Mehl ins Getriebe

Deutsch für Anfänger: »wir können die preis reden«

Nein, ich will mich nicht über ausländische Mitbürger lustig machen. Ich kann schließlich auch nur meine Muttersprache Deutsch und ein bisschen Englisch. Aber manche Sätze, auf die ich hier und da so stoße, klingen einfach drollig, wie zum Beispiel dieser hier: »die teilen sind ok wir können die preis reden«.

Klar versteht man, was gemeint ist. Aber ich musste halt schmunzeln – war allerdings auch froh, dass ich nicht in einem fremden Land lebe und mühselig eine andere Sprache lernen muss. Da hätte ich auch so meine Schwierigkeiten, ganz klar. Und ich wäre sicherlich nicht gerade begeistert, würde man über mich lachen.

Und so bin ich ein bisschen zwiegespalten bei der Veröffentlichung dieses Blog­ar­ti­kels.

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Spam: Spendenangebot

Spendenangebot in Höhe von 2.800.000 €, Kontaktieren Sie sie unter info.mrs[…]@gmail.com für weitere Informationen.

– Aus einer Junk-Mail

Mir wird eine Spende angeboten? Soll ich mich freuen? Oder doch lieber kotzen angesichts einer so dumm gemachten Belästigungs-Post?

Deutsch für Anfänger: »vermeindliche Einsparung«

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Wenn ich durch bestimmte sinnvolle Maßnahmen Geld einsparen kann, zum Beispiel beim Heizen in einem so fiesen Winter wie im Januar 2026, dann bin ich natürlich froh bis begeistert. Doch was ist eine »vermeindliche« – oder richtig geschrieben: vermeintliche – Einsparung?

Der Duden erklärt das Wort. Demnach meint oder glaubt man nur, etwas einzusparen – tut es in Wirklichkeit aber gar nicht.

Sinnvoll wäre also ein anderes Wort, möglichst in korrekter Rechtschreibung. Wie wärs mit vermutliche oder voraussichtliche Einsparung?

Bumm!

Wie blöd kann man eigentlich sein, um Geld dafür auszugeben, dass es mal kurz Bumm! macht? Sonst höre ich doch immer, alles sei so furchtbar teuer geworden, und man könne sich ja kaum noch etwas leisten.
Und was ist mit Umweltverschmutzung und verängstigten Tieren durch die Böllerei? Prügel gibt es dafür vom Windmühlenflügel – der Mensch lernt schließlich nicht, wenn es nicht ordentlich weh tut.

Sellerie = Apfel

Neulich im kleinen Supermarkt: Ich hatte an der Kasse meine ganzen Sachen aufs Laufband gelegt, und als der junge Kassierer am Knollensellerie angelangt war, fragte er mich, ob ich den Preis wisse. Ich schaute kurz nach und sagte: »Eins neunundneunzig pro Kilo.«
Der Kassierer meinte, er würde das nicht finden und nähme einen anderen Artikel mit einem Preis von 99 Cent pro 500 Gramm. Das genaue Gewicht betrage 0,586 Kilogramm.

Als ich mir zu Hause den Kassenbon anschaute, sah ich, dass er doch einen Kilopreis eingegeben hatte, nämlich € 1,99. Alles so weit korrekt. Aber als Artikelbezeichnung stand da »Äpfel«.

Na, ich vermute mal – aber es ist halt nur eine Vermutung – dass der junge Bursche gar nicht wusste, was ich da für ein komisches schrumpeliges Ding aufs Band gelegt hatte. Nun gut, in seinem Alter hätte ich Sellerie vielleicht auch nicht als solchen erkannt.

Bild: Sellerie
Sellerie, fotogen zwischen Aloe-Vera-Pflanzen platziert