Sack mir, wo die Mühlen sind

Ein Schiff, das nicht kentern kann

Schiffe, so wissen wir, kentern ja schon mal. Das kann vorkommen, sollte und darf aber eigentlich nicht vorkommen, weil dadurch Menschen und Fracht in Mitleidenschaft gezogen werden. Deswegen bin ich hergegangen und habe ein Schiff konstruiert, das nicht kentern kann. Der Rumpf ragt nämlich extrem tief ins Wasser hinein, und das ergibt eine erhöhte Stabilität gegen die Gefahr des Umkippens.

Ein Schiff, das nicht kentern kann

Jetzt könntet ihr natürlich sagen, dass der Rumpf aber zum Beispiel von Haien angeknabbert werden könnte, und es könnten gar Löcher hinein gefressen werden. Falsch! Durch das von mir entwickelte titanverstärkte Karbon mit Chrom-Vanadium-Ummantelung kann auch der spitzzähnigste Hai nicht durchkommen.

Das Schiff sei aber viel zu schwer, werft ihr ein, und es würde aufgrund des Gewichts versinken? Auch falsch! Wenn das Meer nur groß genug und mit genügend viel Wasser gefüllt ist, kann das nicht passieren. Dieses physikalische Gesetz jetzt im Detail zu erklären, würde an dieser Stelle freilich zu weit führen, und ihr habt ja hoffentlich damals in der Schule in Physik genügend gut aufgepasst, um diese Dinge hier zu verstehen.

Gleich morgen fahre ich nach München und melde meine großartige Erfindung zum Patent an.

Haus

Das ist mein Haus.

Haus

Es hat nur eine Etage, und zwar das Erdgeschoss. Die Wohnung ist sehr niedrig, das empfinde ich als ein bisschen nachteilig. Dafür ist das Dach sehr hoch. Aber das nützt mir irgendwie nicht so richtig was. Lieber wäre es mir, wenn meine Zimmerdecke ein wenig höher positioniert wäre, sodass ich nicht immer den Kopf einziehen oder mit gebeugtem Rücken durch die Zimmer laufen müsste.

Wenn ich mal reich bin, kaufe ich mir ein neues Haus. Oder lasse das bestehende Haus irgendwie umbauen. Na ja, neu bauen wird wohl billiger kommen. Schauen wir mal. Ich bin ja noch jung. Ich überlege mir das alles noch genau.

Ach ja, und Fenster möchte ich auch endlich mal haben.

Fruping zum Verfeinern von Obst

In einem Netto-Prospekt sah ich neulich unter der Rubrik Löwenstarke Deals ein Produkt namens Fruping. Dabei handelt es sich um ein aromatisches Zeug in einer Art Pulver- oder Granulatform, das man sich in verschiedenen Geschmacksrichtungen übers Obst streuen kann. Die Hersteller dieser aromatischen Mischungen betreiben auch eine sehr hübsch gestaltete Website: https://www.fruping.com.

Die Idee zum Produkt

Die Idee zu dem Produkt kam den beiden Startup-Jungs, wie sie schreiben, in ihrer Studienzeit, als sie beschlossen, statt ungesundem Süßkram lieber gesundes Obst zu naschen. Nur fanden sie den Obstgeschmack wohl auf Dauer langweilig – ein Apfel schmeckt halt immer wie ein Apfel, beispielsweise.

Und so entstand die Idee, das Obst geschmacklich ein wenig aufzupeppen. Daraus ist dann letzten Endes das Produkt Fruping geworden. Bislang gibt es drei Geschmacksrichtungen, nämlich Kokos mit Kakao, Chili mit Limette und Hibiskus mit Kokos.

Kleinerer Kritikpunkt

Ich will nicht zu streng ins Gericht gehen, denn neue, frische Ideen junger Leute finde ich prinzipiell erst mal gut, und viele Startups bemühen sich ja auch, nachhaltige und Ressourcen schonende Produkte auf den Markt zu bringen.

Aber ich muss in diesem Fall hier sagen, dass ich noch nie den Gedanken hatte, dass zum Beispiel Äpfel ja auf Dauer so furchtbar langweilig schmecken. Ich meine … es gibt doch verschiedene Sorten. Meine Lieblingssorte ist Elstar, aber ich mag auch Braeburn, Gala und Cox Orange. Die schmecken alle ein wenig anders.

