Sackmühle

Mehl ins Getriebe

Die Kunst des Zauberns

2018-04-30 von Torsten in Kategorie Mehlwurm auf’m Turm

Das Zaubern ist eine hohe Kunst, glaube ich. Und ich meine jetzt nicht diesen Illusionskram, oder wie man das nennt, sondern die echte Zauberei. Also, anders gesagt, nicht diese Tricks mit Ablenkung der Zuschauer und Einsatz von Spiegeln und Hologrammen und solchem technischen Kram, sondern echte Magie.

Ja, ihr zeigt mir jetzt wahrscheinlich einen Vogel und denkt: Wie kann der an so was glauben! Doch, Freunde der Nacht, eure Schulweisheit klammert so einiges Zeug aus, das (angeblich) nicht sein kann, weil es nicht sein darf und weil es noch keiner so genau gemessen und nachgewiesen hat. Jedenfalls gibt es Magier (ja, der Plural von Magier ist Magier, was ich bescheuert finde, aber es ist laut Duden nun mal so), denen die Zauberkunst quasi in die Wiege gelegt worden ist.

Ein vierjähriger Bub hat zum Beispiel den Zauberspruch »Hoetus Poetus … puss puss puss … hek – hek« angewendet, und seitdem ist seine Mutter dazu verdammt, ein Weblog namens Hoetus Poetus zu betreiben. Ich glaube, ihr ist gar nicht bewusst, dass sie verhext worden ist und bloggen muss, nicht will, aber … na ja – sind wir nicht alle ein bisschen fremdgesteuert?

2 Antworten zu »Die Kunst des Zauberns«

  1. HoetusPoetus sagt:

    … und OB wir das sind – fremdgesteuert !

    Bewusst oder unbewusst spielt dabei keine große Rolle, denn diejenigen, die behaupten, es sei nicht so, sind diejenigen, die unbewusst fremdgeuert sind ; )

    und sollte Dir tatsächlich jemand einen Vogel zeigen so stelle ich mich schützend an deine Seite. Denn es gibt sie: die wahren Magier! – Leider gibt es viel zu viele Leute, die echte Magie nicht sehen oder als solches nicht erkennen. ABER es gibt sie – ich sehe sie jeden Tag in meinem Bub!

    zauberhafte Grüße
    Katja

  2. Torsten sagt:

    Hallo Katja,

    ich bin froh, dass du meinen leicht satirischen Artikel so nett kommentiert hast, vielen Dank!

    An Magie im engeren Sinne glaube ich übrigens nicht, aber ich bin überzeugt, dass unser Innenleben irgendwie mit der Außenwelt – hm, sagen wir mal: in Verbindung steht und dass sich beide gegenseitig beeinflussen. Dass die äußeren Umstände sich auf Menschen auswirken, auf ihre Gedanken, Gefühle und Taten, wird wohl allgemein als gegeben angesehen. Der umgekehrte Fall, dass also neben den Taten eines Menschen auch die Gedanken und Gefühle gewisse Auswirkungen auf die Welt haben, vielleicht nicht nur die unmittelbare Umgebung, wird hingegen manchmal als Esoterik oder Hirngespinst abgetan.

    Wie auch immer – den (wohl selbst ausgedachten) Zauberspruch deines Sohnes, als er gerade mal vier Jahre alt war, fand ich total witzig und musste ihn am Abend in der Küche immer wieder selbst aussprechen. Er klingt einfach schön.

    Vielleicht verzaubert ja dein Sohn, wenn er erst einmal Jugendlicher oder Erwachsener ist, die Welt zum Positiven hin, mit vielen anderen kleinen oder großen Zauberern und Zauberinnen …

    Liebe Grüße
    Torsten

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