Sackmühle

Sack mir, wo die Mühlen sind

Pop-Kunst

2010-07-24 von Torsten in Kategorie Zum Sack zackzack

Ach, jahrelang läuft man mit dem geheimen Wunsch im Kopf durch die Straßen seiner Stadt, dass doch einfach mal eine interessante Frau einen ansprechen möge und daraus eine wundervolle Romanze entstünde.

Ja, und heute ging der erste Teil meines Wunsches in Erfüllung, denn kurz vor dem Supermarkt, in welchem einzukaufen ich mich anschickte, liefen in ein paar Metern Entfernung zwei junge Frauen diagonal an mir vorbei, mich interessiert anschauend. Und die eine rief mir dann »Guten Abend!« zu. Leider war es die hässlichere der beiden Damen.

Ich jedoch ging wortlos und mich nicht umdrehend weiter, geradewegs auf den Eingang des Supermarktes zu. Denn die Frauen gibbelten und gackerten so komisch, und auf so was kann ich ja nun gar nicht. Na ja, wer weiß, wie jung die noch waren, bestimmt nur so Anfang zwanzig, da fehlt eben noch die Reife, jedenfalls die geistige.

Und das Motiv auf meinem T-Shirt haben sie bestimmt auch nicht als ein bedeutendes Kunstwerk aus der ära der amerikanischen Pop-Art erkannt, diese jungen kulturlosen Hühner. Es ist das Gemälde von Roy Lichtenstein (1923–1987), das eine blonde Frau zeigt, die in einer Comic-Sprechblase denkt: »M-MAYBE HE BECAME ILL AND COULDN’T LEAVE THE STUDIO!«

Außerdem lasse ich mich nicht einfach von wildfremden komischen Weibern auf der Straße anquatschen, schon gar nicht von zweien auf einen Schlag. Wer weiß, was die gemeinsam sonst noch so für Sachen mit einem vorhaben. Obwohl … nun ja … zwei Mädels, ein Mann (nämlich ich) … hm …

Aber nee, dann ist der Euro ja nur noch 33,33 Periode Cent wert, wenn man zwei so junge, lebenslustige und wahrscheinlich kaufwütige Damen als Klötze am Bein hat. Nee, lasst mal, Mädels, nicht mit mir.

Gestern Nacht, die reifere Frau in der Eisdiele, mit der ich flirtete, die wäre vielleicht eher mein Kaliber gewesen. Aber wenn Damen mittleren Alters schon so unangenehm angeschickert sind, auf Tuchfühlung gehen und anfangen, einen anzugrabschen … boh näh, das kann es auch nicht sein.

So, dann will ich mir mal einen schönen Fernsehabend machen, und zwar mit mir allein, plus leckerem Essen und Trinken und mit reichlich Horror- und Actionfilmen. Das Leben hat auch seine guten Seiten.

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