Sackmühle

Wir sind so durch den Wind

25.000 Stunden

2015-09-29 von Torsten in Kategorie Prügel vom Windmühlenflügel

Auf den Verpackungen von LED-Lampen sind immer gewaltige Stundenzahlen aufgeführt, etwa »25.000 h«, welche die ungefähr erreichbare Brenndauer angeben.

Rechnen wir das mal kurz durch. Der Tag hat 24 Stunden, das Jahr 365 Tage, also hat ein Jahr 8760 Stunden. Eine LED-Lampe sollte also etwa drei Jahre halten – zumindest wenn sie ununterbrochen eingeschaltet ist, wenn ich es richtig verstehe. Da niemand sein Licht drei Jahre lang an lässt, sollte so eine Lampe also viel mehr Jahre funktionstüchtig bleiben. Nun kann es ja sein, dass das Ein- und Ausschalten zur Alterung beiträgt, also seien wir gutmütig und geben der Lampe dennoch eine hypothetische Lebensdauer von drei Jahren.

Nun, diese Angaben über die Lebensdauer sind Quatsch mit Soße. Zumindest hatte ich bereits etliche LED-Lampen, die schon nach ein paar Monaten oder einem Jahr kaputt gingen. Und zwar fällt diese Elektronik zum Starten der Lampe aus. Es fängt oft damit an, dass die Lampe nicht mehr sofort starten will, sondern erst mal knistert und flackert, bis sie sich irgendwann fängt und konstant leuchtet. Und von dem erste Auftreten dieser Flackerei an ist es nur noch eine Frage der Zeit, nämlich der Zeit von ein paar Tagen oder Wochen, bis gar nichts mehr geht.

Ich bin ja froh, dass es so sparsame Leuchtmittel gibt. Und ich bin glücklich, dass LED-Lampen kein Quecksilber enthalten, so wie es bei diesen Energiesparlampen der Fall war oder noch ist. Aber, ehrlich gesagt: Diese alten Glühbirnen, die heute verboten sind, die hielten wenigstens viele Jahre lang. Gut, dafür haben sie wahnsinnig viel Energie verbraten – im wahrsten Sinne des Wortes, denn sie wurden schweineheiß. Aber ich frage mich doch, ob die Energie- und Umweltbilanz von LED-Lampen nicht ähnlich schlecht ausfällt, wenn man die geringe Haltbarkeit bedenkt und die damit verbundene Notwendigkeit, entsprechend viele davon zu produzieren.

Für den entstehenden Elektroschrott gibt es jedenfalls Prügel vom Windmühlenflügel. Hersteller, Politiker – egal, wird schon immer die richtigen treffen.

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