Kaufe nie die Mühle im Sack

Machenschaften

2013-03-28 von Torsten in Kategorie Prügel vom Windmühlenflügel

Als Blogger muss man genau darauf achten, was man schreibt und vor allem, wie man es schreibt. In Blogbeiträgen angegriffene Unternehmen sind halt bisweilen sehr abmahnfreudig.

Heute schreibe ich über eine Europäische Firma, die Webdesign-Dienstleistungen verkauft.

Geworben, zumindest beim Erstkontakt, wird mit der kostenlosen Erstellung einer Website. Sie soll sich durch Verlinkungen/Werbung tragen. Erst später wird der Interessent informiert, dass nach der Erstellung eine monatliche Gebühr für Hosting und Pflege erhoben wird. Diese beträgt 150 Euro (manchmal werden auch 170 Euro genannt).

Das sind also 1800 Euro oder mehr pro Jahr! Für einen solchen Betrag – aber nur als einmalige Bezahlung für die Erstellung, nicht als Jahresgebühr – würde man bei wohl jeder professionellen Webdesign-Agentur einen fetten Webauftritt bekommen!

Und gehört habe ich sogar von Vierjahres-Verträgen, wodurch sich die Kosten für die Website auf 8160 Euro summieren würden. Das ist alles andere als ein marktüblicher Preis. Denn das Webhosting an sich bei jedem x-beliebigen, seriösen deutschen Hoster schlägt nur mit rund 100 Euro pro Jahr zu Buche (bei Standard-Leistungsumfang).

Weitere Informationen:
www.kanzleikompa.de
netzpolitik.org

Natürlich sind viele Gegendarstellungen zu den Negativberichten im Netz zu finden. Ob diese lobhudelnden Artikel tatsächlich von unabhängigen Bloggern oder zufriedenen Kunden stammen, mag jeder selbst entscheiden.

2 Antworten zu »Machenschaften«

  1. Violine sagt:

    Ich prügel gleich mit mit meinem Geigenbogen!

    Ich würde ja sagen, diese Masche ist typisch für die allgegenwärtige Billig-will-ich-Mentalität mit gleichzeitigem Gross-rauskommen-Wollen. Sowohl beim Kunden als auch beim Anbieter.

  2. Torsten Sackmüller sagt:

    Ja, oder du spielst ihnen stundenlang Dissonanzen vor gemäß deinem Motto »mal schräg und mal schön«, während du in diesem Fall aber eben nur schräg spielst, sodass ihr ganzes verfluchtes Unternehmen dem Wahnsinn verfällt. Obwohl – die ganze Wirtschaft ist im Grunde ja eh schon wahnsinnig genug.

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