Sackmühle

Sack mir, wo die Mühlen sind

Die dünne Linie

2013-11-19 von Torsten in Kategorie Mahlen nach Zahlen

Ich wandele
ich wackele
ich schwanke und wanke auf einer
dünnen Linie

Auf der man sich kaum
halten kann
ich bin immer dem Abgrund
geweiht immer nah am Abgrund

Ich bin immer kurz vor dem
Absturz und alles schwankt
und meine Wohnung und mein Haus
und ich selbst all das schwankt

Es ist eine dünne Linie eine scharfe
schneidende Linie auf der zu gehen ich
gezwungen bin es ist ein dünnes Seil auf dem
ich balanciere

Ich Seiltänzer
es ist ein Affentanz
ein Seiltanz ein Scheißtanz
hoch über dem Abgrund

Und immer kannst du abstürzen
immer kann ich abstürzen
das Seil ist dünn und es wackelt
und kann reißen es kann jederzeit reißen

Und sie sagen mir ich sei am
richtigen Platz und da wo ich bin das
sei mein Platz und diese Position sei
gar nicht schlecht nein sie sei gut

Und die Musik spielt ja diese lustige
Musik spielt um dich zu beruhigen um uns
munter zu stimmen und zu beruhigen während wir
diesen Hochseilakt diesen tödlichen Tanz

Vollführen

2 Antworten zu »Die dünne Linie«

  1. susi sorglos sagt:

    Was für ein lange Liste trauriger Gedichte. Klingt nach Depression.
    ein Gruß von Susi

  2. Torsten sagt:

    Ja, ich war als Kind schon melancholisch. Ich kann aber auch gelegentlich sehr lustige Dinge schreiben, glaub mir.

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