Posts Tagged ‘Traum’

Dackel

Samstag, November 26th, 2011

Mir fällt auf, dass ich oft von Tieren träume.

Letzte Nacht befand ich mich im Traum wohl in so einer Art Tierzuchtstation. Da wurden Tiere – Hunde, Katzen, was weiß ich – wie am Fließband produziert, was ich nicht gerade toll fand. Aber dann drückte mir die Züchterin ein Hundebaby in den Arm. Es war ein Dackel.

Das ist nun nicht gerade meine Lieblingshunderasse. Aber ich gewann das kleine, freundliche Wesen gleich lieb. Und dann wachte ich wohl auf oder träumte was anderes.

Komischer Traum. Keine Reflexion von irgendetwas Erlebtem, keine Problemverarbeitung oder was, auch nichts anderweitig besonders Bewegendes. Was soll ich nun mit diesem Traum anfangen? Immerhin war er nicht so bedeutungslos, dass ich nicht darüber nachdenken muss. Und gerade das macht mich ja so verrückt.

Die Horrorträume machen es einem da leichter. Man wacht erschrocken auf, sagt sich, dass ja zum Glück alles nur ein Traum war und fertig, das war’s. Aber über Träume mit Tieren oder Menschen oder Engeln muss ich immer nachdenken.

Hoffentlich kommt heute mal wieder ein schöner Albtraum, aus dem ich aufschrecke, geweckt von meinen eigenen Schreien, schweißnass. Das ist doch famos. Ich liebe es.

Scheißparty im Traum

Dienstag, November 8th, 2011

Da war dieser Traum. Ich war auf einer Party. Und da war diese junge Frau, die meine Hand nahm. Unsere Finger griffen ineinander, das fühlte sich vertraut und geborgen an. Ich strich ihr die Haarsträhnen aus dem Gesicht. Wir lagen nebeneinander, Gesicht zu Gesicht. Sie sprach von Sex.

Aber im nächsten Moment gesellte sie sich zu anderen Jungs, zu anderen Männern. Ich latschte ein bisschen herum. Ich kannte kaum Leute auf der Party, und in keinem Raum, in den ich auch ging, fand ich Anschluss. Ich fühlte mich völlig allein, einsam.

Schließlich bat ein Typ um meinen Rat als Mediengestalter, aber es ging in Wirklichkeit um Autoreparaturen, und ich verstand das alles nicht.

Das war eine Scheißparty da in meinem Traum. Von der kurzen Szene mit dem Mädchen mal abgesehen.

Prophetische Träume

Samstag, September 17th, 2011

Ja, es stimmt, ich habe prophetische Träume. Nichts von Bedeutung, aber immerhin. Bedeutungsvolle prophetische Träume können ja durchaus eine psychische Belastung sein. Zum Beispiel, wenn man von Unglücken träumt, die dann tatsächlich eintreten, ohne dass man sie hätte verhindern können. So was passiert mir zum Glück nicht.

Nein, ich habe nur neulich wieder von Spinnen geträumt, ich alter Arachnophobiker. Und als ich dann mittags zur Kompostkiste hinten im Garten ging, um meinen Bioabfall zu entsorgen, da saß an der Unterseite des Deckels eine schöne, fette Kreuzspinne.

Ich sage »schöne«, weil ich Kreuzspinnen eigentlich ganz gerne mag. Sie haben nicht so fiese lange Beine, sondern statt dessen einen dicken, wohlgeformten Hinterleib und eine hübsche Zeichnung auf eben diesem Hinterleib, ein weißes Kreuz nämlich.

Vor ein paar Jahren, als es im Herbst so viele von ihnen gab, habe ich sie fotografiert. Ich bin dabei mit der Hand ziemlich nah dran gegangen. Durch die Gewöhnung habe ich wohl meine Angst weitgehend verloren.

Doch zurück zu den hellseherischen Träumen. Ich müsste mal darauf achten, ob mir jedesmal, wenn ich von Spinnen träume, auch am selben Tag tatsächlich eine begegnet. Oder ob alles nur Zufall ist. Das wäre – ich kann es schlecht begründen – irgendwie …

… schade.

Katzen aus der Hölle

Samstag, Juli 2nd, 2011

Vor kurzem hatte ich mal wieder einen Albtraum. Das Traumgeschehen erlebte ich sozusagen als Zuschauer, also ohne selbst betroffen zu sein.

In einem Zimmer befanden sich zwei ältere Frauen und zwei Katzen, die einer der beiden Frauen gehörten. Die andere Frau streichelte eine der Katzen, wurde aber dabei von dieser heftig gebissen. Die Frau wollte aber gut zu der Katze sein und streichelte immer weiter, obwohl die Katze ihr den Arm erheblich verletzte.

