Sackmühle

Mehl ins Getriebe

Nieda mit Pegida!

2015-03-20 von Torsten in Kategorie Prügel vom Windmühlenflügel

Glücklicherweise bin ich im Sinne der christlichen Nächstenliebe erzogen worden, zum Glück haben mir meine Eltern und Großeltern schlimme Dinge aus dem Dritten Reich, dieser brutalen, Menschen verachtenden Nazi-Diktatur, erzählt, und zum Glück funktioniert mein Verstand so gut, dass mir meine eigenen Vorurteile, vor denen wohl niemand ganz gefeit ist, in aller Regel bewusst werden. Und so verabscheue ich jegliche faschistoiden und rechtspopulistischen Gruppierungen und Tendenzen.

Aber heute hätte ich doch fast zum Pegida-Anhänger werden können, wegen einer Kleinigkeit. Was war los? Nun, im Supermarkt beobachtete ich, wie – ich muss das jetzt möglichst sachlich ausdrücken – wie eine beleibte türkische Frau mit langem Mantel und Kopftuch ein Sechserpack Saft aus dem Regal zog, dann ein Getränk fand, welches ihr besser gefiel, und den zuerst gegriffenen Saft an völlig anderer Stelle wieder hinstellte. Ich meine, was soll das? Muss man es dem Personal, das für die Pflege der Regale zuständig ist, so schwer machen? Ich empfinde so ein Verhalten als rücksichtslos und asozial. Und ich habe Ähnliches schon mehrmals beobachtet. Rotzfahnen werden auf die Straße geschmissen, in der Gruppe verteilt man sich munter über den gesamten Bürgersteig, sodass bloß kein anderer Passant vorbeikommt, die Blagen lässt man durch den Supermarkt toben und andere Käufer belästigen und so weiter. Und immer waren es Personen, die wie die oben beschriebene aussahen.

Ich kenne Gott sei Dank genügend nette Menschen mit Migrations­hinter­grund, und ich kenne genügend Muslime, die super freundlich, anständig und hilfsbereit sind, sodass ich nicht zum pauschalierenden Ausländer­hasser werden kann. Aber es scheint mir doch so zu sein, dass diese netten Menschen erstens über eine gute Bildung verfügen und zweitens auch gern zu dieser Gesellschaft dazugehören möchten. Sie fallen nicht auf, weder durch nicht zu unserem Kulturkreis passende Kleidung noch durch die Weigerung, die deutsche Sprache zu sprechen.

Um das weiter oben Gesagte wieder zu relativieren: Sich asozial verhaltende Menschen gibt es immer und überall, da muss man sich nur mal unter uns Deutschen umsehen. Und das ist das Eigentliche, das ich verurteile: eine Art und Weise, sich zu benehmen, die im Sinne eines guten Zusammenlebens aller Bürger einfach inakzeptabel ist.

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