Zitat der Woche: Das Leben ist zu kurz

2014-07-13 von Torsten

»Das Leben ist zu kurz, um ein USB-Gerät sicher zu entfernen …«
– gefunden auf der Website BITblokes

Der neue König

2014-07-12 von Torsten

Es liegt ein Grauschleier über der Stadt
Ein Nebel steigt aus der Tiefe auf
Eine Asche rieselt vom Himmel herab
Und etwas Dunkles nähert sich
Etwas Böses passiert die Stadtgrenze

Es ist der neue König
Er fährt ein Auto mit Verbrennungsmotor
Eine alte Rostlaube
Einen stinkenden Straßenkreuzer
Ein Schlachtschiff

Und der König selber stinkt auch
Er hat eingenässt und sich vollgekotet
Er ist ein unsauberer unheiliger
Antiheld Antikönig Antichrist
Er ist das Tier

Und die ersten Untertanen knien schon nieder
Doch ein Kind ruft: Der König ist ja nackt!
Es wird sofort geköpft
Von diesem König ohne Kleider
Während Schmeißfliegen sein Haupt umkreisen

Und ich werde nicht niederknien
Aber traue mich auch nicht
Ihm ins Gesicht zu spucken
Ihm in die Hoden zu treten
Mit meinen Arbeiterschuhen

Ich ließe ihn gern meine Stahlkappen spüren
Ich risse ihm gern das Herz heraus
Mit glühender Zange
Ich zertrümmerte ihm gern den Schädel
Mit einem Schmiedehammer

Aber ich traue mich nicht
Ich werde in die Wälder flüchten
Mich in den dichten Wäldern verstecken
Er wird mich nicht finden
Und ich komme wieder irgendwann mit einem Heer

Sinnlose Websites

2014-07-12 von Torsten

Was man manchmal für Nachrichten bekommt, tz tz tz …

»Also, ich weiß nicht, was ihr jungen Leute euch immer so dabei denkt, das ganze weltweite Netzgespann so mit euren sinnlosen Websites voll zu müllen. Was ich finden will, sind kommerzielle Websites von multinationalen Großkonzernen, und nicht so einen privaten Schwachsinn wie hier. Oder pseudointellektuellen Quark oder was immer das hier sein soll. Schämen solltet ihr euch alle!«

TTIP: Bürgermeinung unerwünscht

2014-07-11 von Torsten

Das transatlantische Freihandels- und Investitionsabkommen TTIP wird den Bürgern keine Vorteile bringen, nur den Großunternehmen. Nun wurde öffentlich, mit wem sich die EU-Kommission bei der Vorbereitung des Verhandlungsmandats traf: Zu 92 Prozent waren es Wirt­schafts–lobbyisten und Vertreter der Industrie.

Die Meinung von Europas Bürgerinnen und Bürgern ist nicht unbedingt erwünscht. Wir sollten sie trotzdem äußern, und zwar massiv – dort in den USA und hier in Europa. Mach mit: Deine Antwort auf TTIP.

Blähungen

2014-07-10 von Torsten

Teigwaren und Käse, diese beiden in einer Liaison sind eine unbekömmliche Mahlzeit. Ich hätte mir am Samstag nicht so den Bauch mit Flammkuchen vollschlagen sollen und gestern nicht mit Pizza. Mit Pfefferminztee, frischem Ingwer und Kräuterlikör versuche ich, meine quälenden Blähungen loszuwerden.

Und warum kennt das Wörterbuch im Webbrowser Opera das Wort Pfefferminztee nicht? Und warum wird dieser Browser nicht für Linux weiterentwickelt? Und warum ist der Bildschirm hier so klein? Ein uralter Röhrenmonitor von Belinea. Unglaublich, dass er noch funktioniert und so ein gutes Bild liefert. Aber er ist mir zu klein.

