Mehl ins Getriebe

Zitat der Woche: Armut und Hunger

»Armut und Hunger haben ein und dieselbe Ursache. Sie sind Ausdruck desselben Raubzuges, derselben Plünderung. Hauptursache für den Hunger in der Welt ist der Reichtum: die Tatsache, dass einige wenige sich nehmen, was viele andere dringend benötigen, einschließlich der Nahrung.«

– Martín Caparrós, Autor (Der Hunger – Wie zum Teufel können wir weiterleben, obwohl wir wissen, dass diese Dinge geschehen?, Suhrkamp, ISBN: 978-3-518-42512-1)

Biospargel

Heute auf dem Wochenmarkt: Ich hatte Spargel vom Stand gekauft, an dem groß »Bio-Spargel« dran stand, mit dem sechseckigen Siegel Bio nach EU-Öko-Verordnung daneben. Als ich gerade bezahlt und mich vom Verkäufer, einem jungen Burschen, verabschiedet hatte, trat ein Interessent an den Stand und fragte den Verkäufer, was denn eigentlich der Unterschied zwischen herkömmlichem und Biospargel sei.

Da geriet der Befragte ins Stottern und stammelte, die genauen Abläufe seien ihm ja auch nicht bekannt, er sei nur hier am Stand eingesetzt. Ob der Kunde weiter gefragt und letztendlich gekauft hat, habe ich nicht mehr mitbekommen. Aber ich kann mir vorstellen, dass der Interessent den Stand ohne zu kaufen verlassen hat.

Wie schade – mit guten Argumenten (keine chemischen Düngemittel, keine giftigen Pflanzenschutzmitttel, gesünder für Sie) könnte man sicherlich neue Kunden gewinnen. Aber wenn das Verkaufspersonal nicht geschult ist und so gar keine Ahnung hat von dem, was es verkauft – ja, was soll man dazu sagen? Es fördert nicht gerade den Umsatz und ist im schlimmsten Fall geschäftsschädigend.

Spam: How goes it?

»How goes it, I am alone adorable lass, searching funny man friend to hang out ;D
Where are you from, do you speak english?

reply me if you would like to see photos of me. See ya )«

– Aus einer Spam-Mail

Einfach nur schlecht.

100 Prozent vegan?

Immer mehr Supermärkte führen inzwischen vegane Fertiggerichte. Nun, ich bin kein Veganer und auch kein konsequenter Vegetarier, aber ich esse sehr wenig Fleisch und möchte mehr und mehr auf tierische Produkte verzichten, und deswegen schaue ich immer mal nach veganen Speisen Ausschau. Die Falafel-Bällchen, die ich neulich als Fertiggericht gekauft habe und die als 100 % vegan deklariert waren, schmeckten auch sehr gut. Aber wenn jemand sich streng vegan ernährt, müsste ihm oder ihr der Hinweis auf der Rückseite der Verpackung doch sauer aufstoßen, nämlich dass das Produkt Spuren von Hühnerei und Milch enthalten kann. Das ist produktionsbedingt – schon klar. Aber hundert Prozent heißt für mich eigentlich hundert Prozent. Oder?

Soziales Mineralwasser

Der letzte Newsletter der Druckerei dieUmweltdruckerei, wo ich mein geschäftliches Briefpapier habe drucken lassen (ich bin ja nicht nur privater Blogger, sondern auch selbstständiger Mediengestalter), wies mich auf einen Blogartikel hin, in dem es um die Thematik Trinkwasser geht: Wasser – ein omnipräsentes Luxusgut?.

Und über eben diesen Blogartikel habe ich von einem sozialen Mineralwasser erfahren. Bei diesem Viva con Agua Mineralwasser geht es darum, durch die Verkäufe von Mineralwasser Trinkwasser- und Hygiene-Projekte in Ländern zu unterstützen, in denen der Zugang zu sauberem Trinkwasser nicht so gegeben ist wie bei uns in Deutschland. Kooperationspartner ist die Welthungerhilfe. Gute, lobenswerte Geschäftsidee, wenn alles so stimmt, wie auf der Website angegeben.

Sozial- und umweltverträgliche Geschäftsideen nehmen ja stark zu seit einigen Jahren. Und auf faire Art und Weise Geld zu verdienen, ist legitim und sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Solchen kleinen und mittelständischen Unternehmen gönne ich gute Umsätze und gute Gewinne, im Gegensatz zu denjenigen Konzernen, die sich rücksichtslos und ausbeuterisch verhalten.

Frühling? Welcher Frühling?

Das kann es doch echt nicht sein! Was ist denn los dieses Jahr? Ende April und immer noch kein warmes, sonniges Wetter? Ja gut, es gab gelegentlich mal zwei sonnige, warme Tage am Stück, aber meistens ist es doch kühl und bewölkt. Gestern hat es sogar geschneit, wenn auch nicht viel. Ich erinnere mich an die Jahre in der jüngeren Vergangenheit, in denen es aber im März schon so sonnig und warm war, dass ich schön zum Fotografieren raus gegangen bin. Dieses Jahr war’s ja Essig damit. Aber ganz echt, so Ende April könnte es doch mal langsam freundlicher werden.