Sackmühle

Mehl ins Getriebe

Hund im Rentierkostüm

2018-12-20 von Torsten in Kategorie Der Wind spinnt

In einem Prospekt von Woolworth Mitte November wurden Hundejacken angeboten. Nun frage ich mich ja, ob so etwas bei unseren doch meist recht milden Wintertemperaturen nötig ist. Und Tiere bekommen doch schließlich ein dickeres Winterfell, wenn die Temperaturen fallen – oder ist das bei Hunden etwa nicht so? Aber vielleicht sind sie durch das jahrhundertelange Zusammenleben mit den Menschen ja heutzutage degeneriert und verweichlicht, wer weiß.

Wie auch immer. Was aber schon an seelische Grausamkeit grenzt, das ist, wenn man einem bei zehn Grad vermeintlich vor Kälte zitternden Hund nicht nur ein Mäntelchen verpasst, sondern wenn dieses dann auch noch als Kostüm gestaltet ist. Woolworth bietet doch tatsächlich ein Rentierkostüm für Hunde an. Richtig so mit Rentiergeweih und allem – wenn auch freilich aus Stoff. Ja, wie beknackt sieht denn so was aus? Muss man seinen Hund denn mit aller Gewalt zum Affen machen – äh, zum Rentier in diesem Fall? Zum Gespött anderer Menschen, anderer Hundehalter (die sollen ja angeblich auch zur Gattung Mensch gehören) und vielleicht sogar anderer Hunde (»Wuff wuff, ha ha, na schaut euch mal den da drüben an, ein mitten in Deutschland als Rentier verkleidetes Opfer, das ist ja zum Totbeißen, ha ha!«)?

Und abgebildet in dem Prospekt war ein – ich weiß gar nicht, ich kenne mich da nicht so aus – ein Boxer oder Mops oder so was, jedenfalls so ein grottenhässliches Viech mit eingedrückter Schnauze, so wie voll vor die Wand gefahren, ihr wisst schon. Ab € 5,99 übrigens, das Rentierkostüm. Falls eine/einer von euch ihrem/seinem Hund so etwas antun möchte.

3 Antworten zu »Hund im Rentierkostüm«

  1. Adelhaid sagt:

    Bei „Hund“ stehe ich wie ein Hund Spalier, der etwas rascheln hört, dass er mit Essen in Verbindung bringt.
    Kostüme sind natürlich lächerlich, aber Podenco-Liebhaber, Whippet-Besitzer und alle, die sich Hunde anschafften, die offensichtlich keine Unterwolle haben, schätzen „Kleidchen“ an ihnen, auch schon bei 10 Grad. Das ganze Theater bräuchte man allerdings kaum oder fast gar nicht, wenn die Menschen sich Hunde zulegen würden, die zu den Gestaden passen, wo sie residieren. Aber Menschen sind unbelehrbar, offensichtlich. Ein Husky in der Wüste gibt für sie genau so viel Sinn, wie ein Podenco in den Alpen. Das würde zwar niemand zugeben, aber so etwas wird es betimmt geben.

    PS: Wenn meine Hündin, Adelhaid (hat Unterwolle), in 17 Tagen ihren 12ten Geburtstag feiert, dann ziehe ich ihr das Trikot mit der Nr. 12 meiner Fußballjunioren an und lichte das dann ab. Danach ziehe ich es ihr wieder aus.

  2. Torsten Sackmüller sagt:

    »Menschen sind unbelehrbar« – treffend ausgedrückt!

    Kann Adelhaid denn Zahlen lesen? Aber das werden wir nie in Erfahrung bringen, weil sie ja nicht sagen kann, ob sie Zahlen lesen kann oder nicht. Das ist ziemlich schade.

  3. Adelhaid sagt:

    Besser spät als nie antworten…
    Bis 2 kann sie zählen. Bei 3 wäre sie auf den ersten Baum, ach nein, das geht ja nicht. Die Adelhaid… die kann das eher nicht, aber ich hatte Hunde, den hätte ich auch die Zahl 3 und mehr zugetraut.

    PS-Antwort: Ich kann ihr leider am Sonntag nicht das Trikot Nr. 12 anziehen, weil ich es nicht im Haus habe; die ganzen Trikots werden von einem Elternteil meiner Juniormannschaft gewaschen, weil sie heute benutzt wurden. So ein Pech aber auch, aber mir fällt was ein, bestimmt.

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