Die Katzenbesitzerin packte schließlich die beißende Katze am Nackenfell und warf sie zur Strafe heftig auf den Teppich. Doch sie hatte nicht wirklich Gewalt über die Tiere und war, wie zu sehen war, selbst oft genug gebissen worden.

Ich sah, dass die Frauen fürchterliche Verletzungen hatten. Besonders ihre Arme waren schwer verletzt und blutig, große Fleischstücke waren heraus gebissen worden.

Die Katzen stellten das grundlose, pure Böse dar. Sie ließen sich nicht zähmen. Katzen aus der Hölle, könnte man sagen.

Kranke Dinge

Freitag, Juni 24th, 2011

Obszöne Dinge geschehen in meinen Träumen. Kranke Dinge.

Ich denke an einen alten Song von Alice Cooper auf seinem Album Billion Dollar Babies: Sick Things.

Alice Cooper mochte in dem Songtext seine kranken Dinge. Mich entsetzen die meinigen.

Bett

Donnerstag, Juni 9th, 2011

Ach, Kinders, kann es denn etwas Schöneres geben, als nach einem anstrengenden, weil arbeitsreichen, aber auch, wenn man so will, erfolgreichen Tag zu Bett zu gehen? Ich meine: Nein, kann es nicht. Schlafen ist einfach super. Gut, dass die Natur das so eingerichtet hat.

Doch morgen früh ist die Nacht vorbei, und vormittags muss ich beruflich nach Bremerhaven oder Bremerhafen, oder wie auch immer man diese Stadt, die mir eigentlich ansonsten ziemlich am Podex vorbei geht, schreibt, denn ich liebe die dreckigen, derben Ruhrgebietsstädte oder auch die vergammelten Städte meiner Heimat, das/dem/des Bergische(n) Land(es) (oh deutsche Grammatik). Und nicht diese adretten norddeutschen Städte mit ihren doofen Backsteingebäuden. Ich meine, also Fachwerk und Schiefer sind doch schließlich die wahre Baukunst, und nicht so komische rote Steine.

Aber das soll mich heute Abend/Nacht nicht mehr jucken. Jetzt gehe ich pennen und hoffe auf wundervolle Horror-Träume, in denen mich verpudeltete Köter beißen oder ich mich in unterirdischen Parkhaus-Labyrinthen verirre oder so ein Zeug.

Doch eigentlich würde ich lieber noch länger der wundervollen Chillout-/Ambient-Mucke lauschen, die als Internet-Stream ihren Weg in meine Lautsprecherboxen gefunden hat. »Falling in Love« hieß der Song, der gerade gespielt wurde.

Ja, sich mal wieder verlieben, und zwar glücklich, das wär’s. Letztens hatte ich mal so einen bemerkenswerten Traum. Diese langen Beine, diese Schenkel, diese …

Aber das ist eine andere Geschichte und soll an anderer Stelle erzählt werden.

Biss

Montag, Mai 23rd, 2011

Traum in der Nacht zum 23. Mai 2011:

Ich streichelte einen Hund und sagte zu ihm: »Ja, du bist der liebe Junge!« Er ließ es sich eine Weile gefallen, dann fing er an, an meiner Hand zu knabbern. Ich kenne dieses »Beißeln« von der Katze von Freunden, bei der es immer freundlich gemeint ist und nicht weh tut, und dachte mir also auch hier zunächst nichts dabei.

Dann biss der Hund aber richtig in meinen linken Handballen hinein, ließ nicht mehr los und zerrte an dem Fleisch, das sich wie eine Gummimasse dehnte. Ich rief: »Aus!« und versuchte, mit der freien Hand den Hund zu packen. Die umstehenden Menschen konnten oder wollten mir nicht helfen und ließen alles einfach geschehen.

Schließlich hatte der Hund meinen Handballen aus der Hand heraus gebissen, spuckte das Fleisch aber angewidert aus, sodass ich es vom Boden aufheben konnte. Ich wusste gar nicht, wo ich es aufbewahren sollte. Außerdem würde es sich wahrscheinlich im Krankenhaus nicht mehr annähen lassen, denn es war völlig zerkaut.

Ich besah meine Hand, der nun ein gutes Stück unter dem Daumen fehlte. Kein hübscher Anblick. Ich würde die Hand weiterhin gebrauchen können, dessen war ich mir ziemlich sicher; vielleicht sogar ohne besondere Beeinträchtigungen.

Dennoch: Nichts würde von nun an so sein wie vorher.

