Posts Tagged ‘Kaffee’

Koffein

Freitag, Dezember 30th, 2011

Ich liebe es, nachts Kaffee zu trinken und anschließend schlecht einschlafen zu können. Die Beine kribbeln, die Muskeln zucken im Bett, der Kopf kommt nicht zur Ruhe. Und jetzt kommt die Kunst: es trotzdem zu schaffen, einzuschlafen. Das erfordert ein jahrelanges, mühe- und qualvolles Training. Man muss sich zwingen, völlig ruhig, bewegungslos zu liegen und möglichst nichts zu denken. Inzwischen bin ich ganz gut in dieser Disziplin.

Manchmal passiert es mir, dass ich viel zu spät ins Bett gehe, Koffein im Blut oder nicht. Am nächsten Morgen trotzdem zur gewohnten Zeit aufzustehen, auch wenn man nur vielleicht fünf Stunden geschlafen hat, das ist schwierig, aber machbar. Und wenn man das mehrere Tage hinterher macht und viel Kaffee trinkt, raubt einem das die letzten Energiereserven, das laugt einen aus.

Und nach wenigen Tagen kommen die Kopfschmerzen. Es macht mehr oder weniger Spaß, diese mal einen Tag lang auszuhalten. Und aller­spätestens jetzt musst du aber doch mal frühzeitig schlafen gehen, sonst bricht das Immunsystem zusammen und du fängst dir Infektionen ein (besonders Erkäl­tungs­krank­heiten). Am besten, man isst stark Vitamin-C-haltiges Obst oder Gemüse wie Kiwis oder Paprika. Auch Vitamin-C-Tabletten empfehlen sich nun. Abends vor dem Schlafengehen nimmt man eine Kopfschmerztablette, damit am nächsten Tag die Kopfschmerzen weg sind. Wie gesagt, jetzt muss aber dringend lange geschlafen werden.

Am nächsten Morgen stellst du fest, dass du tief und fest geschlafen hast. Der erste Gang nach dem Aufstehen führt natürlich wieder zur Kaffeemaschine.

Wichtig:
Das alles muss eine große Ausnahme bleiben! Vom längerfristigen Missbrauch koffeinhaltiger Getränke und erst recht vom Missbrauch von Medikamenten rate ich dringend ab, es schädigt die Gesundheit! Ein ausreichender und ungestörter Schlaf sollte die Regel sein. Im übrigen handelt es sich hier um Satire.

Der Kaffee-Macho

Donnerstag, November 24th, 2011

Manchmal wundern sich Leute, dass ich meinen Kaffee völlig schwarz trinke. Ohne Milch und Zucker. Und selbstverständlich schön stark.

Passend zu meinem starken Charakter eben, meiner starken Persönlichkeit, meinem starken Willen. An mir ist nichts, aber auch gar nichts Milchbubihaftes, oh nein. Und süß bin ich schon mal überhaupt nicht. Ih! Ganz im Gegenteil: kräftig, aggressiv und oft genug ziemlich sauer.

Und das macht meine Mitmenschen bitter. Besonders die Frauen. Sie sagen: »Du Testosteron-Gorilla bist völlig out. Du törnst uns ja so was von ab. Ein Softie ist das, was wir wollen. Jemand, der auch mal zärtlich eine charmante, crèmige Kondensmilch in die brutale schwarzbraune Brühe tröpfeln lassen kann.«

Grausame Eltern

Mittwoch, August 4th, 2010

»Es gibt Eltern, die sind richtig grausam.« Meine zum Glück nicht, die waren fast schon viel zu gut zu mir, dem frechen Teenager damals. Aber so lautete jedenfalls eine Suchanfrage, wie ich in den Statistiken meines Blogs gesehen habe.

Wir wissen nicht, was für ein schlimmes Schicksal hinter dieser Aussage stehen mag. Zweifelsohne gibt es Eltern, die ihre Kinder schlagen, vernachlässigen oder verlottern lassen, letzteres oft sowohl in körperlicher als auch intellektueller Hinsicht. Das Ergebnis sind im schlimmsten Fall jugendliche Straftäter.

Die Grausamkeiten meiner Eltern mir gegenüber beschränkten sich auf wenige Ausrutscher. Zum Beispiel durfte ich schon recht früh Kaffee trinken. Nun ja, ich konnte irgendwann nicht mehr davon lassen, und heute bin ich ein Kaffee-Junkie. Das ist grausam! Dier Erinnerung an den köstlichen Geschmack und die aufmunternde Wirkung der morgendlichen Tasse duftenden Kaffees ist längst verflogen, es ist jetzt Mittag, und ich werde zappelig und kann nur noch an den Kaffeeautomaten denken.

Nein, ist gelogen. Ich habe gar keinen Kaffeeautomaten. Ich mache Wasser heiß und brühe den Kaffee von Hand auf.

Gut, dass Kaffee so billig ist. Aber wenn er mal teuer wird aufgrund von Missernten oder gierigen Kaffeeröstern, die sich ein Beispiel an Mineralölgesellschaften nehmen? Dann werde ich wohl meinen Körper verkaufen müssen für einen Pott dieses aufmunternden Getränks. Oder in die Beschaffungskriminalität abrutschen.

Klauen im Supermarkt! Furchtbarer Gedanke.

Wovon ich nie genug kriegen kann

Sonntag, Februar 14th, 2010

Ich denke daran, wovon ich nie genug kriegen kann
(Schlaf
Kaffee
Speiseeis
Spaziergänge in der Hitze des Sommers),
während mir eine kleine Träne sacht die kühle Wange hinunter
rinnt.

