Posts Tagged ‘Tiere’

Google-Bildersuche

Freitag, Dezember 30th, 2011

In meinen Blogstatistiken sehe ich, dass oft Leute durch Googles Bildersuche auf die Sackmühle stoßen. Mich macht das immer ein kleines bisschen traurig. Natürlich gibt es ab und zu auch Bilder in den Blogartikeln. Ich bin ja schließlich ein visueller Mensch – als Medienverunstalter Bild und Ton, Freizeitpinselschwinger und Hobbyfotografeur.

Aber bin ich nicht eigentlich noch viel eher ein sprachlicher Mensch? Gerade deswegen blogge ich ja. Und schreibe weit mehr Gedichte oder Kurzprosa als ich Bilder male. Interessant in diesem Zusammenhang: mit fünf Jahren konnte ich bereits gut lesen, aber meine Buntstiftzeichnungen waren für die Tonne.

Doch viele Menschen suchen nicht nach Texten, sondern nach Bildern, besonders Fotos. Oder fotografieren selbst. Es gibt mit Sicherheit mehr Personen, die fotografieren, als solche, die Belletristik schreiben. Warum ist das so? Wo doch die Sprache uns so sehr vom Tier unterscheidet.

Denn malen können zur Not auch Tiere. Zumindest malende Katzen soll es ja geben. Wenn ich ihre Erzeugnisse auch eher als Müll bezeichnen würde denn als Kunst. Und ich kann mir auch fotografierende Affen vorstellen.

Dichtende Affen weniger.

Große blaue Katze

Mittwoch, Dezember 7th, 2011

Eine große blaue Katze
hüpf hüpf hüpf
große blaue Katze
brötz brötz brötz
stahl den Grillkäse
aus dem Markendiskonter
stahl den Käse
aus dem Supermarkt

Sie sagte: Ich mag nun mal
die Grillmäuse gern mit Käse
ich esse eben alles
mit Käse überbacken
mit Käse überbraten
mit Käse übergrillt
auch am Ende des Herbstes
ja am Ende vom Herbst

Die fette blaue Katze war
ein dreistes Biest
die fiese blaue Katze war
ein freches Viech und sprach:
Es ist so einfach
den Käse zu stehlen
es ist so leicht
den Käse zu Clown

Große blaue Katze

Kemnader See

Montag, Dezember 5th, 2011

Ich glaube, ganz am Ende ist ein Krokodil im See. Es passiert ja immer wieder, dass Menschen exotische Tiere halten, die dann irgendwann ausbüchsen: Riesenspinnen, Skorpionsternbilder, Alligallüren und Terminatorantriebe. Gut, dass dein Hund nicht gefressen worden ist.


Video: Stefan Blombach, Musik: Mountain Mirrors – I Don’t Belong

Ormie das Schwein auf Vimeo

Samstag, November 26th, 2011

Ormie from Ormie Pig on Vimeo.

Diese Animation hat mir gefallen, deswegen möchte ich sie gern mit euch teilen.

Dackel

Samstag, November 26th, 2011

Mir fällt auf, dass ich oft von Tieren träume.

Letzte Nacht befand ich mich im Traum wohl in so einer Art Tierzuchtstation. Da wurden Tiere – Hunde, Katzen, was weiß ich – wie am Fließband produziert, was ich nicht gerade toll fand. Aber dann drückte mir die Züchterin ein Hundebaby in den Arm. Es war ein Dackel.

Das ist nun nicht gerade meine Lieblingshunderasse. Aber ich gewann das kleine, freundliche Wesen gleich lieb. Und dann wachte ich wohl auf oder träumte was anderes.

Komischer Traum. Keine Reflexion von irgendetwas Erlebtem, keine Problemverarbeitung oder was, auch nichts anderweitig besonders Bewegendes. Was soll ich nun mit diesem Traum anfangen? Immerhin war er nicht so bedeutungslos, dass ich nicht darüber nachdenken muss. Und gerade das macht mich ja so verrückt.

Die Horrorträume machen es einem da leichter. Man wacht erschrocken auf, sagt sich, dass ja zum Glück alles nur ein Traum war und fertig, das war’s. Aber über Träume mit Tieren oder Menschen oder Engeln muss ich immer nachdenken.

