Mehl ins Getriebe

Geschäftliche Website mit Trial-Version erstellt

2017-01-17 von Torsten in Kategorie Der Wind spinnt

Man findet manchmal schon Kuriositäten im WWW, ehrlich! Von Zeit zu Zeit stoße ich auf Websites, die aussehen, als wären sie zehn oder zwanzig Jahre lang nicht überarbeitet worden – und ich meine keinen gewollten Retro-Look damit. Ich schaue dann ganz gern einmal in den Quellcode (STRG + U in den gängigen Browsern) und finde meine Vermutung meist bestätigt.

Einer meiner neuesten Funde wurde in 2001 erstellt. Es handelt sich um eine geschäftliche Website, die mit einer Testversion von dem damals recht beliebten Webeditor Namo erstellt wurde (ein schreckliches, aber teures Ding, soweit ich mich erinnern kann). Und jetzt lassen wir uns das noch mal auf der Zunge zergehen: Geschäftliche Website mit Probeversion eines Webeditors erstellt. Bravo! Ob der zur Website gehörige Laden in Berlin wohl auch seine Kunden so »professionell« bedient?

Trial

Eine Antwort zu »Geschäftliche Website mit Trial-Version erstellt«

  1. CeKa sagt:

    Ich erinnere mich an die Zeit, als ich DER Homepagebauer für kleine und große Betriebe im Dorf war. Niemand sonst konnte das und die Wünsche waren riesig. Ich ließ mir das Honorar pro Seite bezahlen und so eine geschäftliche Heimatseite konnte da schon mal ganz schnell zehn Seiten haben.

    Irgendwann machten mir dann die kleinen Schuljungen Konkurrenz und waren deutlich billiger als ich. Das waren dann Baukastenseiten, manchmal in Word gestrickt oder eben mit dem Namo Web Editor, 1 & 1 Baukasten oder schlimmeren Dingen. Man war verliebt in Flash und je grandioser eine solche Seite aussah, um so besser.

    Erzählte man den Leuten etwas von sauberem Code, lief man gegen eine Wand. Geil aussehen und wenig kosten sollte es.

    Das war der Moment, an dem ich mich aus diesem Geschäft verabschiedet habe und heute nur noch gesponsorte Seiten mit einem halbwegs ordentlichen CMS pflege. Ich lass das inzwischen gern andere Leute machen und grinse mir eines, wenn man mir etwas später über den Undank der Geschäftsinhaber berichtet, weil wieder irgendein Bekannter, Schüler, Nachbarsjunge … das viiiiiiieeeel besser und billiger gepfuscht … öh … gemacht hat.

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