Sackmühle

Sack mir, wo die Mühlen sind

Hundekot im Schnee

2010-01-04 von Torsten in Kategorie Dinkel im Winkel

Jetzt, wo es an manchen Tagen so schneit, sieht man leider sehr gut, wo Hundehalter ihre Viecher so überall hin urinieren und kotieren lassen. Am beliebtesten sind offensichtlich Hauswände und diese Mäuerchen an Vorgärten. Unsere Straße bleibt zwar weitgehend verschont, aber in den stärker von den unseligen Mensch-Tier-Gespannen frequentierten Straßen wird das Schneeräumen schon sehr eklig sein.

Für mich ist Tierhaltung ja sowieso ein Stück weit Spinnerei (oh ja, ich weiß, jetzt ziehe ich mir den Hass vieler Tierfreunde zu), und Kinder brauche ich genauso wenig zum Glücklichsein – und eigentlich überhaupt nur sehr wenige Menschen, aber … okay, ich höre schon auf.

Sammelt doch einfach alle mal Geld für eine einsame Insel für den mürrischen Torsten, danke im Voraus!

Winterpinkler

10 Antworten zu »Hundekot im Schnee«

  1. Torsten sagt:

    Danke sch

  2. Tommy sagt:

    Hi Torsten,

    seit wann ist denn Tierhaltung Spinnerei für Dich?
    Zu Zeiten von Darko, Deiner Ratte, sprachs Du noch anders. Was hat Dich denn im Laufe der Jahre zu diesem Meinugsumschwung gebracht?

    LG,

    Tommy

  3. CeKaDo sagt:

    Als Viecherhalter (auch mal Hunde) kann ich mich trotzdem rasend über die Schwachmaten aufregen, die ihre Köter überall Haufen hinsetzen lassen. Wir haben hier in der Stadt sogar kostenlose Tütchen für die Exkremente und dennoch stehen „Herrchen“ und „Frauchen“ in die Luft kuckend daneben, wenn der Kötz auf den Gehweg oder sogar auf Spielwiesen scheißt.

    Ich bin inzwischen soweit, diese Leute anzumachen, wenn ich das sehe.

    Und ich kann den Inselwunsch sehr gut nachvollziehen. Ich bräuchte nur bitte ein dickes DSL-Kabel dort …. 😉

  4. Torsten sagt:

    An Thomas:

    Ich hatte die Ratte (sie hieß eigentlich Drago) nur deswegen, weil ich sie davor retten wollte, ausgesetzt zu werden. Solche domestizierten Tiere kommen doch in der freien Natur wahrscheinlich nicht klar und gehen jämmerlich zugrunde.

    Ja, es stimmt, ich fand die Ratte süß und ich habe mich ja auch gut um sie gekümmert (als Tierfreund, der ich bin), aber als sie gestorben war, war ich doch froh, endlich wieder meine Ruhe zu haben.

    Manchmal habe ich ein wenig Angst, dass sie eines Nachts als blutrünstige Horrorratte aus dem Grab im Garten kommt und mir die Kehle durchbeißt. Aber ist ja Quatsch, die ist ja in den vielen Jahren schon von den Würmern aufgefressen worden. Neugierig wäre ich allerdings schon, ob es da wohl noch ein Skelett in der Erde gibt, huuuuh!


    An CeKaDo:

    Ja, es gibt natürlich Ausnahmen, ich habe ja auch schon Hundehalterinnen mit Fäkaltüte und Schippchen gesehen, das ist ja dann in Ordnung. Du gehörst offensichtlich auch zu den Gescheiten, das freut mich!

    Ohne Internet wäre ich auch nur eine arme Sau, echt! Andererseits – wäre es nicht mal schön, einfach den ganzen Kultur- und Technik-Schwachsinn unseres modernen Lebens hinter sich zu lassen? Was wäre das wohl für ein Gefühl, der totale Ausstieg?

  5. Torsten sagt:

    Ach so, noch was: armen Tieren aus dem Tierheim ein neues Zuhause zu geben, finde ich ja auch eine gute Sache. So, wie ihr es mit der Nicki gemacht habt, Thomas! Und du weißt, dass ich die super finde!

    Aber ich selbst will einfach kein Tier (mehr) haben. Das macht Arbeit, stinkt und kostet Geld. Und letzteres verprasse ich lieber für Koks und Nutten. (Kann einfach nicht ernst bleiben, der Torsten, immer noch ein doofes Sprüchlein hinten dran.)

