Posts Tagged ‘gammeln’

Gut ruhen

Mittwoch, Juli 27th, 2011

»Nach getaner Arbeit ist gut ruh’n«, so lautet eine alte Volksweisheit. Und es stimmt. Man hat ein gutes Gefühl, wenn man tagsüber viel geschafft hat, und kann dann abends zum Beispiel einen Blogartikel schreiben.

Okay, blödes Beispiel. Blogartikel zu schreiben ist auch eine entsetzlich anstrengende Arbeit, die mit Ausruhen nicht all zu viel gemeinsam hat. Schau mal, du musst dir erst mal was einfallen lassen, also ein Thema setzen. Dann denkst du über die Struktur nach. Am besten baust du deinen Artikel ganz klassisch auf, wie du es in der Schule gelernt hast: Einleitung, Hauptteil, Schluss.

Puh. Einfach drauf los schreiben gilt also nicht. Entspannung? Fehlanzeige. Nun gut, es gibt ja noch andere Möglichkeiten, sich vom anstrengenden Tagewerk auszuruhen.

Nehmen wir mal an, es ist Dienstag. Dann kannst du dir nach getaner Arbeit schön um 23:45 Uhr »Broken Comedy« mit der göttlichen Carolin Kebekus anschauen. Ja, ich verehre sie wirklich. Mirja Boes, Anke Engelke und andere gute Komödiantinnen kannst du gegen die Carolin vergessen. Echt. Irgendwann fahre ich mal nach Köln und lerne sie persönlich kennen.

Doch zurück zum Thema. Wir haben bis jetzt festgestellt: Blogartikel schreiben ist keine Erholung. Also frage ich mich doch: warum blogge ich?

Scheiße, ich weiß es echt nicht. Aber ich freue mich, wenn es euch in meiner bescheidenen Sackmühle gefällt. Das ist doch schon mal ein guter Grund zu bloggen.

Faul

Samstag, Juni 18th, 2011

Ein Lehrer von mir beklagte einst gegenüber meinen Eltern, ihr Sohn, der Torsten (also ich), sei nicht nur faul, sondern stinkend faul. – Nun, ich als fauler Sack hätte mir an Stelle des Lehrers schon eine Silbe gespart und »stinkfaul« statt »stinkend faul« gesagt. Doch sei’s drum.

Die Aussage des Lehrers war auf jeden Fall etwas zu pauschaliert ausgefallen. Denn nicht in allen Dingen bin ich faul. Wenn mich eine Sache stark fesselt, kann ich sogar eine fast un- oder übermenschlich erscheinende Energie in Form eines gewaltigen Fleißes dort hinein stecken. Aber es gibt Dinge, an die es sich meiner Meinung nach nicht lohnt, all zu viel Kräfte zu verschwenden.

Zum Beispiel das Schnüren der Schuhe. Einmal eine schöne Schleife zu binden muss doch genügen. Warum sollte man jedes Mal beim Ausziehen der Schuhe die Schleife lösen, nur um sie beim nächsten Anziehen des Schuhwerks doch wieder neu knoten zu müssen? Ein Schuhanzieher spart hier eine enorme Zeit. Mindestens drei Sekunden. Das mag nicht als viel erscheinen, aber mit anderen Zeitersparnissen addiert und aufs ganze Jahr gerechnet, ergibt sich doch schon eine Menge an Zeit, die man für nützlichere, schönere und wichtigere Dinge verwenden kann.

Natürlich ging es in der Schule nicht ums Schnüren der täglich getragenen Turnschuhe, sondern um relativ überflüssige Dinge wie Geschichte, Erdkunde oder auch Sport. Das Prinzip ist aber dasselbe. Warum sich für Geschichte anstrengen, wenn doch die Vergangenheit nun mal vorbei ist?

Doch hätte es ein Fach gegeben, das mich gehemmtem, langhaarigen jungen Burschen das unbekümmerte Flirten gelehrt hätte, nun, da wäre ich wohl bereit gewesen, einige Anstrengungen auf mich zu nehmen, um ein Meister dieses Fachs zu werden. Denn wie heißt es: Nicht für die Schule, sondern fürs Leben lernen wir.

Da es in der Schule aber darum geht, Zeug zu lernen, das man im späteren Leben nie mehr braucht, so ist doch eine allgemein an den Tag gelegte Lernträgheit nur allzu verständlich.

Tja, so würde ich wohl heutzutage gegenüber jenem Lehrer aus alten Tagen argumentieren. Damals hingegen war ich ein schüchterner und eingeschüchterter Schüler, der sich seiner raffinierten Arbeitsvereinfachungs- oder Aufwandsvermeidungs-Strategien schämte.

Und ein mundfauler noch dazu.

Subversiver Messias

Montag, Februar 21st, 2011

Jesus Christus fastete in der Wüste.
Ich frühstücke im Bett.
Ich bin euer neuer Messias.

Stress pur

Dienstag, Januar 5th, 2010

So ein Gammler wie ich hat ja gar kein so leichtes Leben, stellt euch das mal nicht so einfach vor! Denn man hat ja am Ende des Tages immer das Gefühl, nichts getan zu haben. Was ja auch stimmt. Und das führt zu starken Frustrationen.

Und ihr, die ihr einer regelmäßigen Arbeit nachgeht, redet von Stress? Ha! Ihr kommt doch abends zwar müde nach Hause, aber dafür verspürt ihr auch irgendwie eine innere Zufriedenheit oder seid zumindest froh, den Arbeitstag so gut hinter euch gebracht zu haben. Und wenn der Partner oder die Partnerin dann fragt: »Schatz, was hast du denn heute so alles gemacht?« – ja, dann gibt es doch immer etwas zu erzählen.

