Heute habe ich nach längerer Zeit mal wieder eine ganz bestimmte scharfe asiatische Tütensuppe gegessen. Die war bei meinen Kollegen, damals während meiner Umschulung, regelrecht berüchtigt. Es gibt sie in verschiedenen Geschmacksrichtungen: Hühnchen, Ente, Shrimp und Shrimp extrascharf. Mein Favorit: die letzte.
Doch selbst die eher milde Hühner-Variante war meinen Kollegen noch zu scharf. Ich bekam dann manchmal deren Würzpulver geschenkt, das diesen Suppen immer beiliegt, und ballerte das zusätzlich noch in meine Suppe hinein.
Heute also habe ich mir mal wieder so eine ultrascharfe Suppe rein gezogen. Und da kamen Erinnerungen auf an damals, und wieder brannte meine Zunge, und wieder musste ich mir die Nase putzen. Zweimal.
Aber ich muss gestehen: Mir schmeckt diese Suppe heutzutage gar nicht mehr so richtig gut. Und die Schärfe finde ich auch etwas übertrieben. Natürlich kann man sich cool fühlen, wenn man so was aushält, ohne spucken zu müssen. Aber wenn keiner da ist, der einen bewundert, warum soll man sich das dann antun?
Doch das Brutalste, ja das Ultrabrutale an dieser Tütensuppe ist, dass sie auch noch so fett ist, was bei meiner Tendenz zum etwas zu dicken Bauch sicherlich nicht gut ist (ich bin gerade noch so am Rand des Normalgewichts oder schon ein bisschen im übergewicht-Bereich). Lässt man aber diese zähflüssige Substanz weg, die neben dem scharfen Pulver ebenfalls der Suppe beigepackt ist, fehlt irgendwie auch ein bisschen der Geschmack.
Ich werde den Mist einfach nicht mehr kaufen. Lieber wieder mehr Gemüse und Obst.