Läuft wieder

2015-02-28 von Torsten

Nachdem die Sackmühle gezwungen war, in Untätigkeit zu verharren, läuft sie nun seit Samstag Nachmittag wieder. Mein Webhoster hatte irgendwelche Schwierigkeiten mit dem Datenbank-Management-System gehabt. Erstaunlich, dass der Fehler an einem Samstag behoben wurde, aber so muss es ja auch sein. Websites müssen halt ständig erreichbar sein. Bei privaten Blogs wie diesem hier ist es gewiss nicht tragisch, wenn sie mal ausfallen; aber im Falle von gewerblichen Websites mit Online-Shop kann ein Stillstand von mehreren Stunden schon gravierende Umsatzeinbußen bedeuten. Nun gut, das betrifft die Leserinnen, Leser und meine Wenigkeit hier in der Sackmühle nicht und kann uns egal sein. Wir freuen uns einfach, dass alles wieder gut ist, die Sonne heute scheint und die Welt trotz aller Probleme doch irgendwie schön ist.

Minus 1

2015-02-28 von Torsten

»Ein leerer Bus kommt an eine Haltestelle, zehn Fahrgäste steigen ein. An der nächsten Haltestelle steigen elf Menschen aus, und der Bus fährt weiter. Drei Wissenschaftler kommentieren das Geschehen.
Biologe: ›Ganz einfach! Die Fahrgäste haben sich vermehrt.‹
Physiker: ›Zehn Prozent Messtoleranz müssen immer drin sein.‹
Mathematiker: ›Wenn jetzt einer einsteigt, ist der Bus leer.‹«

– Autor unbekannt

Auf den ersten Blick lustig, der Witz. Aber nach dem zweiten Durchlesen (oder zwölften, ich weiß nicht mehr) drängen sich folgende Fragen meinem unglaublich agilen Gehirn auf:

  1. Wenn die Wissenschaftler eingangs den Bus an Haltestelle A (wie wir sie mal nennen wollen) und die dort zusteigenden Fahrgäste beobachten, und wenn sie ihre Beobachtung mit dem Geschehen an Haltestelle B vergleichen – wie sind sie selbst dann in der kurzen Zeit zur zweiten Haltestelle gelangt?
  2. Wenn der Bus zunächst leer war und an der nächsten Haltestelle ein Fahrgast mehr aussteigt als vorher Fahrgäste eingestiegen sind, haben die Wissenschaftler dann zusteigende Fahrgäste an Haltestelle B übersehen?
  3. Und wo ist der Chemiker?

Berater

2015-02-27 von Torsten

Hier schnell noch ein Witz, bevor ihr heute, am Freitagnachmittag, alle früh Feierabend macht und ich mich wieder hinlege:

»Ein Unternehmensberater und ein IT-Berater sitzen im Flugzeug nebeneinander.
Dem Management-Berater ist langweilig, er fragt seinen Nachbarn, ob er Lust auf ein Spiel hat: ›Ich stellen Ihnen eine Frage. Falls Sie die Antwort nicht wissen, zahlen Sie mir fünf Euro. Dann stellen Sie mir eine Frage. Wenn ich sie nicht beantworten kann zahle ich fünf Euro.‹
Der IT-Berater lehnt ab und dreht sich zur Seite, um zu schlafen. Doch der Unternehmensberater gibt nicht auf. »Okay, um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern, machen wir es so: Falls Sie die Antwort nicht kennen, zahlen Sie fünf Euro; falls ich sie nicht kenne, zahle ich 50 Euro.‹ Nun wird der IT-Berater hellhörig und willigt ein.
Der Unternehmensberater beginnt: ›Wie groß ist die Entfernung zwischen Erde und Mond?« Der IT-Berater zuckt mit den Schultern, nimmt seinen Geldbeutel und gibt dem Nachbarn die vereinbarten fünf Euro.
Nun ist er an der Reihe: ›Was klettert den Berg auf drei Beinen hinauf und geht auf vier Beinen wieder herunter?‹, fragt er.
Der Management-Consultant ist ratlos. Er fährt sein Notebook hoch, loggt sich ins Netz ein, durchstöbert das Web, besucht Foren und Wissensdatenbanken und durchforstet Blogs, wissenschaftliche Wikis und Online-Lexika. Ohne Erfolg. Nach Stunden, der IT-Berater war schon wieder eingeschlafen, weckt er seinen Kollegen und überreicht im geknickt die versprochenen 50 Euro.
Der IT-Berater nimmt den Schein wortlos an, steckt ihn ein und dreht sich wieder zur Seite, um weiterzuschlafen. »He‹, ruft der Unternehmensberater. ›Wie lautet die Antwort?‹
Der IT-Berater wendet sich ihm zu, zückt erneut die Geldbörse, gibt ihm wortlos fünf Euro und dreht sich wieder zur Seite, um weiterzuschlafen.«
– Autor unbekannt

