Mehl ins Getriebe

Das Spam-Krokodil

2016-06-01 von Torsten in Kategorie Mehlwurm auf’m Turm

97 Prozent des gesamten E-Mail-Verkehrs sollen Spamnachrichten sein – ob die Zahl stimmt, weiß ich natürlich nicht, aber das Spamaufkommen ist schon gewaltig, wie ich aus eigener leidvoller Erfahrung bestätigen kann. Und wenn die geplagten Empfänger alles, was mit Viagra, Medikamenten, Sex und schnellem Reichtum zu tun hat, ausgefiltert haben und die Spammer damit keinen Blumentopf mehr gewinnen können, nun, dann denken sie sich etwas Neues aus. Zur Zeit sind es Arbeitskräfte aus Litauen oder was weiß ich woher. Und die Betreffzeilen enthalten immer mehr normale Wörter, also Alltagswörter, sodass das Filtern immer schwieriger wird.

Spam und unangeforderte Werbung per E-Mail zu versenden, ist in Deutschland zwar verboten, aber dennoch erhalte ich bisweilen Werbepost, etwa von deutschen Unternehmen, die auf ihre Dienstleistungen oder Produkte aufmerksam machen wollen. Eine Geschäftsbeziehung besteht nicht und Infomaterial habe ich auch nicht bestellt, also ist der Versand illegal. Und solche elektronische Post kann man an das Spam-Krokodil weiterleiten. Wie dann weiter damit umgegangen wird, kann man auf der Website genau nachlesen. Dieser Dienst wird betrieben von 2beta Holding GmbH in Berlin.

Insgesamt finde ich das eine gute Sache. Ich habe unerlaubte Werbung bisher auch schon an die Wettbewerbszentrale und die Internet-Beschwerdestelle gemeldet. Der Punkt ist nur der: Der größte Teil des Spams, den ich erhalte, kommt aus dem Ausland. Und in dem Fall sind deutsche Behörden, Rechtsanwälte und Dienstleister leider weitgehend machtlos.

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