Haarausfall

Mittwoch, November 18th, 2009

Gestern schrieb ich über Stromausfall. Doch Haarausfall ist schlimmer als Stromausfall, oder etwa nicht? Ich selbst bin zum Glück davon nicht betroffen. Grau sind sie, die Haare, das schon, aber was soll’s. Gut, ich will mich jetzt nicht mit George Clooney vergleichen. Vom Aussehen kann ich zwar locker mithalten, aber ich habe etwas weniger Geld.

Jedenfalls, was die Werbung den (meist männlichen) betroffenen Konsumenten da so alles als Wundermittel verspricht – Wahnsinn! Momentan schwer angesagt ist ja Haarshampoo mit Koffein drin. Kaffee wäre wahrscheinlich billiger, bei den derzeitigen Preisen unter drei Euro für fünfhundert Gramm. Gerade frisch aufgebrühten Kaffee sollte man sich natürlich nicht über die Birne schütten. Obwohl – vielleicht ist diese siedend heiße braune Flüssigkeit gut für die Durchblutung der Kopfhaut, wer weiß.

Man könnte natürlich den Kaffee auch trinken, denn es heißt ja immer, wahre Schönheit komme von innen. Vielleicht kommt auch wahrer Haarwuchs von innen. Und das Kaffeemehl schmiert man sich dann sicherheitshalber noch auf die kahlen Stellen.

Der eine hat halt Stroh im, der andere Kaffee auf dem Kopf. Doch vor einer Glatze schützt wahrscheinlich beides nicht.

Der frühe Vogel hat Gold im Mund

Donnerstag, November 5th, 2009

»Morgenstund’ hat Gold im Mund« oder »Der frühe Vogel fängt den Wurm« – diese Sprichwörter habe ich noch nie so recht verstanden. Denn warum soll ein Vogel nicht auch etwas später am Tag noch einen Wurm fangen können? Und zur Not kann er ja auf pflanzliche Nahrung, etwa Vogelbeeren ausweichen. Die Hauptsache ist doch, man schafft sein Arbeitspensum; aber ob morgens oder abends, das ist doch einerlei.

»Je eher daran, desto eher davon«, dieser Spruch meines einen Opas war für mich schon einleuchtender. Denn je schneller man ungeliebte Aufgaben anpackt, desto eher ist man damit fertig und hat den Kopf wieder frei für angenehmere Dinge. Klar.

Aber das mit dem frühen Aufstehen – ich habe das schon als Schüler gehasst. Und tue es auch heute noch. Diese Dunkelheit, diese Kälte, furchtbar. Außerdem, nach dem Aufwachen bin ich einfach lange noch total schlaftrunken, das ändert sich erst so nach zehn Uhr morgens, und zwar ganz egal, ob ich am Abend davor um dreiundzwanzig Uhr oder um drei Uhr ins Bett gegangen bin.

Wie schön ist jedoch ein morgendlicher Kaffee oder Kakao. Und dann mittags eine weitere Tasse, gelegentlich mit etwas Schokolade dazu. In diesen Momenten ist der Morgenfrust vergessen.

Müdigkeit

Dienstag, August 18th, 2009

Die Müdigkeit ist mein ständiger Begleiter. Müde vom Schlafen, müde vom Nichtstun – furchtbar ist das. Erschöpfung von der Arbeit ist allerdings noch schrecklicher.

Nun, man muss als Faulenzer aber eben doch ab und zu den Körper ein bisschen bewegen, sonst schlafft man einfach zu sehr ab im Laufe der Zeit. Raus an die frische Luft! Doch nein, das Wetter ist eigentlich jeden Tag ungeeignet. In diesem Sommer ist es so: entweder es ist entsetzlich heiß oder es regnet. Na ja, und sowohl Sonne als auch Regen sind ja nicht so besonders gesund.

Was will man machen. Ich trinke einen Kaffee und leg mich wieder hin. Das möbelt mich schon wieder auf.


Hier ist noch ein Rezept für einen leckeren Eiskaffee. Genau das Richtige im Sommer.

Sucht

Donnerstag, Juli 23rd, 2009

Ja ja, ich weiß, man sagt nicht mehr »Sucht« heutzutage, sondern »Abhängigkeit«. Nicht Tablettensucht, nicht Alkoholsucht, sondern Medikamenten- beziehungsweise Alkoholabhängigkeit. Und so weiter und so fort. Keine Ahnung, warum. Wie auch immer, ich sage Sucht dazu, und ich sage auch, süchtig machende Substanzen sind keine gute Sache, sie machen dich kaputt, sie können deinen Körper schädigen und deinen Geist dazu. Bei den meisten Substanzen ist das jedenfalls so.

Nun, mir sind jedenfalls mein Körper und mein Geist schon wichtig. Je gesünder und fitter, desto besser. Ja, und beide finde ich ehrlich gesagt jetzt gar nicht mal soooo schlecht. Also, meinen Körper und meinen Geist. Und, Hand aufs Herz, welche Frau unter euch würde schon gern einen abgewrackten, abgefuckten, schäbigen und auf den Hund gekommen Männe haben wollen, hm? Na also.

Doch leider kann ja so ziemlich alles zur Sucht werden, von dem du dir Trost, Linderung oder Vergessen versprichst, und – ach, doofes Thema, so unwitzig, keinen Bock mehr.

Ich koch mir Kaffee und leg mich wieder hin. Koffein und Schlaf, das sind eben meine Suchtmittel, auch wenn das erst mal paradox klingt.