Deutsch für Anfänger: Trickfilm

2015-02-27 von Torsten

»Auf einer Website habe ich ein Video gesehen. Das Video beschreibt als Trinkfilm das Prinzip des […]«
– Aus einer E-Mail

Große Kunst

2015-02-27 von Torsten

Mit diesem Werk mit dem Titel »Große Kunst« möchte ich auf die Missstände in unserer Gesellschaft aufmerksam machen. Die spitzen Formen und grellen Farben, die hart aufeinander prallen, nur durch eine leichte blaue Kontur voneinander getrennt, symbolisieren die Einkommensschere und die Ober- und die Unterschicht. Eine Mittelschicht ist quasi nicht mehr existent. Das Kräfte- und Mengenverhältnis zwischen Ober- und Unterschicht wirkt hier zwar ausgewogen; in Wirklichkeit hat die Unterschicht keinerlei oder nur einen äußerst geringen politischen Einfluss, obwohl sie bevölkerungsmäßig der Oberschicht weit überlegen ist; sie gibt sich allerdings der Illusion hin, irgendeine Relevanz zu besitzen.

Große Kunst

Das Werk hätte auch einen prägnanteren und politischeren Titel bekommen können, etwa »Brot und Spiele« oder »Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen«, aber ich möchte gerade durch diese eher profane, aber ironische Namensgebung andeuten, dass die Machenschaften unserer Regierung als ganz »große Kunst« angesehen werden. Sonst würden ja nicht immer wieder die beiden großen Parteien so viele Stimmen bekommen.

Bei der Herstellung dieses Gemäldes wurden keine Tiere verletzt. Eventuelle Ähnlichkeiten mit tatsächlich existierenden Personen sind rein zufällig.

Dada.

Und plötzlich befinde ich mich im Jahr 1917 und treffe meinen siebzehnjährigen Opa. Es ist Krieg.

Deutsch für Anfänger: Beachten

2015-02-27 von Torsten

»Sollten Sie sich bereits […] angemeldet haben beachten Sie bitte diese E-Mail als gegenstandslos.«
– Aus einer E-Mail

Deutsch für Anfänger: Notwendige Nerven

2015-02-26 von Torsten

»Nach dem Bau ist die Frage der Gerätedesign, ist es auch sehr peinlich. Auswahl odpowienich Böden, Möbel und andere wichtige Dinge braucht Zeit und kostet viel Nerven. So speichern Sie die notwendige Nerven nicht durch die Angebote und Meinungen über Unternehmen, die wählen zu lesen.«

– Aus einem Weblog

Ich bin nachsichtig, wenn Ausländer Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache haben (außer wenn sie schon drei Jahrzehnte oder so in Deutschland leben und man sie immer noch kaum versteht). Denn ich wäre ja auch nicht erfreut, wenn über mein Englisch (die einzige Fremdsprache, die ich einigermaßen kann) hergezogen und abgelacht werden würde.

Aber beim obigen Zitat habe ich das Gefühl, dass das ein Machwerk einer Übersetzungssoftware ist. Und diese Dinger sprechen ganz, ganz schlecht ein gutes Deutsch. Oder sprechen ziemlich gut ein ganz, ganz schlechtes Deutsch.

Produktversprechen

2015-02-26 von Torsten

Über die Maschen der Lebensmittel- und Konsumgüterindustrie mache ich mir ja öfters Gedanken und schreibe hier darüber. Schön ist es, wenn ich ab und zu feststelle, dass ich nicht der einzige bin, der das tut: Utopia zeigt zehn Produkte, auf deren Versprechen du besser nicht hereinfällst – und wie man sie sinnvoll ersetzen kann.

Alte Klamotten gegen Einkaufsgutschein?

2015-02-26 von Torsten

Ob es eine gute Idee ist, wenn Modegeschäfte Altkleider annehmen und Gutscheine dafür ausgeben, darum geht es in dem Utopia-Artikel, den ich gerade gelesen habe. Die Antwort lautet: jein. Doch lest selbst …

Osterviech

2015-02-26 von Torsten

Ich habe vorhin bei einer Online-Bildagentur nach Osterbildern gesucht, weil ich eine Teilnahmekarte für ein Osterspiel gestalten muss. Viele Eier, Ostergestecke und -gedecke, Wiesen mit Krokussen und all so was gab es da, aber auch ein paar Bildern mit Osterhasen darauf. Oder was Menschen sich so unter einem Hasen vorstellen.

Ich möchte es hier mal in aller Deutlichkeit sagen: Ob zu Ostern oder nicht, ein Hase ist ein Hase. Und kein Kaninchen. Sondern ein Hase. Das sind unterschiedliche Tiere, Hasen und Kaninchen. Und ein Hase ist auch kein Hamster oder Meerschweinchen oder sonst was. Meine Güte noch mal. Wenn es um Katzenfotos geht, zeigt man doch auch keine Pandabären – oder umgekehrt. Höchstens unter ganz bestimmten Umständen und im absoluten Ausnahmefall.