Nun musste endlich per Gerichtsurteil offengelegt werden, welchen Lobbyisten die Fraktionen im Bundestag Zugangsausweise ausgestellt haben, wie kürzlich im Magazin der Freitag zu lesen war. Denn erfolgreich geklagt hatte Der Tagesspiegel. Die Lobbyisten-Liste kann man sich als PDF-Datei herunterladen.
Ganz interessant ist es, zu vergleichen, welche Bundestagsabgeordneten welche Interessenvertreter zu sich einladen. Die größte Diskrepanz besteht natürlich zwischen CDU und DIE LINKE. Erstere Partei lässt sich besonders gern von Interessenvertretern einiger recht übler Wirtschaftsunternehmen »beraten« (Waffenhersteller, Allianz-Versicherung etc.). Letztere Partei hingegen favorisiert eher soziale Organisationen.
Dass überhaupt die Interessen gerade der Großunternehmen und Konzerne auf so direkte Weise Einfluss auf die Politik nehmen können, finde ich ein Unding. Es wäre schön, wenn die Stimme des Volkes genauso viel Gehör im Bundestag finden würde – man denke an die vielen Unterschriften und massiven Demonstrationen gegen die diversen in Planung befindlichen demokratiefeindlichen Freihandelsabkommen. Dass das nicht so ist, dafür gibt es Prügel vom Windmühlenflügel.