Nun habe ich mich allerdings auch vor einiger Zeit vom Zuckerkonsum befreit, was sich äußerst positiv auf meine Geschmacksnerven ausgewirkt hat. Ich schmecke also Unterschiede zwischen verschiedenen Apfelsorten, wenn auch recht subtile. Und wenn ich Äpfel leid bin, kaufe ich halt Birnen, Pflaumen, Kirschen, Pfirsiche und so weiter und so fort. Das kann ja gar nicht langweilig werden, geschmacklich betrachtet.

Größerer Kritikpunkt

Aber nun gut. Mein größerer Kritikpunkt ist jedoch der Preis. Einen Kilogramm-Preis von € 110,37 oder auch € 99,96 finde ich mehr als heftig. Wenn mir das Obst, so wie es ist, geschmacklich nicht genügen sollte, ja dann kann ich mir doch Kokosraspel und Kakao, und weiß der Geier was, ziemlich billig kaufen und auf mein Obst oder in meinen Joghurt oder mein Müsli streuen.

Wozu brauche ich da eine Fertigmischung für einen Preis, der für die Superreichen dieser Welt wohl nicht der Rede wert ist, für Normalverdiener und Niedriglohnempfängerinnen jedoch, bei näherer Betrachtung und genauerer Überlegung, wohl kaum in Frage kommen dürfte.

Schlussüberlegung

Andererseits: Es wird ja am laufenden Band gemeckert, gejammert und geheult, wie teuer alles angeblich geworden ist. Und dann kaufen genau diese Meckerer Kaffeekapseln, um nur ein Beispiel zu nennen. Mit so einem Einkaufsverhalten käme auch ich wohl nur schlecht mit meinem Geld zurecht.

Wie verblödet also ist die Menscheit? Eine Frage, die ich mir immer wieder stelle.

Fremder Einkaufszettel (4)

Komisch: Nachdem ich einmal einen fremden Einkaufszettel in meinem Einkaufswagen gefunden hatte, fallen mir immer wieder solche liegen gelassenen Notizen auf. Und immer finde ich seltsam, was darauf geschrieben wurde.

Fremder Einkaufszettel (4)

Müllbeutel, Toilettenpaper, Joghurts, Bananen

– Fremder Einkaufszettel, von mir gefunden am Samstag, dem 20. Mai 2023

Wir haben Samstag, also muss man irgendwie über den Sonntag kommen, an dem die Geschäfte ja geschlossen haben. Einen knurrenden Magen möchte zumindest ich nicht haben, aber andere Menschen begnügen sich offensichtlich mit Joghurt und Bananen, was sich für mich nicht so furchtbar sättigend anhört. Aber vielleicht haben solche Leute den Kühlschrank, die Tiefkühltruhe und die Kellerregale voll mit Nahrungsmitteln, wer weiß.

Also gut, zugegeben, ich habe auch den Kühlschrank ziemlich voll momentan. Richtig voll sogar, rappelvoll. Trotzdem habe ich weder Bananen noch Joghurt gekauft, sondern … ach, ich weiß es schon kaum noch. Käse, glaube ich. Ach ja, und Fleischtomaten. Und heute Vormittag – na gut, es war eher Mittag – eine Basilikum-Pflanze vom Wochenmarkt. Joghurt habe ich nämlich noch im Kühlschrank, und Bananen mag ich nicht besonders. Und wenn ich doch mal welche essen möchte, kaufe ich nur Bio-Bananen, weil die nicht mit Pestiziden verseucht sind.

Kurzum: Muss ja jeder selber wissen, was er oder sie am Wochenende verspeisen will. Mancher kommt halt mit Joghurt und Bananen aus. Meinetwegen. Ist ja nicht meine Angelegenheit.

Ein See in der Nähe von Bensberg

Ein See in der Nähe von Bensberg

Ein See von Bensberg aus Richtung Refrath. Von Refrath kommt man auch wieder nach Bergisch Gladbach.

– Handschriftliche Notiz auf einer meiner Fahrten durchs Bergische Land im Jahr 1998.

Lange Zeit habe ich ein Auto gehabt. Seit 2010 oder so aber nicht mehr. Klar, ich bin viel rumgefahren damals und habe eine Menge gesehen. Doch hätte ich auf das Auto und die Rumgurkerei verzichtet und das Geld weiter in die private Rentenversicherung eingezahlt, dann könnte ich heute, mit 62 Jahren, schon locker in Rente gehen. Scheiße.