Kaufe nie die Mühle im Sack

Tod durch Computerspiel

2013-07-15 von Torsten in Kategorie Der Wind spinnt

Ich bin beim Aufräumen meiner E-Mail-Ordner auf folgende uralte Meldung gestoßen und was ich damals dazu für Gedanken hatte:

(Quelle: ITFlash, 22. November 2005)

Blizzard: Tod durch Computerspiel

Spielehersteller Blizzard dürfte morgen eine Klage aus China erreichen. Auslöser war der tragische Tod eines 13 Jahre alten Kindes, das leidenschaftlich am Online-Rollenspiel »World of Warcraft« (WoW) teilnahm. Die Eltern werfen Blizzard vor, dass ihr Junge durch das Spiel den Bezug zur Realität verloren und sich daher leichtsinnig von einem Dach gestürzt habe. Er wollte angeblich eine Szene nachspielen.

Die Kläger werden vom bekannten Anwalt Zhang Chunliang vertreten, der auch an einer Sammelklage von 63 Eltern arbeitet, deren Kinder süchtig nach Online-Spielen sind.

Blizzard nahm noch keine Stellung zu den Vorwürfen, baute aber schon eine Kontroll-Funktion in WoW ein: Nun können Eltern Spieldauer und -zeiten über den Account regulieren. (Red Herring)

Tja, so kann man auch an Geld kommen. Und nicht nur in den USA. Dort ist man ja bekanntlich in seinen Möglichkeiten unbegrenzt: Nicht nur, dass man mühselig im Laufe von dreißig oder vierzig Jahren vom Tellerwäscher zum Millionär werden kann – nein, es geht schneller und einfacher, man lässt seinen Nachwuchs ungehemmt, aber regelmäßig (= täglich) Pommes und Burger fressen, redet nötigenfalls noch ein bisschen gut zu, wartet nur wenige Jahre und verklagt dann McDonald’s oder Burger King, weil das Kind wegen durch Fettleibigkeit verursachte Gelenkbeschwerden, Diabetes und diverse Herz-Kreislauf-Krankheiten ins Krankenhaus muss. Hat man den richtigen Anwalt, kommt schon ein hübsches Sümmchen zusammen, auch wenn man die Anwaltsgebühren abrechnet. Ach ja, ich habe die Investitionen fürs Taschengeld des Sprosses noch vergessen – aber es dürfte sich selbst dann noch rechnen.

Allein, dass auch die Chinesen so geschäftstüchtig sind, indem sie ihre Kinder verheizen, das war mir bisher unbekannt. Sammelklage, anstatt den Kindern beim ersten Anzeichen der Spielsucht ihre Computer wegzusperren, das ist stark, da muss man erst mal drauf kommen!

Scheiße, dass ich keine Kinder habe. Da würde ich gleich Stammkunde im nächstgelegenen Computerspiele-Laden werden und bei jedem Einkauf zum Verkäufer sagen: »Ist alles für meinen Sohn!«

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