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Die Sackmühle ist keine Hure

Dienstag, Dezember 20th, 2011

Immer wieder werde ich angeschrieben, ob ich nicht einen Blogartikel schreiben und dafür ein T-Shirt bekommen will, ob ich nicht mal den Artikel eines Gastschreibers veröffentlichen möchte oder ob ich mich nicht mit irgendwelchen Business-Websites oder Portalen oder was auch immer verlinken mag.

Die Antwort: Nein.

Die Sackmühle ist keine Hure, die sich kaufen, ködern, tauschen, kommerzialisieren oder durchnudeln lässt. Das bedeutet nicht, dass sie niemals für etwas wirbt oder etwas empfiehlt oder Links setzt. Das tut sie. Aber sie tut es, falls, wann und mit wem es ihr passt. Und nicht, wenn man sie deswegen anbettelt oder ihr Geld auf den Nachttisch legt oder ihr ein Tauschgeschäft vorschlägt.

Also, kurz gesagt: Vergessen Sie’s!

Sich wehren gegen Call-Center-Spam

Samstag, November 19th, 2011

Werdet ihr auch manchmal von Call-Center-Agents (wie es im Neudeutschen gern heißt), also Telefonzentralen-Mitarbeitern angerufen? Die euch staatliche Förderungen, Steuerersparnisse und lohnende Geldanlagen verkaufen wollen? Oder behaupten, ihr hättet bei einem Gewinnspiel gewonnen? Oder die euch einfach nur ausfragen wollen und sich als Angestellte irgendeiner statistischen Behörde ausgeben?

Es kann lästig werden. Und manchmal versteht man den Namen des Unternehmens nicht, in dessen Auftrag sie anrufen. Oder sie nennen ihn einfach gar nicht.

Oder der Anrufbeantworter ging dran, aber es wurde nichts aufgesprochen, sondern wortlos aufgelegt. Doch wie findet man heraus, wer denn eigentlich angerufen hat, falls eine Rückwärtssuche ergebnislos bleibt?

Nun, indem man diese Website besucht: www.tellows.de, denn hier teilen Menschen, die von dubiosen Leuten angerufen worden sind, ihre Erfahrungen mit. So hat man dann im schlimmsten Fall, also bei Dauerbelästigung/Telefonterror desselben Anrufers, die Möglichkeit, mit Hilfe der herausgefundenen Daten die Bundesnetzagentur einzuschalten.

Gute Sache, dieses tellows, finde ich! Und die Sackmühle verteilt für unerwünschte und darüber hinaus ja auch unerlaubte Telefonwerbung (Kaltanrufe) reichlich Prügel mit dem Windmühlenflügel.

Dekorieren probieren

Mittwoch, September 7th, 2011

Hier kannst du das Dekorieren deines Lieblingsraumes probieren, etwa so:


www.moebel-profi.de

Nett gemachtes virales Marketing. Ich hab da mitgemacht, weil ich einen schönen Dekorationsgegenstand gewinnen möchte, der sich nach ein paar Jahren leider als fürchterlicher Staubfänger herausstellt und in die Mülltonne wandert.

Schade darum.

Der Wahnsinn greift um sich

Montag, August 15th, 2011

Wenn du dir ein paar Werbebeilagen aus der Tageszeitung fischst, dann merkst du: Der Wahnsinn greift um sich! Wo man auch hinschaut: nur noch Wahnsinn!

Ein Lebensmittel-Discounter zum Beispiel bietet »Wahnsinns-Angebote« feil, ein Reifenhändler hat »Wahnsinns-Sommerrabatte«, und ein Möbelhaus schreibt gleich dreimal das Wort »Wahnsinn« auf eine einzige Seite seines schäbigen Prospektes.

Bei so viel Wahnsinn fragt sich der kühl denkende Konsument, wo denn nun wohl bloß die geistige Gesundheit der Werbetreibenden geblieben sein mag. Sind denn die Händler wirklich so von allen guten Geistern verlassen, dass sie ihre wertvollen Produkte und Dienstleistungen zu so kaputten Preisen verschleudern?

Na, und was nun? Sollen wir Verbraucher jetzt mitziehen und ebenfalls der geistigen Umnachtung verfallen? Sollen wir wirklich glauben, »Wahnsinns«-Schnäppchen absahnen zu können? Sollen wir uns »reich sparen«, indem wir Unsummen an Geld ausgeben, nur weil alles doch so billig – Verzeihung: preiswert — ist?

Ja, sollen wir! Und, na ja, gut, warum nicht. So lasst uns denn glauben, dass es Rabatte von 70 Prozent tatsächlich gibt, glauben wir also, dass wir hochwertige Ware zu Niedrigstpreisen erstehen können und plündern wir schnell unsere Bankkonten, denn »es lohnt sich«!