Hoffentlich kommt heute mal wieder ein schöner Albtraum, aus dem ich aufschrecke, geweckt von meinen eigenen Schreien, schweißnass. Das ist doch famos. Ich liebe es.

Tiere sind böse

Samstag, November 5th, 2011

Tiere sind im Film immer böse: Killerameisen, Mörderbienen, Riesenspinnen, blutrünstige Haie, gefräßige Alligatoren, Kidnapper-Monsteraffen und Gebäude zertrampelnde Urzeitviecher. Und sie alle wollen den Menschen ans Leder. Wo doch der Mensch eigentlich die Krone der Schöpfung ist und nicht diese mutierten Kreaturen.

Also werden diese Missgeburten mit allen nur erdenklichen Mitteln bekämpft: mit Gewehren, Harpunen, Flammenwerfern, Strahlen­waffen, Zielsuchraketen und Napalmbomben. Richtig so! Ich finde es immer toll, wenn es diesen Bestien an den Kragen geht und ihnen der Garaus gemacht wird.

Ein paar klägliche Ausnahmen gibt es aber schon. Denn bisweilen wählt sich der Mensch auch aus dem Tierreich den einen oder anderen Freund: Lassie, Fury und Flipper zum Beispiel.

Na, diese treuen Gefährten sind aber total langweilig. Von mir aus könnten die auch abgeballert werden. Leuchtrakete in den Bauch oder so.

Um Missverständnisse zu vermeiden:
Es handelt sich bei diesem Artikel um Satire. Natürlich bin ich nicht für Gewalt gegen (echte) Tiere in der Wirklichkeit, sondern im Gegenteil für den Schutz von Tieren und für eine gesetzliche Verankerung von Tierrechten.

Ach, die Wespen

Dienstag, Oktober 25th, 2011

Ach, die Wespen. Sie wollen doch nur der herbstlichen Kälte entfliehen und ein wohlig warmes Zuhause finden. Deswegen dringen sie in meine Wohnung ein. Hier ist es ihnen dann aber zu düster, und so fliegen sie zum Licht, aber vermögen es nicht, das Glas meiner Fensterscheiben zu durchdringen. Dort wuseln sie vergebens umher, bis sie nach Tagen vor Erschöpfung sterben. Bsss, bsss, bsss.

Meine Mutter sagt immer: »Tiere sind nicht doof.« Nun, Insekten schon.

Wespen im Herbst

Montag, Oktober 24th, 2011

Es ist absolut mysteriös: Immer wieder sammeln sich Wespen an meinem Fenster. Es fing an in meinem Arbeitszimmer ungefähr vor einer Woche. Sie waren auf einmal da, an meiner Fensterscheibe, innen. Ich habe nicht den Hauch einer Ahnung, wie sie dort hin gelangt sein könnten. Ich hatte kein Fenster geöffnet, durch das sie in die Wohnung hätten fliegen können.

Sie waren auch nicht im Nebenzimmer, dem Wohnzimmer. Keine einzige. Nur in meinem Arbeitszimmer. Aber immer nur eine einzelne. Als Tierfreund fing ich sie vorsichtig ein, ging ins Treppenhaus, öffnete dort das Fenster und ließ sie frei.

Keine zwanzig Minuten später saß die nächste an meinem Fenster. Die setzte ich auch raus. Nächste Wespe. Raus damit. Und nochmal und nochmal. Bis es mir langsam unheimlich wurde. Ich fand kein Loch in der Mauer, keine undichte Stelle im Fensterrahmen. Nichts.

Ich stellte eine Kamera auf, um festzustellen, wo sie herkamen. Doch da hörte der Spuk auf.

Dafür ging es ein paar Tage später im Schlafzimmer weiter. Dort hatte ich morgens gelüftet, natürlich. Als ich das Fenster wieder schloss, machte sich kein einziges Insekt im Raum bemerkbar. Doch mittags, als ich das Zimmer wieder betrat, waren ungefähr acht Wespen an der Scheibe. Ich ließ sie nach draußen. Abends waren wieder drei dort.

