Wir sind so durch den Wind

Immer wieder sonntags

2013-11-17 von Torsten in Kategorie In Mühlen wohl fühlen

»Immer wieder sonntags kommt die Erinnerung« sang in den 1970er Jahren ein Schlagerduo. Ich glaube, es waren Cindy und Bert. Und dann gab es noch einen Schlager, da sang ein anderes Duo: »Ich fange nie mehr was an einem Sonntag an, weil der Sonntag mir meinen Glauben nahm«, und in beiden Schlagern, wie überhaupt bei fast allen Schlagern jener Zeit, ging es um das Scheitern von Liebesbeziehungen und dem damit verbundenen Liebeskummer. So kitschig und klischeehaft wie nur irgend möglich, versteht sich.

Aber deswegen habe ich mir die Überschrift dieses Blogartikels eigentlich gar nicht ausgedacht. Denn ich habe weder mit Schlagern was am Hut noch habe ich Liebeskummer. Sondern ich wollte darüber schreiben, dass ich immer wieder sonntags hier im Blog ein Zitat veröffentliche, mir aber aufgefallen ist, dass in manchen Wochen zwischen den Sonntagen kaum Artikel stehen. Das deutet leise darauf hin, dass ich wohl schreibfaul geworden sein muss.

Ein bisschen tröstet es mich, dass ich wohl nicht der einzige Blogger bin, dem es gelegentlich so geht. Auch CeKaDo hat Anfang 2013 darüber berichtet. Und er schrieb auch, dass er grässlich müde sei, weil er so früh aufstehen müsse. Nun, ich bin tagtäglich müde, auch ohne früh aufgestanden sein zu müssen. Furchtbar ist das. Und wenn man dann noch Blogartikel schreiben soll …

Aber ich will mich wieder mehr dazu zwingen. Ob ich meinen ursprünglichen Vorsatz aus 2009, jeden Tag einen Artikel zu schreiben, irgendwann wieder erfüllen werde, das weiß ich noch nicht und ich will es euch auch gar nicht versprechen. Ich kenne mich ja. Aber ich werde das Bloggen jedenfalls beibehalten.

Eingestellte, gestorbene, vergammelte Blogs gibt es schließlich schon genug auf der Welt.

Eine Antwort zu »Immer wieder sonntags«

  1. CeKaDo sagt:

    Danke für die Erwähnung. tatsächlich schreibe ich gefühlt andauernd, dass ich müde bin. Eigentlich ist das chronisch und im Grunde ja schon seit meiner Pubertät eine Art Lebensmüdigkeit. Mit allem Drum und Dran. Aber immerhin raffe ich mich noch seit Jahren stündlich dazu auf, weiter zu leben. Keine Ahnung wofür das mal gut sein soll. Wir werden sehen.

    Was die Bloggerei angeht, so werde ich die sicher nicht aufgeben. Dazu habe ich viel zu viel mitzuteilen. Wen auch immer das interessieren mag. Weil, das ist ja das Schöne am Bloggen. Man schriebt so ein paar Tralala-Gedanken hin, oder einen supergeilen und wichtigen, politisch-Gesellschaftlich zündenden Artikel und irgendwer liest das. Manchmal schreibt sogar jemand einen Kommentar. Tolle Sache so etwas.

    Eigentlich ist das Ganze völlig bescheuert. Ich meine, welche Tageszeitung rühmt sich mit einer Auflage von x-tausenden Exemplaren und bekommt dann mal eben pro Tag einen halben Leserbrief. Kriegen die nicht auch die Krise, weil sie ins Nichts schreiben und drucken?

    Na egal, manchmal schreibe ich meine Gedanken ja auch in Kommentare. Das reicht dann an Schreiberei für den Tag. Und mindestens der Blogger muss es dann lesen. Auch ne Art von Kommunikation, oder? 🙂

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