Und warum soll ich abends keinen Kaffee trinken, wenn ich doch sowieso nicht schlafen kann? Wenn mir doch sowieso immer tausend unnütze Gedanken durch den Kopf gehen? Oder ist es einfach die Nacht, die mich nicht schlafen lässt? Am Tage, wenn ich doch arbeiten sollte, kann ich wunderbar pennen.

Und warum muss man überhaupt essen? Ich fände es angenehmer, einfach jeden Morgen eine Tablette einzuwerfen, die alle Nährstoffe und Vitamine enthielte, die man so braucht. Das Essen versklavt uns, es ist unsere tägliche Droge, wir sind alle Nahrungsmittel-Junkies. Und essen zu müssen ist so was Umständliches. Was ist überhaupt der Unterschied zwischen Nahrungs- und Lebensmittel? – Oder von Sonnenlicht zu leben, wäre doch eine gute Sache. Aber bei dem ständigen Scheißwetter wäre ich wahrscheinlich bald unterernährt.

Was macht mir überhaupt noch Spaß? Ungeziefer zu töten vielleicht. Kommt mein Blog jetzt auf den Index, weil ich Gewalt gegen Motten, Mücken und Teppichkäfer befürworte? Aber es ist doch ein schneller Tod, nichts Tierquälerisches.

Das Leben, gerade das menschliche, es bläht sich auf, hält sich für was Großes, was Besonderes. So wie ein Blähbauch. Er ist penetrant, fordert Beachtung, und dass er dafür Schmerzen als Mittel zum Zweck einsetzt, das kommt ihm wahrscheinlich noch nicht einmal unfair vor.

Mit Nahrungs­mittel­pille, gäbe es sie denn, wären diese Blähungen nicht entstanden, da bin ich mir sicher. Aber nein, ich musste ja unbedingt dieses ungesunde, unbekömmliche, unheilige Zeug fressen. Wenngleich es allerdings sehr lecker war.

Der eingedellte Plastikbecher

2014-07-09 von Torsten

Frischkäse und solche Sachen werden ja in so kleinen Plastikbechern verkauft. Früher waren 200-Gramm-Becher eigentlich Standard, kann man sagen. Kauftest du Frischkäse, egal von welchem Hersteller und in welcher Geschmacksrichtung, dann wusstest du: »Ich kaufe jetzt 200 Gramm Käse.« Diese Becher waren, grob gesagt, quaderförmig, wenn auch mit abgerundeten Kanten und nach unten zum Boden hin sich etwas verjüngend. Aber doch irgendwie einem verkleinerten Ziegelstein recht ähnlich.

Angenommen, du wärst Lebensmittel-Hersteller und würdest die Gewinnspanne erhöhen wollen, was würdest du tun? Oder ein neues Produkt einführen wollen, das teurer sein soll als die alte Produktreihe? Preiserhöhung ist blöd, da meckert der Verbraucher. Eine kleinere Füllmenge pro verpacktem Stück anzubieten, wäre eine Möglichkeit. Aber wie? Eine kleinere Verpackung präsentieren, die auch deutlich kleiner aussieht als die alte? Nein. Dann fühlt der böse Konsument sich veräppelt, verkohlt, verarscht.

Also muss man die Käuferin und den Käufer subtiler über den Tisch ziehen. Und das geht so: die Verpackung sieht im Regal und auf den ersten Blick genauso groß aus wie die bisher gewohnte – ist in Wirklichkeit aber kleiner! Das ist der Trick der Lebens­mittel­branche.

Und wie geht das nun? Oh, ganz einfach! Hier eine kleine Auswahl. Die einzelnen Möglichkeiten lassen sich durchaus kombinieren, und das werden sie oft auch:

  1. Der Becher verjüngt sich nach unten stärker als bisher, der Boden ist also kleiner.
  2. Der Boden ist nach innen aufgewölbt, sodass das Volumen reduziert wird.
  3. Die Becherseiten sind nach innen eingedellt, sodass ebenfalls das Volumen reduziert wird.
  4. Die Seitenkanten sind stärker abgerundet.
  5. Die Höhe des Bechers ist verringert.
  6. Sonderfall: Die bisherige Schachtel ist niedriger befüllt.