Und natürlich müssen wir schnell handeln … heute … sofort! Denn alle Angebote sind zeitlich und mengenmäßig streng begrenzt, und wenn wir jetzt, genau jetzt, nicht zuschlagen, dann werden wir nie, nie wieder so günstig einkaufen können!

Ja, folgen wir dem röhrenden Ruf des Wahnsinns!

Fraktur, Schwabacher und so ein Zeug

Mittwoch, Juli 27th, 2011

Diese konservativen, gebrochenen Schriften wie Rotunda, Schwabacher oder Fraktur sind einfach nicht tot zu kriegen. Auch in unserer modernen Zeit geistern sie überall herum.

Zum Beispiel auf Bierdosen. Oder Bierflaschen. Oder in Tätowierstudios. Oder bei Heavy-Metal-Bands.

Natürlich: wenn man den Wert des Altbewährten betonen will, dann geht das schlecht mit einer Grotesk. Und einem Bier, das seit Hunderten von Jahren nach dem Reinheitsgebot von 1516 gebraut wird und das gerade darauf stolz ist, würde wohl eine zeitgemäßere Schriftart nicht gut zu Gesicht stehen.

Aber heute ist heute. Wir leben halt nicht mehr im Spätmittelalter oder in der Frührenaissance. Und so hätte ich nichts dagegen, wenn bestimmte Tätowierstudios, Rockgruppen oder Biermarken eine etwas zeitgemäßere Schrift trügen.

Was früher war, ist mir ziemlich egal. Die »gute alte« Zeit ist für mich tot. Ich lebe heute. Ich will eine Schrift aus der Neuzeit.

Heiße Sommerwoche 4 bei SoftMaker

Montag, Juli 4th, 2011

SoftMaker hat diesen regnerischen Sommer zum heißen Sommer erklärt. Und ihre Angebotspreise sind tatsächlich attraktiver als das Wetter.

Heiße Sommerwochen bei SoftMaker …
Woche 4: SureThing CD/DVD Labeler zum Sonderpreis
Außerdem: Rabatt auf alle CD-/DVD-Aufkleber

Und nein, ich habe keinen Werbevertrag mit denen oder so. Ich mag nur ihre Bürosoftware sehr und sie fahren außerdem ab und zu Aktionen, bei denen die Gelder benachteiligten Menschen zu Gute kommen. Auch das finde ich gut.

Zehn Kilo in vier Wochen abnehmen

Freitag, Juni 24th, 2011

In jeder blöden Zeitschrift findet man eine Anzeige, die adipösen Menschen ein schnelles Abnehmen in kürzester Zeit und weitgehend ohne Verzicht auf die Leckereien, die man so gerne mag, verspricht. Ach, es ist doch wirklich so einfach: Pillen, Kapseln oder Nährstoffbrei täglich zu sich nehmen, und – schwupps – schon bist du innerhalb weniger Wochen deine Pfunde, nein Kilos, los.

Eine Maria zum Beispiel behauptet in einer der Anzeigen, sie hätte innerhalb von vier Wochen acht Kilo abgenommen und nach acht Wochen sogar so viel, dass sie nun kaum noch etwas zum Anziehen habe.

Nun, liebe Jungfrau Maria, das ist großartig! Ich, Joseph, mag junge, schlanke Frauen, die nackt vor ihrem Kleiderschrank stehen (welcher wiederum ganz in der Nähe des Bettes aufgestellt ist) und hinterher gar nicht verstehen können, wie sie schwanger werden konnten.

Jedenfalls sind diese ganzen Wunderdiäten natürlich ganz natürlich. Mal werden sie aus den extrem wirksamen Inhaltsstoffen der Aubergine hergestellt, mal aus geheimen Kräutern irgendeines Urwaldes (schnell noch vor der Brandrodung gepflückt!), und diesmal sogar aus den sensationellen Früchten, die in Fachkreisen als »Zitronen« bekannt sind.

Und wenn dann noch Vorher-Nachher-Fotos gezeigt werden, welche die erstaunliche Verwandlung einer fetten Tonne in dunkelgrauer Schlabberkleidung in eine strahlende Schönheit im knappen, farbenfrohen Bikini veranschaulichen, nun – dann dürfte doch auch der pfundigsten Skeptikerin einleuchten, dass sich die minimale Geldausgabe von 90 Euro für eine Monatspackung absolut lohnen dürfte!

Denn allein schon die Erleichterung des bisher so schweren, dicken Geldbeutels trägt zur Gewichtsreduzierung bei.

5 +1 gratis

Donnerstag, Februar 24th, 2011

Die Verarschung der Verbraucher hat eine neue Stufe erreicht.

