Sackmühle

Sack mir, wo die Mühlen sind

JSB

2014-09-29 von Torsten in Kategorie Dinkel im Winkel

Und warum habe ich heute Morgen im Traum Musik von Johann Sebastian Bach gehört?

4 Antworten zu »JSB«

  1. Ronald sagt:

    Also, soweit ich mich erinnere, hatte ich noch nie Musik in einem Traum, noch nicht einmal Geräusche! Vielleicht kam das aus der Nachbarschaft?

  2. Torsten sagt:

    Keine Geräusche im Traum? Das kann nicht sein, du erinnerst dich wahrscheinlich bloß nicht. Man unterhält sich ja im Traum manchmal mit Menschen, und da ist Akustik auf jeden Fall dabei, jedenfalls bei mir.

    Versuche mal, darauf zu achten: Vor dem Einschlafen mit Autosuggestion arbeiten („Ich werde mich nach dem Aufwachen an die Geräusche im Traum erinnern!“). Klappt bestimmt nicht sofort, du musst dir das jeden Abend beim Schlafengehen vorsagen. Irgendwann wird es funktionieren.

  3. Ronald sagt:

    Auch ohne Autosuggestion (deine Antwort hatte ich bis jetzt noch nicht gelesen) muss ich mich da zumindest teilweise korrigieren: In der letzten Nacht träumte ich seltsamerweise von dem Lied „Summer is over“ von Dusty Springfield, das ich lange nicht mehr gehört habe, weder auf meiner Schallplatte noch im Radio. Die Melodie mit dieser wunderschönen Trompete hatte ich ziemlich realistisch „im Ohr“, aber ob ich sie tatsächlich gehört habe?

    Ich denke, dass Geräusche oder Musik nur so real sein können wie der gesamte Traum, nämlich irreal. Dies betrifft auch Gespräche, die in meinen Träumen häufig vorkommen: Hören im wörtlichen Sinn kann ich sie zwar nicht, aber ich „weiß“ im Traum, dass sie stattfinden.

  4. Torsten sagt:

    Verstehe, was du meinst. Ich denke, es verhält sich folgendermaßen: Das Ohr wandelt Schallwellen, das Auge Lichtwellen in elektrische Impulse um und diese wiederum werden vom Gehirn bewusst gemacht und als Musik oder Gespräch interpretiert. Das Gehirn ist aber offensichtlich auch in der Lage, den Eindruck von Bildern und Tönen zu erzeugen, wenn Schall- und Lichtwellen völlig fehlen. Denn wie wir wissen, ist das Gehirn ja nie „ausgeschaltet“.

    Das führt uns natürlich zu der philosophischen Frage, ob die Außenwelt überhaupt existiert oder sich das Gehirn diese nur selbst, quasi als Illusion, zusammen bastelt. Ich denke, dass es nicht so ist, aber dass sich äußere Realität und Innenwelt durchaus durchmischen können und möglicherweise gegenseitig auf einander einwirken.

    Zumindest behaupte ich, dass wir nicht fähig sind, eine objektive Wirklichkeit wahrzunehmen, sondern unsere Wahrnehmung immer subjektiv gefärbt ist, bedingt durch Erziehung, Lebenserfahrungen, soziales und kulturelles Umfeld. Wirklichkeit ist letztendlich eine Sache der Definition. Für Naturstämme sind Geister Wirklichkeit, wir „aufgeklärten“ Menschen bestreiten allerdings im Allgemeinen deren Existenz, weil wir sie noch nie mit unseren Instrumenten gemessen haben. Wer hat nun Recht? Welche Wirklichkeit ist wirklich wirklich?

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