Und am nächsten Tag die nächsten drei. Jetzt war ich es aber langsam leid. Ich war richtig wütend ob dieser Plage und setzte Insektenspray ein. Wie sich die Tierchen dann jeoch im Todeskampf wanden, taten sie mir allerdings sehr Leid. Die Beschreibung auf der Spraydose, es ginge sehr schnell, ist falsch. Es ist kein plötzlicher Tod, es ist eine Agonie. Ich werde das nie wieder tun. Motten im Kleiderschrank damit bekämpfen, ja gut, das schon. Da hört bei mir die Tierliebe dann doch auf.

Wie auch immer: das Erscheinen der Wespen an den Innenflächen meiner Fensterscheiben bleibt ein Rätsel. Wahrscheinlich handelt es sich um Wespen aus einem Paralleluniversum, die irgendwie durch eine Raum-Zeit-Verschiebung oder ein Wurmloch oder so was den Weg in meine Dimension gefunden haben. Oder es sind Emanationen; Ekto-/Teleplasma; Orbs, die mal nicht als Kugeln, sondern eben als Wespen in Erscheinung treten (und sich sogar zeigen, ohne dass man sie mit einer Digitalkamera fotografieren muss); oder ein sonstiger philosophischer, parapsychologischer oder esoterischer Quark.

Ja ja, die Wespen.

Spinne in der Badewanne

Samstag, Oktober 8th, 2011

Wie kommen bloß immer Spinnen in die Badewanne? Was wollen sie da? Sie kommen jedenfalls ohne fremde Hilfe nie wieder dort hinaus, denn sie schaffen es nicht, sich an den glatten Keramikwänden bis nach oben zum Rand zu kämpfen. Vielleicht wäre der Abfluss ein Ausweg? Vielleicht sind sie gar von dort gekommen?

Oder sind sie durch das offene Badezimmerfenster in die Wohnung gekrabbelt? Vielleicht gar vom Wind hereingeweht worden und zufällig in der Badewanne gelandet? Alles sehr unwahrscheinlich, finde ich. Es ist und bleibt ein Rätsel.

Gut, es sind ja nicht Hunderte. Es passiert ja nur ganz selten mal. Neulich Abend zum Beispiel entdeckte ich so ein verzweifeltes Tierchen in meiner Wanne. Und ich stellte mir halt die Fragen, die ich auch euch nun mit diesem kleinen Blogartikel stelle.

Ja. Schön. Muss aber jetzt keiner beantworten.

Prophetische Träume

Samstag, September 17th, 2011

Ja, es stimmt, ich habe prophetische Träume. Nichts von Bedeutung, aber immerhin. Bedeutungsvolle prophetische Träume können ja durchaus eine psychische Belastung sein. Zum Beispiel, wenn man von Unglücken träumt, die dann tatsächlich eintreten, ohne dass man sie hätte verhindern können. So was passiert mir zum Glück nicht.

Nein, ich habe nur neulich wieder von Spinnen geträumt, ich alter Arachnophobiker. Und als ich dann mittags zur Kompostkiste hinten im Garten ging, um meinen Bioabfall zu entsorgen, da saß an der Unterseite des Deckels eine schöne, fette Kreuzspinne.

Ich sage »schöne«, weil ich Kreuzspinnen eigentlich ganz gerne mag. Sie haben nicht so fiese lange Beine, sondern statt dessen einen dicken, wohlgeformten Hinterleib und eine hübsche Zeichnung auf eben diesem Hinterleib, ein weißes Kreuz nämlich.

Vor ein paar Jahren, als es im Herbst so viele von ihnen gab, habe ich sie fotografiert. Ich bin dabei mit der Hand ziemlich nah dran gegangen. Durch die Gewöhnung habe ich wohl meine Angst weitgehend verloren.

Doch zurück zu den hellseherischen Träumen. Ich müsste mal darauf achten, ob mir jedesmal, wenn ich von Spinnen träume, auch am selben Tag tatsächlich eine begegnet. Oder ob alles nur Zufall ist. Das wäre – ich kann es schlecht begründen – irgendwie …

… schade.