Bisher war es mir nur bei Bier aufgefallen, aber jetzt gibt es das auch bei Kola: die angebliche Fünferpackung. Sechserpackungen sind uns ja bekannt: sechs Flaschen Kola mit Folie zusammengeschweißt, damit man gleich mehrere kaufen soll. Doch nun heißt es in den überbunten Angebotsprospekten der Supermärkte: Fünf Flaschen plus eine gratis!

Hallo? Geht’s noch? Mir ist ja klar, dass es sich hier rabattrechtlich um einen Mengenrabatt handelt, deklariert als Naturalrabatt.

Aber was mir auf den Geist geht, ist, dass diese Angebote so aufgemacht sind, als hätte man eine Flasche mehr als früher, was ja nicht der Fall ist, denn die Verpackungseinheit war ja nun mal immer schon sechs Stück. Aber vielleicht klingt es einfach nach einer größeren Ersparnis, wenn der Verbraucher liest, dass er zu fünf Flaschen eine Flasche dazu bekommt, als wenn es heißt, dass er statt sechs Euro nur fünf Euro zu bezahlen hat.

Wie auch immer: Ich finde, das ist eine ganz fiese, subtile Art, uns Konsumenten für blöd zu halten. Bestimmt haben Verkaufspsychologen für ein Schweinegeld monatelang diese Idee in durchzechten Nächten entwickelt. Bei jeweils fünf Flaschen Bier oder Kola.

Jetzt warte ich nur noch auf den Bier-Kola-Mix in der Fünferpackung plus eine Flasche.

3×8 oder Alle Lichtfarben dieser Welt

Sonntag, Januar 23rd, 2011

Das Licht hat ja bekanntlich 3 Grundfarben: rot, grün, blau – oder kurz: RGB. Und mit 8 bit pro Grundfarbe kann man über 16 Millionen Farben in den feinsten Abstufungen am Bildschirm darstellen (True Color).

Und weil ich als Mediengestalter mit Hauptbetätigungsfeld Webdesign eben täglich mit Lichtfarben zu tun habe, habe ich mein geschäftliches Blog 3×8 genannt. Und auf dieses Weblog möchte ich heute mal hinweisen.

Es gibt noch nicht sehr viele Artikel dort, aber wer sich für Themen rund um Gestaltung, Internet, Software und Marketing interessiert, kann gern dort einmal vorbeischauen. Natürlich gibt es einen RSS-Feed und sogar die Möglichkeit, nur einzelne Kategorien per Feed zu abonnieren. Aufgrund der noch sehr wenigen Artikel macht das momentan allerdings noch nicht so viel Sinn.

Was mich privat so alles bewegt (und das kann sehr unterschiedlich sein), gibt es selbstverständlich weiterhin hier in der Sackmühle zu lesen.

FreeMail-Newsletter abbestellen?

Freitag, Dezember 24th, 2010

Der Newsletter von Web.de nervt! Es gibt wenig Wissenswertes darin, aber dafür umso mehr Werbung und ständige dubiose Angebote.

Gerade aktuell: Eröffne ein Girokonto bei Postbank und erhalte eine 1,5-Terabyte-Festplatte umsonst! Wenn man sich die Sache näher anschaut, stellt man fest, dass das Konto aber regelmäßig genutzt werden muss, mindestens 1000 Euro monatlich eingehen müssen und und und. Da kaufe ich mir so eine Platte doch lieber selbst für 60 Euro oder so.

Also, was macht man mit solchen Newslettern, die einen nur nerven und von der Arbeit abhalten? Man bestellt sie ab, richtig. Bei Web.de ist das allerdings nicht möglich.

FAQ:
Wie kann ich den FreeMail-Newsletter abbestellen?
WEB.DE FreeMail ist für unsere Nutzer kostenlos. Eine Abbestellung des Newsletters ist daher nicht möglich – wir bitten um Ihr Verständnis.

Verständnis, hmm… Gut, ich verstehe ja, dass sich kostenlose Dienste irgendwie finanzieren müssen. Trotzdem habe ich auf diesen penetranten und für mich nutzlosen Newsletter keinen Bock.

Die Filter, die ich in meinem Web.de-FreeMail-Postfach angelegt hatte, haben wohl eine Zeitlang genützt, aber jetzt offensichtlich nicht mehr:
Absender enthält ‘neu@web.de’ E-Mail sofort löschen
Absender enthält ‘keineantwortadresse@web.de’ E-Mail sofort löschen

Tja, wenn gar nichts hilft, kann man ja immer noch den ganzen Account löschen. Schade, ich fand die recht preisgünstige SMS-Funktion ganz schön, denn eine SMS über die Computertastatur einzutippen ist für mich bequemer, als mit dem Mobiltelefönchen rum zu fummeln.

Schau ’mer mal. Jedenfalls bekommt Web.de jetzt erst mal Prügel vom Windmühlenflügel in Form dieses Blogartikels.