Ganz geschickt ist ein Hersteller natürlich, wenn er die Verpackung verkleinert und dann auch noch geringer befüllt.

Der einzige Nachteil bei dieser ganzen Trickserei ist: die Gewichtsmenge muss ja auf der Becher-Etikettierung angegeben werden. An dieser Stelle lässt sich also leider nicht weiter täuschen und verschleiern. Da kann man als Hersteller nur noch darauf hoffen, dass die Kunden lesefaul sind. Oder sich beim Einkaufen mehr aufs Smartphone konzentrieren als auf die Produktverpackungen.

Alkohol im Brotaufstrich

2014-07-09 von Torsten

Pralinen, exotische Eiscrème, Schwarzwälder-Kirsch-Torte, … Bei all diesen Dingen wird ein trockener Alkoholiker vorsichtig sein, denn da ist mit einiger Wahrscheinlichkeit Alkohol drin. Wo man aber wohl eher nicht mit rechnet: es gibt sogar ganz normalen Brotaufstich, der Alkohol enthält. Er nennt sich Brotaufstrich Käse-Champignon-Salat, ist gar DLG-prämiert und wird für Netto Marken-Discount herstellt. Auf der Zutatenliste steht unter anderem: Enthält Alkohol. Wie viel oder wenig, wird allerdings verschwiegen.

Nun, mich persönlich stört das nicht. Aber muss das sein? Ich habe ehemalige Alkoholiker im Bekanntenkreis. Sie achten genau darauf, nicht einmal winzige Mengen Alkohol, die in Lebensmitteln enthalten sein könnten, zu sich zu nehmen. Doch würden sie bei einem harmlos erscheinenden Käse-Champignon-Brotaufstrich auf die Zutatenliste schauen?

Wie gesagt: wir reden nicht von Pralinen oder so.

Zitat der Woche: Mangel an Einsicht

2014-07-06 von Torsten

»Mut ist oft Mangel an Einsicht, während Feigheit nicht selten auf guten Informationen beruht.«
–Peter Ustinov

Ende des Lebens

2014-07-04 von Torsten

Nein, ich will hier nicht über das Ende des menschlichen Lebens schreiben, sondern über das Ende von Produktzyklen, in diesem Falle eines Software-Produktes. Ein Produktzyklus läuft ja ungefähr so ab: das Produkt wird entwickelt, auf den Markt geworfen, erreicht irgendwann den Höhepunkt seines Erfolges, fällt dann in Beliebtheit und Verkaufszahlen wieder ab und wird schließlich vom Markt genommen.

Diese letzte Phase, »End of Life«, hat jetzt der Websense Defensio® Service erreicht. Das Produkt wird eingestampft. Der Hersteller schreibt unter anderem:

»As customers’ needs change and products mature, Websense sometimes finds it necessary to discontinue products, product versions and services to ensure we can continue to provide innovative and cost-effective solutions. We recognize that these announcements impact customers and their business environments. To this end, when a product or service reaches its end of life (EOL), we are committed to communicating important milestones throughout the transition period.«

Was lernen wir daraus? Vielleicht nur das: Bei Menschen sagt man theatralisch RIP (rest in peace), bei Produkten schlicht EOL (end of life).

Schlecht schlafen

2014-07-04 von Torsten

Wenn einem Dinge durch den Kopf gehen und es dann auch noch ziemlich warm im Schlafzimmer ist, kann man schlecht schlafen. So erging es mir letzte Nacht. Ich bin um drei Uhr herum aufgewacht und hatte extreme Schwierigkeiten, wieder einzuschlafen. Irgendwann gelang es mir dann doch, die kreisenden Gedanken abzuschalten, und dann konnte ich doch noch pennen. Ich habe ein wenig verschlafen, aber nach dem Duschen fühlte ich mich einigermaßen fit. Mal sehen, wie lange das anhält.