Posts Tagged ‘Reklame’

Drückerkolonnen »von der Telekom«

Dienstag, September 22nd, 2009

Heute klingelte es bei mir; ich war gerade im Treppenhaus auf dem Weg nach unten Richtung Haustür, und so kam der klingelnde Mann gar nicht bis an meine Wohnungstür. Er stellte sich als Telekom-Mitarbeiter vor und hatte auch tatsächlich einen laminierten Ausweis um den Hals baumeln. Ob so ein Ausweis echt ist, das kann man ja leider schwer feststellen.

Er wollte einen neuen, besseren und preisgünstigeren Tarif verkaufen. Als ich sagte, ich sei gar kein Telekom-Kunde, fragte er mich: »Verraten Sie mir denn, bei welchem Anbieter Sie Kunde sind?« Ich antwortete: »Nein. Dazu sehe ich keine Veranlassung.« Das machte ihn schon mal leicht ärgerlich, wie es schien.

Er faselte weiter, wie gut doch die Tarife seines Unternehmens seien und immer so weiter. Ich sagte: »Ich entscheide schon selber, zu welchem Anbieter ich gehe.« Das war wohl für ihn der nächste Schlag auf die Fresse, wie man so sagt. »Ich will Ihnen ja auch gar keine Entscheidung abnehmen, aber …« Diese Typen lassen ja einfach nicht locker.

Als ich dann etwas strenger wurde, konnte er kaum noch seine Wut unterdrückten, sagte tschüss und zog davon. In dem Moment kam ein Kollege von ihm hinter der Hauswand zum Vorschein, der vorher nicht zu sehen gewesen war und sich auch nicht bemerkbar gemacht hatte.

Diese verdammten Drückerkolonnen. Verdammte Sackratten.

Werbung abblocken

Donnerstag, September 10th, 2009

Werbung an der spannendsten Stelle eines Fernsehfilms kann mich schon manchmal nerven. Reklame auf Internetseiten auch. Auf meinen eigenen wie im Falle von »Im Bett mit Torsten« natürlich nicht, denn ich will ja Geld verdienen. Oder zumindest die Unkosten gedeckt bekommen. Was bisher leider nur graue Theorie geblieben ist. Aber mal egal jetzt.

Jedenfalls, was ja total schweinemäßig ätzt, ist auf der Straße von Akquisiteuren angequatscht zu werden. Da blocke ich sofort ab, bevor ich in ein doofes Gespräch verwickelt werde, das mich nur von wichtigeren Dingen abhält, wie zum Beispiel nach dem Einkauf schnell wieder nach Hause zu gelangen, um mich schön wieder ins Bett kuscheln zu können.

Ja, kürzlich auf der Einkaufsstraße, da sah ich schon von weitem einen knallgelben Informationsstand des Energieerzeugers E.ON. Genau, das ist einer der Konzerne, die sich einen Dreck (ha ha, Wortwitz!) um die Umwelt scheren (siehe Artikel: Deutschlandradio Kultur).

Normalerweise nehme ich zu Menschen an solchen Ständen gar keinen Augenkontakt auf, dann lassen sie einen fast immer in Ruhe. Diesmal war mir aber schon vorher was Witziges eingefallen. Also, schön zum Stand hingeschaut, und tatsächlich quatschte mich der eine Heini auch sofort an. Ich verstand aber sein undeutliches Gebrabbel nicht und musste zweimal nachfragen. Minuspunkt und – was wichtiger ist – leichte Demotivation für ihn. Ach so, ob ich denn Stromrechnungen zu bezahlen hätte.

»Nö,« sagte ich, »ich habe einen Windkraftgenerator auf meinem Landsitz und versorge mich selbst.« Mit dieser Antwort war er überfordert, schaute kurz ratlos drein, fing sich aber bald und meinte: »Aha, gut, dann weiter so!«

Ja, das war supi gelaufen. Du kannst so was auch lernen! Wenn du allgemeine oder spezielle Fragen zur Abwimmelung nerviger Werbefuzzis hast, dann schreib ruhig in den Kommentarbereich. Ich kann dann dein Coach, Trainer und Mentor werden.

Damit verdiene ich dann auf jeden Fall mehr Geld als mit den pisseligen Werbeeinblendungen.

MySpace

Donnerstag, Juli 30th, 2009

Ich stehe Werbung recht aufgeschlossen gegenüber. Ich habe auf meinem Weblog schließlich auch Werbeeinblendungen. Ich denke, in einer dezenten Form stören sie niemanden.

Aber man kann es auch übertreiben. Als ich mich kürzlich mal wieder bei MySpace einloggen wollte, wunderte ich mich, dass das so lange dauerte, und dann traute ich meinen Augen kaum. Der komplette Hintergrund war belegt durch eine Werbung von Bebe, dieser Babycreme-Marke. Also so eine Art vollformatiges Pop-under oder was auch immer:

Werbung von Bebe auf MySpace

Und zusätzlich zu dem ohnehin schon gewaltigen Bildmaterial wurde auch noch ein Video geladen.

Ja, ich habe DSL; ja, ich finde, dass Webseiten nicht nur aus Text bestehen sollten; ja, ich werde ganz gern auch gelegentlich auf interessante Produkte aufmerksam gemacht. Aber ich möchte nicht von Werbung unnötig lange von dem abgehalten werden, was ich eigentlich vorhabe, indem die Seiten so lange zum Laden brauchen, wie es zu Zeiten von Modemverbindungen noch der Fall war. Wenn ich mich zum Beispiel in ein Community-Portal einloggen möchte, dann will ich nicht eine Minute warten, bis ich »drin« bin. Auch keine halbe Minute. Und eigentlich noch nicht mal fünfzehn Sekunden.

Oder wie seht ihr das? Kommentare sind wie immer willkommen.