  6. Tommy sagt:

    Hi,

    meine Frage war ja auch, was Dich zu diesem Stimmungswandel gebracht hat, keinerlei Anhang haben zu wollen?

    LG,

    Tommy und Nicki, welche gerade hinter mir auf der Sessellehne sitzt und „argwöhnisch beobachtet“, was ich gerade schreibe

  7. Torsten sagt:

    Also, ich bin nicht der Ansicht, dass ein Meinungswandel stattgefunden hat bei mir. Ich wollte noch nie Tiere oder Kinder haben.

  8. Tommy sagt:

    Hi,

    dann ist das bei mir wohl anders rübergekommen.

    LG,

    Tommy

  9. SabineLi sagt:

    Guten Morgen in die Runde!
    Zuerst möchte ich was zur Tierhaltung sagen: Auch hier bei uns in der Siedlung gibts solche Deppen, die, genauwie CeKaDo sagte, in die Luft gaffen, um nicht die Scheiße ihres Köters sehen zu müssen.
    Ich finde auch noch sehr bedenklich, dass wir hier einen großen Windhund in der Nachbarschaft haben. Er wird quasi auf unser Rasenstück geschickt, gewartet bis er fertig ist und zack gehts sofort wieder für ihn ins Haus.
    Das ist mal so gar keine artgerechte Haltung.

    Zu dem Aussteigen möchte ich noch sagen:
    Ich habs gemacht. Ich habe ein Jahr in Nepal gelebt, ich hab dort geheiratet und eine große Familie gehabt.
    Der einzige Luxus den wir hatten, war ein halbwegs dichtes Haus und bei Strom konnten wir unseren Reiskocher zum Wasser desinfizieren benutzen.
    Als wir 6 Wochen keinen Strom hatten, wars schon echt grenzwertig für mich, aber auch für die Nepalesen.
    Wir haten kein Internet, keinen Kühlschrank (extrem teuer) keine Waschmaschine, da kein Strom, kein Wasser..Geduscht hab ich mittags, dann wad der Wassertank auf dem Dach pipiwarm.

    Die Waschmaschine hab ich zu Anfang schon vermisst, da durch den Staub die Sachen immer sehr schnell schmutzig waren. Bei den schweren Sachen wei Jeans hatte ich dann meine jüngeren Schwagerbrüder.
    Ich hab nix vermisst. Als ich zurück war, konnte ich die ersten Wochen nicht in einen Supermarkt gehen, das vielfache Angebot hat mich erschlagen.
    Dieses Jahr hat meiner Persönlichkeitsentwicklung sehr gut getan.
    Tschüßi Sabine

  10. Torsten sagt:

    Hallo Sabine,

    danke für deinen langen Kommentar.

    Ich habe ja nicht grundsätzlich was gegen Tierhalter, nur müssen sie erstens das Tier gut erziehen und zweitens es artgerecht halten, wie du ja auch schon schreibst. Denn ersteres ist Menschenquälerei und letzteres Tierquälerei.

    Wenn ich so über deine Erfahrungen mit dem Aussteigen und den damit verbundenen Unbequemlichkeiten lese, werde ich mir aber ganz, ganz unsicher, ob ich das selber wollen würde. Ich glaube nicht, ich bin doch zu sehr an die Komfortabilitäten unserer Wohlstandsgesellschaft gewöhnt.

    Allerdings finde ich den menschen- und umweltfeindlichen Kapitalismus, der immer nur wenigen Individuen, aber nicht der Menschheit insgesamt nützt, extrem verbesserungsbedürftig. Da möchte ich noch mal auf http://www.utopia.de verweisen, die einen strategischen Konsum propagieren, was bei ihnen bewussten Umgang mit Konsumgütern und nachhaltiges Wirtschaften bedeutet.

    Dass dieses eine Jahr in Nepal dich in deiner Persönlichkeitsentwicklung vorangebracht hat, das kann ich absolut nachvollziehen. Solche Erfahrungen prägen einen und lassen einen so manche Dinge in einem anderen Licht sehen. Ich habe so etwas (sicherlich im kleineren Umfang als du) bei mir auch festgestellt, nämlich als ich damals als junger Bursche Zivildienst in einem Wohnheim der Lebenshilfe für geistig behinderte Menschen gemacht habe. Das war eine sehr wichtige Zeit für mich.

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