Ich habe dich geliebt,
als ob es keinen
Morgen gibt.
– Spruch auf einem öffentlichen Holztisch in Bensberg, von mir entdeckt in 1998
Ich habe dich geliebt,
als ob es keinen
Morgen gibt.
– Spruch auf einem öffentlichen Holztisch in Bensberg, von mir entdeckt in 1998
Essen aus der Region ist ja irgendwie angesagt, und in Supermarkt- oder Discounter-Prospekten werden Lebensmittel aus der Heimat gern besonders hervorgehoben. Netto ist aber ein kleiner Fehler unterlaufen. Denn wenn Spargel aus Spanien hier in Deutschland mit Heimat übertitelt wird, dann passt das meiner Meinung nach nicht so ganz zueinander.
Ein bisschen Konzentration beim Erstellen der Prospekte, bitte!
Blumen sind was Schönes, wenn sie gerade blühen, und Rosen werden von vielen Menschen als besonders hübsch empfunden. Wenn die Blüten dann sogar noch zweifarbig sind – wunderbar!
Doch was, wenn so eine Rose genau zwei Blüten trägt? Ist das viel oder wenig? Und wieso muss der Werbeprospekt extra betonen, dass es sich um farbige Blüten handelt? Ja, wie sollen sie denn sonst sein? Schwarz-weiß etwa? Grau abgestuft?
Rose 'Nostalgie'
Zwei farbige Blüten,
im 5-l-Topf
– Aus einem Werbeprospekt
Ach, ich muss jetzt aber doch mal wieder lästern. Was man im WWW immer wieder so an sprachlichen Entgleisungen findet, das ist schon – ich weiß nicht: belustigend, erschreckend?
Bin mit der Artikel unzufrieden es hat meine er Wartungen nicht er fühlt und ich würde es keinen empfehlen
– Aus einer Bewertung auf einer bekannten Auktionsplattform
Nun, Johann Wolfgang von Goethe sagte schon: »Wenn ihr’s nicht fühlt, ihr werdet’s nicht erjagen«, aber dieses Zitat ergibt in dem Zusammenhang hier irgendwie auch keinen Sinn. Ich empfehle jedenfalls, einen Deutschkurs zu besuchen, deutschsprachige Bücher zu lesen und sich im Übrigen einfach mal ein bisschen anzustrengen beim Schreiben, ohne der Autokorrektur zu sehr zu vertrauen. Die ist nämlich in aller Regel besonders strunzdumm.
Es passiert immer wieder: irgendwer lässt nach den getätigten Besorgungen den Merkzettel einfach im Einkaufswagen liegen.

Was haben wir denn diesmal? Nun, viel Durchgestrichenes. Hat die einkaufende Person das in den Wagen gelegt und auf dem Zettel durchgestrichen, um es nicht erneut aus dem Regal zu greifen?
Nein, ich vermute, man hat es sich kurzerhand anders überlegt. Die Katze will man sowieso im Tierheim abgeben, da braucht man jetzt auch kein Katzenstreu mehr. Und warum Kartoffelsalat, Fleischwurst und geräucherte Forellen kaufen, wenn man doch einfach mit Feuertopf oder Ravioli vorlieb nehmen kann. Und die Forelle war ja eigentlich auch nur für die Katze gedacht gewesen. Wiener Würstchen, au ja, wenn man schon die Fleischwurst gestrichen hat. Nudeln dazu und Bananen als Nachtisch. Doch da an vorletzter Stelle, was ist denn das noch mal? Zunge, Zange, Junge, Quäse? Hm, keine Ahnung. Kann man ja auch noch durchstreichen. Ach, wie schön leicht die Einkaufstasche heute wieder sein wird!
Und wieder einmal habe ich einen im abgestellten Einkaufswagen liegen gelassenen Einkaufszettel gefunden.

Erst mal Leergut abgeben. Und aufgepasst, einkaufen geht weder am Karfreitag noch am Sonntag noch am Ostermontag, also muss das am Samstag erledigt werden.
Aber – ist das nicht ein bisschen wenig für über Ostern, zwei Tüten Chips und sonst nichts Essbares? Ich meine, na gut, vielleicht kann man auch die Küchenrollen und irgendwelche Tücher essen, wenn die Chips beim fernsehen zu schnell alle geworden sind. Ein bisschen Speiseöl und Salz wird man wohl noch im Haus haben, und dann schmeckt das Papier möglicherweise fast schon wie Chips. Ach ja, Zucker muss noch mit dazu, ganz viel davon, wie das halt heutzutage so üblich ist bei Chips. Und überhaupt bei allem industriellen Fertigfraß.
Wenn ich bei eBay nach Computer-Arbeitsspeicher, auch RAM genannt, suche und eines der Angebote ein T-Shirt zeigt, dann frage ich mich schon noch, ob der Anbieter oder die Anbieterin weiß, wie der Kirchturm steht. Nicht, dass am Ende noch ein Toaster geliefert wird.