Kaufe nie die Mühle im Sack

Tote Christbäume

2018-01-16 von Torsten in Kategorie Prügel vom Windmühlenflügel

Als ich in den letzten Tagen durch die Straßen ging, wurde ich sehr traurig, denn überall lagen ausgediente Weihnachtsbäume auf den Bürgersteigen. Das muss man sich mal vorstellen: Bäume, also Lebewesen, also Gottes Geschöpfe, um es gemäß christlichem Glauben auszudrücken, werden nur dafür gezüchtet, für wenige Wochen in irgendwelchen Scheiß-Wohnzimmern zu stehen. Und das im Gedenken an einen Typen, der seit zweitausend Jahren tot ist. Zwar finde ich Jesus Christus klasse, denn er hat kluge Sachen gesagt und sich gegen das Establishment gerichtet und für die Benachteiligten der damaligen Gesellschaft eingesetzt. Aber dass Christen, die sich als seine Nachfolgerinnen und Nachfolger sehen, so gedankenlos mit der Natur umgehen und den völlig unnützen Tod von Tausenden von Bäumen in Kauf nehmen, um sich ein paar nette Tage zu machen, finde ich erschreckend.

Nun ist ja das Christentum eine Religion, die mehr auf den Tod als aufs Leben ausgerichtet ist, meiner Meinung nach. In den Kirchen sieht man den gekreuzigten Heiland, nicht den auferstandenen. Bemerkenswert, oder nicht? Von Kreuzzügen und Hexenverbrennungen will ich jetzt gar nicht reden, etwas Perverseres kann man sich ja kaum vorstellen. Das hat mit der Lehre von Jesus Christus nichts zu tun, gar nichts.

Ich orientiere mich unter anderem an vielem, was Jesus Christus gesagt und getan haben soll (ob das stimmt, was in den Evangelien steht, kann man ja nicht wissen), aber – bin ich ein Christ? Gehe ich in die Kirche? Verschwende ich Weihnachtsbäume? Nein, Gott sei Dank nicht.

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