Wach

Montag, Mai 23rd, 2011

Wann wache ich auf?
Wann gehe ich ein in eine
neue Phase, wann wachse ich
aus meinem Schlummer hinaus?
Wann endlich sprengt mein Kern,
mein Wesenskern alle Schalen,
alle Ketten, wann werde ich
die Sonne spüren, eine neue Sonne?

Wann wache ich auf?
Wann darf ich zurück dorthin,
wo ich früher war,
vor der Zeit, vor dem Raum,
vor dem Urknall?
Wann werde ich erwachen aus diesen
wirren Träumen, in denen ich
meine Innenwelt für die Außenwelt halte?

Wann wache ich auf?
Und gehe ans Fenster und atme;
atme, wie ich in tausend Leben
nicht geatmet habe, eine Reinheit,
ich sauge sie ein, eine Schönheit, eine Frische.
Und GÖTTIN nimmt mich in den Arm
und schenkt mir Kaffee ein und sagt:
Guten Morgen.

Angsttraum

Samstag, März 26th, 2011

Mein Wunsch von letzer Nacht, einen Albtraum zu bekommen, hat sich tatsächlich erfüllt. Ich hatte einen ziemlich undeutlichen Traum und kann mich nur noch erinnern, dass ich ein ziemlich beklemmendes Gefühl spürte, eine Angst vor etwas Ab­strak­tem. Und mir wurde wohl schließlich undeutlich bewusst, dass ich träume, und ich wollte aus dem Traum aufwachen.

Ich versuchte es durch Schreien, aber das gelang nicht. Vermutlich träumte ich nur, dass ich schrie, tat es aber nicht in Wirklichkeit. Während des Schlafens, zumindest in bestimmten Phasen, befindet sich ja die Muskulatur in einem erschlafften Zustand. Irgendwann entfuhr mir dann aber doch ein Schrei oder vielleicht auch nur eine Art Wimmern, durch das ich wach wurde, unterstützt von einer leichten, aber ruckartigen Kopfbewegung.

Statt zu schreien versuche ich oft, aus unangenehmen Klarträumen dadurch aufzuwachen, dass ich mich anstrenge, irgendeinen Körperteil zu bewegen, wie in diesem Fall den Kopf. Aufgrund der Erschlaffung der Muskulatur gelingt das natürlich nicht gleich. Doch aufgrund vielen Übens schaffe ich es allerdings inzwischen nach einer gewissen Zeit fast immer.

Und anscheinend waren diesmal diese zwei Faktoren zusammengefallen: nämlich ein erfolgreicher Schrei und eine erfolgreiche Ruck-Bewegung zur gleichen Zeit.

Ach, was soll man

Samstag, März 26th, 2011

Ach, was soll man sich bloß immer ausdenken! Wie soll einem immer wieder was einfallen! Das sind die beklemmenden Sorgen eines Bloggers wie ich … mich … mir … Und da haben wir schon den Salat, einen zusätzlichen Salat nämlich, der sich mit der Einfallslosigkeit paart: die Unsicherheit in grammatikalischen Belangen.

Ach, ich leg’ mich am besten wieder hin. Aber andererseits muss ich euch Lesern doch was bieten und euch Leserinnen be­frie­di­gen. Ihr sollt euch doch alle in Mühlen wohlfühlen, zumindest in meiner heimeligen Sackmühle. Ja, auch ein Sack kann kuschelig sein. Er muss ja nicht aus kratziger Jute bestehen. Cord ist da schon besser. Am besten orange und braun und noch aus den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts stammend. So viel Retro wollen wir uns hier einfach mal gönnen.

Ach, wo wir gerade von Cord sprachen: meine dunkel­orange­rote Cordhose (vielleicht könnte man sie auch rostrot nennen) hat sich ziemlich abgerubbelt, besonders im Schritt – wobei ich echt nicht so recht weiß, wieso gerade da. Na ja, auf jeden Fall ist es alles keine Qualität mehr heutzutage. Also, die Hosen und so. Alles nur noch mit dem Ziel hergestellt, schnell zu ver­schleißen, sodass man bald wieder neu kaufen muss.

Früher war alles besser. Nur jammern können wir Deutschen heute besser als jemals zuvor. Behaupte ich einfach mal, weil es halt gerade so im Trend liegt, über das Jammern zu jammern.

Jetzt gehe ich aber echt pennen. Hoffentlich habe ich Alpträume. Ich mag es, Angst vor irrealen Traumgespinsten zu haben. Böse Tiere, gespenstische humanoide Dämonwesen aus der Schatten­welt, labyrinthartige Gebäude, aus denen man nie mehr hinaus findet – das ist doch groovy!