sondern nur im World Wide Web gibt, ist Pepper & Carrot. »Ein kostenloser, freier und quelloffener Webcomic, direkt durch seine Förderer unterstützt, um die Comic-Industrie zu verändern!“, so heißt es auf der Startseite des Webauftritts, wenn man Deutsch als Sprache anklickt. Der Autor verkauft also seine wunderschön gezeichneten Werke nicht, sondern ist auf finanzielle Unterstützung durch Fans und Förderer angewiesen.

Pepper ist eine junge, liebenswerte Hexe, und Carrot ist ihre Katze oder ihr Kater (ich habe das Geschlecht leider nicht herausfinden können). Dieses Tier stellt natürlich öfters mal Unsinn an – wie Katzen halt nun mal so sind. Hexe und Katze erleben, wie ihr euch denken könnt, diverse Abenteuer; zum Beispiel gewinnt Pepper mit einer Urinprobe ihrer Katze vom letzten Tierarztbesuch den Zaubertrankwettbewerb …

Wer mag, kann den Comiczeichner David Revoy per Patreon unterstützen.

Pepper & Carrot
© David Revoy

Fröhlichkeit ist eine gute Sache

Fröhlichkeit ist eine gute Sache, und wer würde sich denn nicht in einer guten Stimmung befinden wollen, nicht wahr? Also, lass den Sonnenschein in dein Herz hinein. Lächele, lache, erzähle lustige Sachen und springe verrückt herum. Ja, du kannst heute damit anfangen, jetzt sofort! Keine Panik, das klappt schon, werde einfach fröhlich und glücklich in Nullkommanichts!

Closed for Non-Twoday-Blogger

Wenn man sich im oder durchs WWW bewegt, stößt man gelegentlich auf Kuriositäten jeglicher Couleur.

Ja, es kann Gründe geben, ein Blog oder eine Website nur bestimmten Personen zugänglich zu machen, etwa durch Passwortschutz. Wenn aber etwa ein Blog unter den Fittichen des Bloganbieters Twoday nur für bei Twoday angemeldete Benutzer zugänglich sein soll – ich also gezwungen werde, mich dort anzumelden, nur um wenig geheimnisvolle Blogbeiträge zu lesen – dann ärgert mich das: »Sorry, we’re closed for Non-Twoday-Blogger. To view this blog, please login to your Twoday account.«

Sorry, we’re closed for Non-Twoday-Blogger.

Lächerlich wird so etwas aber dann, wenn man diese Zwangsanmeldung ganz einfach dadurch umgehen kann, dass man JavaScript im Browser deaktiviert, zum Beispiel durch das Plug-in Quick Javascript Switcher für Browser, die auf der Chrome-Engine basieren, wie Vivaldi oder Opera, um nur zwei zu nennen.

So, nun weiß ich gar nicht so recht, welcher Kategorie ich diesen Artikel zuordnen soll. Ich denke, »Prügel vom Windmühlenflügel« passt ganz gut; erstens, weil ich Zwangsregistrierungen nicht mag, und zweitens, weil eine Zugangsbeschränkung per JavaScript nicht wirklich eine ist, wenn sie so leicht umgangen werden kann.

So, nun lege ich mich erst mal wieder hin: Blogartikel zu schreiben ist etwas verdammt Anstrengendes. So ähnlich, wie Zugangsbeschränkungen einzurichten.