Kaufe nie die Mühle im Sack

Wie die GLS Bank stabilisierend auf Wasser wirkt

Die GLS Bank ist ein Geldinstitut, das so ethisch und nachhaltig wie möglich wirtschaftet. Im Nachhaltigkeitsbericht, Kapitel »Wasser« heißt es:

Das Vorkommen von sauberem Wasser ist Grundvoraussetzung für das Überleben der Menschheit.

Und so heißt es unter der Überschrift »Umgang mit Wasser in der Bank« folgerichtig:

Wie mit allen Ressourcen gehen wir auch mit Wasser sparsam um. In unserem Innenhof am Hauptsitz Bochum ist eine 11.000-Liter-Regen­wasser­zisterne vergraben. Aus ihr entnehmen wir das Wasser für Reinigungsarbeiten und Bewässerungen unseres Gartens.

Unser Hauptgebäude hat eine 13,5 Meter hohe Wasserwand im Treppenhaus, an der täglich 50 Liter Wasser verdunsten — eine natürliche Klimaanlage!

Es wäre schön, wenn alle Geldinstitute so handeln würden …

Was ist Ökozid?

Die GLS Bank ist ein Geldinstitut, das sich bemüht, so ethisch wie möglich zu wirtschaften. Insbesondere werden keine Kredite an Unternehmen vergeben, die umweltschädlich, menschenverachtend oder sonst wie ausbeuterisch agieren.

Und in der Kundenzeitschrift oder im Blog werden gern Organisationen oder Unternehmen vorgestellt, die sich ebenso sehr darum bemühen, unseren Planeten gesund zu erhalten – oder seine Gesundheit wiederherzustellen, wie man ja leider sagen muss.

Der Artikel »Der Kampf gegen den Ökozid« befasst sich mit der Organisation »Stop Ecocide«, die ein neues, hartes Umweltstrafrecht fordert, um die Zerstörung der Natur – vor allem durch kapitalistische Motive – zu verhindern und ihre Verursacher zur Verantwortung zu ziehen.

Was man unter Ökozid überhaupt versteht, wird in dem Artikel sehr gut und verständlich erklärt, wie ich finde.

Der unbeliebte Bindestrich

Ich muss mithilfe meiner Sackmühle einfach mal wieder Prügel verteilen: Ich kann nicht verstehen, was am Bindestrich, der ja dafür da ist, Wörter zu verbinden, so schlecht und schlimm sein soll. Schließlich dient er der Verständlichkeit. Aber zum Beispiel in Prospekten von Supermärkten wird er sehr gern weggelassen, warum auch immer. Der Duden hat zu diesem Thema einen köstlichen Artikel geschrieben.

Diese verdammte App-Seuche

Es nervt: So ziemlich jedes Einzelhandels-Unternehmen will, dass ich seine »App« verwende, wie man die mobilen Anwendungsprogramme nennt (von englisch: application). Freilich angeblich zu meinem, des Kunden, Vorteil. Klar, ich kann ein bisschen was sparen beim Einkauf.

Allerdings hat kein Handelsunternehmen wirklich etwas zu verschenken. Nein, es geht einzig und allein darum, den Umsatz zu steigern. – Na gut, aber wenn man der Kundschaft Preisnachlässe einräumt, dann verschenkt man doch ein bisschen was, oder? – Nein. Denn:

  1. Die Kundschaft wird möglichst stark ans Unternehmen gebunden, zum Beispiel durch Rabatt- oder Spar-Aktionen.
  2. Preisnachlässe verleiten oft dazu, mehr als nötig zu kaufen, gerade weil es halt so billig ist.
  3. Möglicherweise – und ich behaupte: im Regelfall – analysieren die Apps das Kaufverhalten, sodass der Kundschaft passende Kaufvorschläge gemacht werden können, was zu weiteren Käufen verleitet, die man ansonsten vielleicht nicht getätigt hätte.

In meinem Fall kommt dazu, dass ich nicht immer und überall mein Smart­phone bei mir tragen will – aus Gründen, die man lang und ausgedehnt diskutieren könnte; aber sagen wir der Einfachheit halber: Es ist mir zu lästig.

Um es zusammenzufassen: Ich empfinde die Bedrängnis, für jeden Scheiß eine App installieren zu sollen, inzwischen als »Seuche«, die immer weiter um sich greift. – Ja, ich glaube, so kann man es nennen.