Kaufe nie die Mühle im Sack

Amazon macht auf wohltätig

2017-02-24 von Torsten in Kategorie Prügel vom Windmühlenflügel

Heute entdeckt: Amazon setzt einfach die Subdomain smile vor alle ihre länderspezifischen Domains (also zum Beispiel smile.amazon.de) und beweihräuchert sich damit, von jeder Einkaufssumme des Kunden 0,5 Prozent an eine wohltätige Organisation nach Wahl des Kunden zu spenden.

Bitte, versteht mich richtig: Natürlich bin ich der Meinung, dass gerade Unternehmer eine soziale Verantwortung tragen und dieser auch nachkommen sollten. Aber Amazon mit gemeinnützigem Anstrich? Dem Unternehmen, das mehr und mehr den lokalen Buchhandel zerstört, das Lagerarbeiter ausgebeutet hat und natürlich auch in kapitalistischer Manier reihenweise neue Märkte erobert, Unternehmen aufkauft, Druck auf Verlagshäuser aufbaut und somit sich immer weiter in Richtung Monopolisierung entwickelt (ja, ich weiß, ein echtes Monopol gibt es nicht, aber doch oligopolistische bzw. quasimonopolistische Auswüchse), gerade diesem Unternehmen fällt jetzt ein, dass man doch auch was Gutes tun sollte?

Und wenn das die Schule macht, dann sind wohl auf einmal alle multinationalen Großkonzerne Wohltäter der Menschheit? Bayer/Monsanto, BASF, Nestlé, Deutsche Bank, E.ON, Google, Facebook, Apple und wie sie alle heißen? Herzlichen Glückwunsch. Einfach mal lächerliche 0,5 Prozent vom Milliardenumsatz spenden, schon ist man ein Guter und alle klatschen Beifall. Na ja, die Sackmühle nicht. Sie ist eine Böse und teilt Prügel vom Windmühlenflügel aus.

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