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Google-Bildersuche

Freitag, Dezember 30th, 2011

In meinen Blogstatistiken sehe ich, dass oft Leute durch Googles Bildersuche auf die Sackmühle stoßen. Mich macht das immer ein kleines bisschen traurig. Natürlich gibt es ab und zu auch Bilder in den Blogartikeln. Ich bin ja schließlich ein visueller Mensch – als Medienverunstalter Bild und Ton, Freizeitpinselschwinger und Hobbyfotografeur.

Aber bin ich nicht eigentlich noch viel eher ein sprachlicher Mensch? Gerade deswegen blogge ich ja. Und schreibe weit mehr Gedichte oder Kurzprosa als ich Bilder male. Interessant in diesem Zusammenhang: mit fünf Jahren konnte ich bereits gut lesen, aber meine Buntstiftzeichnungen waren für die Tonne.

Doch viele Menschen suchen nicht nach Texten, sondern nach Bildern, besonders Fotos. Oder fotografieren selbst. Es gibt mit Sicherheit mehr Personen, die fotografieren, als solche, die Belletristik schreiben. Warum ist das so? Wo doch die Sprache uns so sehr vom Tier unterscheidet.

Denn malen können zur Not auch Tiere. Zumindest malende Katzen soll es ja geben. Wenn ich ihre Erzeugnisse auch eher als Müll bezeichnen würde denn als Kunst. Und ich kann mir auch fotografierende Affen vorstellen.

Dichtende Affen weniger.

Sozialquark

Sonntag, November 27th, 2011

So, jetzt werde ich mal diese ganzen überflüssigen Gemeinschafts-Plattformen, oder wie man diesen social stuff nennen soll, wieder abstoßen und meine Konten löschen. Ja gut, jetzt nicht gerade bei Facebook oder dem vielversprechenden Google+. Und ich werde sogar zusätzlich noch das aufstrebende Diaspora (so eine Art Facebook, nur als Open Source) ausprobieren, vielleicht. Nein, ich meine diese unbedeutenden und veralteten Dinger wie meinVZ oder Wer kennt wen.

Und Posterous, nun ja, es ist mir zwar irgendwie sympathisch, weil es so schön aufgeräumt daherkommt. Aber ich kenne keinen, der auch da ist. Und Twitterfeed kann meine Feeds nach dort nicht hochladen. Zu guter Letzt: Bookmarks dort zu speichern via AddThis klappt irgendwie auch nicht besonders gut, das gibt manchmal Zeichen-/Bildersalat.

StayFriends? Ich weiß, ehrlich gesagt, auch da nicht so recht, was ich dort soll. Jo, man trifft alte Klassenkamerad(inn)en wieder. Und was soll ich mit denen anfangen? »Hallo, wie geht’s, was machst du?« – nachdem man sich dreißig Jahre nicht gesehen, angerufen oder geschrieben hat? Da kannst du doch ein Ei drüber schlagen. Und die Mädels, die ich damals zur Schulzeit scharf fand, sehen zwar teilweise immer noch scharf aus, aber sind alle in einer festen Beziehung oder verheiratet oder in einer lesbischen Liaison oder was. Vergiss es.

Ist aber schon komisch, es muss die midlife crisis sein: Wir werden alle älter und älter und sehnen uns nach der Jugend zurück; versuchen irgendwas davon zurückzugewinnen oder festzuhalten oder was weiß ich. Die gute alte Zeit. Die Schulzeit.

Ich jedenfalls fand sie furchtbar. Allerdings habe ich eine ganze Menge netter Leute damals kennengelernt. Und mit einigen wenigen bin ich tatsächlich heute noch befreundet. Ab und zu sieht man sich auch noch.

Im richtigen Leben, Baby. In der wirklichen Welt. Persönlich.

Sinnlos

Dienstag, November 1st, 2011

Catrin: Ab wann wird Profit sinnlos?

Bernd: Keine Ahnung. KEINE AHNUNG!

