Mehl ins Getriebe

Sterbende heile Welten

2012-11-17 von Torsten in Kategorie Treu bis in die Spreu

Ja also, ich habe hier 21 Feed-Abonnenten, das sind nicht wirklich so unheimlich viele. Diese Wenigen möchte ich aber auch nicht mit grauenvollen Artikeln über Mörderpärchen und so was verprellen. Nein, die Sackmühle soll eine heile Welt präsentieren, die unterhaltsam, harmlos und richtig lieb und nett ist.

Und schließlich sehne ich mich ja auch selbst nach heilen Welten. Schlimm, wenn man eine gefunden hat und diese dann bald schon stirbt.

So ergeht es mir nämlich gerade mit dem Browsergame Glitch. Dort lebt man in einer Welt, die durch und durch gut ist. Die Spieler sind angehalten zu kooperieren, um Ziele zu erreichen und Vorgaben zu erfüllen. Man kann einem anderen Spieler das, was er oder sie mühevoll aufgebaut hat, kaum zerstören. Und wenn es doch mal passiert ist, hat man die Möglichkeit, beim Wiederaufbau zu helfen. Tiere laufen frei herum und werden nicht geschlachtet, sondern gestreichelt und liebkost. Und man erhält Vorteile, wenn man den Giganten (Giants) huldigt und ihnen Dinge spendet – sie sind also so eine Art Gottheiten.

Ja, und diese heile Welt ist nun dem Untergang geweiht. Die Betreiber geben an, dass sie sehr viel Zeit, Mühe und Liebe investiert hatten, um so eine Welt, so ein Spiel zu kreieren – dass man aber besser genauso viel Energie hätte darauf verwenden sollen, diese ganze Sache auch finanziell einträglich zu machen.

Was soll ich sagen. Ich bin traurig. Und es zeigt mir, dass man von Idealismus alleine nicht leben kann.

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