Hexenstunde
Mittwoch, November 9th, 2011Ich bin auf einer Reise, die eine Stunde dauert. Ich bin auf einer Reise während der Hexenstunde. Alles ist in blutrotes Licht getaucht, alles ist rot. Ich darf mich nicht verzaubern lassen, ich will mich nicht verhexen lassen. Ich habe Angst. Ich bin in einem Gebäude. Es ist eine Hexenschule. Hier wird nach Hexenart gelernt. Nach Hexenregeln gespielt. Brutal.
(Dies hier kann nicht die Wirklichkeit sein.)
Ich bin auf einer Reise. Sie dauert eine Stunde vielleicht. Und überall lauern Hexen. Ich weiß nicht genau, was sie wollen. Ich vermeide die Konfrontation. Ich vermeide es, gesehen zu werden. Alles ist blutrot. Ich habe mein Schwert, aber was kann es gegen Hexen ausrichten. Sie werden ihre Zaubersprüche sprechen, bevor ich dazu komme, ihnen den Kopf abzuschlagen. Ich werde nicht dazu kommen, grausam handeln zu können.
(Dies ist nicht real. Nicht real.)
Eine Kirche, die mir keinen Schutz bietet. Denn es ist eine Hexenwelt, in der ich mich befinde. Und auch die Kirchen hier sind Hexenkirchen. Verwunschen. Und egal, welchen Weg ich gehe, ich werde immer auf Hexen stoßen. Ich werde sie nicht töten können, aber ich will mich auch nicht immer verstecken. Es ist eine Hexenwelt, eine Hexenstunde.
(Dies hier passiert nicht wirklich.)
Vielleicht ist der Spuk nach der Stunde vorbei. Vielleicht auch nicht. Und nicht die Hexen werden brennen. Sondern ich. Gut durchgebraten werden sie mich fressen. Und Gretel, meine tapfere Schwester, wird mich nicht retten können.
(Dies hier erscheint wirklich, aber es muss doch eine Täuschung sein. Es muss. Es muss.)
Schnäppchentiger