Catrin: Aber das Leben wird so leicht sinnlos. Das kann doch nicht sein, dass alles sinnlos wird, nur der verdammte PROFIT NICHT!

Quelle: René Pollesch, www-slums, rororo, ISBN 3-499-23354-1

Die Fotoalben in Fa(r)cebook

Montag, September 26th, 2011

Also, ich schaffe es doch einfach nicht, in Facebook ein Foto zu einem bestehenden Album hinzuzufügen. Es wird hochgeladen, eine Meldung erscheint, dass der Upload geklappt hätte, tja und dann ist da aber nichts.

Oder von einem Album ins andere verschieben: Fehlanzeige. Löschen ging wenigstens. Vielleicht bin ich zu müde, vielleicht schnallen es andere Leute besser als ich, aber die Benutzerfreundlichkeit und Übersichtlichkeit von Farcebook sind unter aller Sau.

Na ja, jedefalls wieder mal ein Grund mehr für mich, Facebook zu hassen. Google wird mit Google+ nach der Betaphase hoffentlich so einige Dinge besser auf die Reihe gekriegt haben als dieser Zuckerberg-Heini mit seinem Fuckbook.

Gewinnspiele

Donnerstag, September 22nd, 2011

Menschen gewinnen gern Dinge. Deshalb machen sie bei Gewinnspielen mit. Ich auch. Meistens muss man für irgendwas abstimmen oder Fragen beantworten oder einen Kommentar schreiben, um an der Verlosung teilzunehmen. Gute Sache, das.

Doch warum, um alles in der Welt, schicken die Teilnehmerinnen und Teilnehmer überall Mitteilungen rund, um andere Menschen über solch ein Gewinnspiel zu informieren? Da werden Tausende und Abertausende von Meldungen über Twitter, Facebook und über was-weiß-ich-nicht-was-für Dienste verschickt. Damit die ganze Welt von dem Gewinnspiel erfährt.

Aber sonst seid ihr klar im Oberstübchen, oder? Jeder zusätzliche Teilnehmer vermindert doch die eigene Gewinnchance! Wo hast du wohl größere Chancen, zu gewinnen? Bei einer Verlosung, wo hundert andere Menschen mitmachen oder bei einer, wo es hunderttausend Teilnehmer gibt?

Ich habe gerade bei einer Umfrage mitgemacht, bei der man ein iPad 2 gewinnen kann. Und niemandem, ich schwöre es, niemandem habe ich Genaueres weitererzählt.

Grün lieben

Mittwoch, Juli 20th, 2011

In SAT.1 sieht man jetzt gelegentlich Spots, in denen zu umweltbewusstem Handeln aufgefordert wird. Der Slogan lautet: »Love Green – Wir retten die Welt. Jeder ein bisschen.«

Na, jetzt kann man das natürlich wieder Scheiße finden, dagegen reden und kommerzielle Interessen unterstellen. Ich hingegen glaube, dass ein allgemeiner Umschwung im Gange ist, bei dem Privatleute und Unternehmer zusammenarbeiten für eine bessere Welt.

Das kennen wir schon von Utopia. Auch Fairtrade zeigt, dass Gewinnstreben nicht zwangsläufig zu Lasten der Umwelt und der Arbeiter gehen muss. Krombacher setzt sich momentan für den Klimaschutz ein. Ja, warum denn nicht.

Und Love Green ist keine Initiative von SAT.1, sondern von zwei Privatleuten ohne kommerzielle Interessen (nach Aussage von Love Green selbst), wird aber vom Fernsehsender gefördert. Ist doch gut! Wann wurde denn vorher jemals in den Werbeblöcken unabhängig von der Produktwerbung eines Unternehmens zu einem allgemeinen umweltbewussten Handeln im Rahmen der Möglichkeiten des einzelnen Bürgers aufgefordert?

Natürlich kann jeder Einzelne nur ein kleines Bisschen tun. Aber wenn sehr Viele das machen, kann der Effekt gewaltig sein. »Wir retten die Welt. Jeder ein bisschen.« Also: überlege mal, was für einen Beitrag du leisten kannst!

