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Wikipedia muss Weltkulturerbe werden

2012-01-07 von Torsten in Kategorie Dinkel im Winkel

Wikipedia stellt Wissen kostenlos zur Verfügung, und jeder Bürger der Welt kann sein Wissen dort einpflegen.

Ich denke, es ist eine gute Idee, Wissen zum Allgemeingut zu erklären und zumindest theoretisch jedem Menschen auf der Welt zur Verfügung zu stellen. Denn allgemein zugängliche Informationen und allgemein zugängliche Bildung könnten helfen, Diktaturen zu verhindern und ausbeuterische Machtstrukturen zu zerschlagen.

Daher finde ich die Petition an die UNESCO und die Unterzeichner-Staaten der Welterbekonvention gut, Wikipedia zum ersten digitalen Weltkulturerbe zu erklären.


Wikipedia muss Weltkulturerbe werdenhttp://wikipedia.de/wke/Main_Page

3 Antworten zu »Wikipedia muss Weltkulturerbe werden«

  1. CeKaDo sagt:

    Ich bin dagegen und ich will es gern begründen.

    Die Wikipedia ist keineswegs ein weltweiter Wissenspool der Menschheit. Vielmehr entscheidet ein Gremium, das sich selbst produziert und wählt, was „relevant“ ist und was nicht. Damit sind Filtermechanismen gegeben, die diktatorisch als „nicht relevant“ entfernen, ohne dass eine fachliche Prüfung erfolgt.

    Ebenso werden Löschungen aufgrund „fehlender Relevanz“ selbst dann durchgeführt, wenn sich Bestätigungen des Wissens finden. Obwohl oftmals nur sehr wenige Menschen manches Spezialwissen teilen.

    Auf diese Weise geht dem vermeintlichen Weltkulturerbe wichtiges Wissen z.B. alter Menschen absichtlich verloren. Solange kein weltweit liebevolles und sammelfreudiges Recht auf das Anlegen JEDES überprüfbaren und belegbaren Wissens möglich ist, bleibt die Wikipedia ein gefährliches Instrument der Volksverdummung. Was sie derzeit leider noch ist.

    Wichtig wäre bei der Anerkennung als Weltkulturerbe eine vollständige änderung der Administration und Redaktion. Außerdem muss die Wikipedia finanziell unabhängig werden. Spenden von großen Betrieben sind, wie bei Politikern auch, etwas anrüchig, wenn genau diese Firmen auch als „relevant“ im Wissenspool erscheinen.

  2. Torsten sagt:

    Das sehe ich anders.

    Es wird nicht diktatorisch gelöscht, sondern es werden falsche oder irrelevante Artikel als zu überprüfen markiert. Und die Allgemeinheit hat die Möglichkeit, bessere Quellen beizubringen etc.. Die Qualität sollte doch gewahrt bleiben und nicht irgendwelcher Humbug veröffentlicht werden. Insofern dient eine Filterung nur der Qualtität und ist nicht als Diskriminierung zu verstehen.

    Gerade aktuell wird von den Initiatioren aufgefordert, dass Frauen und ältere Menschen sich mehr beteiligen sollen, weil ihre Quote sehr schwach ist. Dass sich alte Menschen so wenig beteiligen, kann man doch nicht Wikipedia vorwerfen.

    Und spenden können nicht nur große Firmen, sondern jeder Privatmensch, der das tun möchte. Dass ein Normalverdiener natürlich nicht über die Finanzmacht eines Großunternehmens verfügt, ist klar. Soll man deswegen finanzkräftigen Unternehmen das Spenden verbieten?

    Werbung ist in Wikipedia generell nicht erlaubt. Da gibt es also keine Möglichkeit, dass Unternehmen, ob groß oder klein, manipulativ eingreifen und werbewirksam für sich selbst Artikel verfassen. Mir und meinen Kollegen ist es jedenfalls seinerzeit nicht gelungen, (mehr oder weniger versteckte) Werbung auf Wikipedia zu machen.

  3. copudor sagt:

    Genau! Erst das Geld aus die Tasche ziehen und dann Kulturerbe.

    Einer der Gründe warum ich 5 Euro gespendet habe ist, dass Wikipedia eine nicht kommerzielle Website ist und das Wissen allen Menschen auf dieser Welt kostenlos zur Verfügung stellt. Die Freiwilligen Helfer dort, fordern noch nicht mal einen anständigen Lohn für ihre Mühe.
    Der andere Grund war, weil ich einen Artikel abgekupfert und umgeschrieben hab. Das schlechte Gewissen, verstehst Du?
    (… und das ich keine Abmahnung bekomme) 🙂

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