Mehl ins Getriebe

Extreme Schlappheit

2013-09-14 von Torsten in Kategorie Der Wind spinnt

Ständig fallen sie mir in Werbebroschüren auf, und immer mehr und immer neue: die Aufputschgetränke.

Also, zuallererst einmal: Warum, um alles in der Welt, heißen sie immer Energy-Drink anstatt Energie-Trunk oder Aufputsch-Trank? Sind wir hier in Amiland oder was? Ist die deutsche Sprache so schäbig, dass wir alles in Englisch betiteln müssen?

Und zweitens: Warum, um Himmels Willen, brauchen wir so viele Energie-Getränke? Sind wir derart abgeschlaffte Bürger einer extrem schlappen Gesellschaft, dass wir uns ständig irgend welche flüssigen Kreis­lauf­be­schleu­ni­ger reinziehen müssen? Ja – ich trinke auch ganz gern mal ein gepflegtes Tässchen frisch aufgebrühten Kaffees, aber Cola mit doppeltem Koffeingehalt muss schon nicht mehr sein und Guarana-Taurin-Koffein-Sonstwas-Aufputsch-Limo erst recht nicht.

Die Nacht durchmachen kann ich auch so. Will ich bloß nicht, dafür penne ich viel zu gern. Gute Nacht, Freunde!

2 Antworten zu »Extreme Schlappheit«

  1. CeKaDo sagt:

    „Also, zuallererst einmal: Warum, um alles in der Welt, heißen sie immer Energy-Drink anstatt Energie-Trunk oder Aufputsch-Trank? Sind wir hier in Amiland oder was? Ist die deutsche Sprache so schäbig, dass wir alles in Englisch betiteln müssen?“

    Danke, danke, danke! Genau aus diesem Grunde bin ich dem Verein Deutsche Sprache e.V. beigetreten und kämpfe nun gegen die Verwässerung und Missachtung unserer schönen Sprache in der Öffentlichkeit. Auch wenn ich dafür angeschaut werde wie ein Nazi, kann ich doch mit Fug und Recht behaupten, dass dieses dämliche Denglisch, über das sich englischsprechende Menschen totlachen (ja, weil wir Deutschen so dumm sind und zum Beispiel „Kaffee zum Weglaufen“ verkaufen), mehr als überflüssig ist.

    Danke!

  2. Torsten Sackmüller sagt:

    Ja, ich sehe das auch so: nur weil man die Pflege der eigenen Sprachkultur im Inland befürwortet, ist man noch lange kein Nazi. Das eine hat mit dem anderen überhaupt nichts zu tun.

    Es geht ja hier nur um die künstliche Unterwanderung der Sprache durch die Werbefuzzis. Wohlgemerkt: durch die deutschen Werbefuzzis, NICHT durch in Deutschland lebende Mitbürger mit »Migrationshintergrund«.

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