Mühle-Spiele

Sonntag, Juli 3rd, 2011

Die Sackmühle wäre keine Mühle, wenn sie nicht auch auf Mühlespiele für den Computer hinweisen würde. Und zwar kann man bei Heise welche herunter laden: http://www.heise.de/software/download/muehle/61164.

»Mühle 2.1« ist leicht gegen den Computer zu gewinnen und kostet 10 Euro; »Master 2.3« ist schwieriger und als Freeware erhältlich.

Wörterbücher online und in Textverarbeitung integriert

Freitag, Mai 13th, 2011

Unter www.duden.de/definition/ kann man Wörter auf die Schnelle nachschlagen. Diesen Service gibt es seit kurzem. Meine gedruckten Wörterbücher werde ich trotzdem nicht wegschmeißen, denn nicht immer habe ich den Computer laufen.

Ferner bietet der Duden-Verlag eine Rechtschreibprüfung zur Integration in Microsoft-Word® für knapp zwanzig Euro an.

Im aktuellen TextMaker von SoftMaker ist das allerdings von vornherein enthalten: »Neben einer Rechtschreibprüfung in 20 Sprachen und einem zehnsprachigen Synonymwörterbuch sind in TextMaker als einziger Textverarbeitung auch folgende Nachschlagewerke aus den Häusern Duden und Langenscheidt integriert: Langenscheidt Taschenwörterbücher für Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch; Duden – Das deutsche Universalwörterbuch; Duden – Das Große Fremd­wörter­buch

Neben der Textverarbeitung beinhaltet das SoftMaker-Office-Paket noch Tabellenkalkulation, Präsentationssoftware und einen Basic-Editor, um Abläufe automatisieren zu können. Und das alles inklusive der Nachschlagewerke bekommt man für gerade mal knapp siebzig Euro!

Flüssige Partikel

Mittwoch, Mai 11th, 2011

Auf Spielzeugz.de ist ein Experiment veröffentlicht worden, das zeigt, was mit dem HTML-5-Canvas-Element in Verbund mit JavaScript möglich ist.

»Flüssige« Partikel folgen der Bewegung der Computermaus, sammeln sich, wenn der Mauszeiger still bleibt, und explodieren, wenn man eine Maustaste klickt.

Solltet ihr euch mal anschauen – erstens sehe ich es als eine moderne Form der Kunst an und zweitens macht es einfach Spaß, damit eine Weile herumzuspielen!

Schnell Fenster

Donnerstag, Mai 5th, 2011

Schnell muss es gehen, so einen blöden Blogartikel zu schreiben. Ich habe ja nicht den ganzen Tag Zeit. Und Lust erst recht nicht. Also malträtiere ich mit einer gewissen entnervten Aggressivität die Tastatur, um schnell fertig zu werden.

Liest doch eh keine Sau. Ja doch, ein paar Leute schon. Aber viele stoßen zufällig, durch verkorkste Suchen, auf mein Blog (ja, »Blog« (=Weblog) ist immer noch sächlich, nur »Block« ist männlich), finden nicht das, was sie erwartet hatten, und klicken sowieso gleich wieder weg. Und für die soll ich große Werke hier veröffentlichen? Literatur auf den Webserver zaubern? Mir für Nüsse den Kopf zermartern und tippen, bis ich Hornhäute an den Fingerkuppen bekomme?

Nä!

Ich schaue noch schnell aus dem Fenster in die Dunkelheit hinein, bleibe danach die restlichen zwanzig Minuten bis zur Fernsehsendung, die ich mir anschauen will, völlig reglos auf meinem Bürodrehstuhl sitzen und denke:

So lange, verschachtelte Sätze, wie ich sie fabriziere, macht man einfach nicht. Das tut man einfach nicht. In Büchern vielleicht. Mag sein. Im Web jedenfalls nicht.