Doch was soll ich erzählen? »Och, erst mal so Kaffee gekocht, dann das angefangene Buch im Bett weiter gelesen, irgendwann Mittagessen ans Bett geholt, danach ein kleines Schläfchen gemacht und schließlich bin ich vom Lärm des Schneeräumfahrzeuges und der Müllabfuhr wach geworden. Die nehmen ja keinerlei Rücksicht.«

Doch wenn ich selbstkritisch darüber nachdenke, haben diese Arbeiter ja wenigstens was gemacht den ganzen Tag lang. Das kann man von mir nicht behaupten. Deshalb komme ich mir auch innerlich so leer vor. Und das ist Stress pur. Was kann ich bloß ändern?

Ich schlafe mal drüber.

Schlappheit und Einfallslosigkeit

Freitag, Dezember 11th, 2009

Ja Kinders, dieses regnerische, trübe Wetter und diese Rumgammelei und das lange Schlafen, all das macht mich total müde und schlapp. Und das wirkt sich auch auf die Agilität des Geistes negativ aus. Ich hoffe jetzt, ich habe das richtige Fremdwort benutzt. Egal. Jedenfalls, kurz gesagt: mir fällt nichts mehr ein, worüber ich schreiben könnte.

Aus dieser misslichen Lage müsst ihr, liebe LeserInnen, mir heraushelfen. Nein, also, ihr müsst natürlich nicht, aber ich bitte euch freundlich. Teilt mir in Stichworten im Kommentarbereich mit, über was ich mal schreiben soll. Also, was euch so interessiert. Aber bitte nur harmlose, einfache Themen, wo ich nicht viel Arbeit mit habe. Ich improvisiere dann ein bisschen darüber oder damit oder wie man sagt.

Wenn ich nicht am Schreibtisch, also am Computer, also am Schreibtisch einschlafe.

Selbstauferlegte Qualen

Freitag, Dezember 4th, 2009

Ja, es gibt Menschen, die erlegen sich selber Qualen, Leiden und Pein auf. Zum Beispiel ich. Warum bloß habe ich mir fest vorgenommen, jeden Tag einen Blogartikel zu schreiben? Und warum halte ich mich denn weitgehend an meine Vorgaben? Was habe ich davon? Ich weiß es nicht. Geld verdient man nicht damit, und ob ein paar Leute das lesen oder nicht und ob sie es gut finden oder nicht, das kann mir doch eigentlich egal sein.

Wenn man morgens schreibt, muss man erst mal mühevoll aus dem Bett aufstehen, und wenn man abends schreibt, hält es einen vom Zubettgehen ab. Und dann dieses angestrengte Überlegen, was man denn mal erzählen könnte. Tag für Tag. Es ist ein Elend.

Wenn ich das schon nicht verstehe, nicht mal bei mir selbst, dann verstehe ich erst recht nicht, warum manche Menschen es sogar gut finden, sich echten Schmerzen auszusetzen. Die hängen sich an Fleischerhaken, die sie sich durch die Haut gejagt haben, an der Zimmerdecke auf oder stechen sich Nadeln durch die Zunge oder machen sonst was Krankes. Echt kaputt, so was.

Nö, dann doch lieber Bloggen.

Ist so gesehen eigentlich ganz harmlos und ganz schön, und ich freue mich, wenn Leute Spaß haben, meinen Kram zu lesen.

Hunde im Stadtpark

Samstag, November 14th, 2009

Neulich wollte ich mich mal mithilfe eines kleinen Spaziergangs durch den Stadtpark vom Nichtstun erholen. Es war Mittwoch, es war vier Uhr nachmittags und es war neblig. Unter diesen Umständen erwartete ich einen bis auf meine Wenigkeit völlig menschenleeren Park, um meinen trübseligen bis munteren Gedanken nachhängen zu können.

Aber da war nichts mit meditativer Einsamkeit. Ich verstand zunächst gar nicht, wieso so viele Menschen mitten an einem trüben Werktag Lust verspürten, im Stadtpark rumzuhängen. Aber dann wurde es mir klar: Hundehalter! Die sind der Alptraum eines jeden normalen Wanderers, Spaziergängers und Naturfreundes.

Gut, ich muss zugeben, die Hunde kläfften nicht blöd rum; da war ich ein wenig versöhnt. Jedesmal nämlich, wenn ich durch einen richtigen Wald laufe, könnte ich vom aufdringlich schallenden Hundegebell fast wahnsinnig werden. Ich weiß nicht, ob Stadtpark-Gassigeher ihre Hunde besser erziehen als diese Waldheinis oder wovon sonst dieser markante Unterschied herrührt.

Damit wir uns nicht falsch verstehen: ich bin Tierfreund und ich finde, Hunde sind wundervolle Wesen. Wenn sie gut erzogen sind. Allerdings wäre es mir persönlich ja viel zu lästig, zweimal am Tag mit so einem Viech Gassi gehen zu müssen. Falls ich jemals im Leben noch einmal den Drang verspüren sollte, ein Haustier haben zu wollen, lege ich mir höchstens wieder eine Ratte zu.

Wenn man die mal leid ist, muss man sie nicht ins Tierheim geben oder das arme Wesen gar aussetzen (wie es leider so manchem Hund widerfährt), sondern man kann sich immer sagen: »Ach, was soll’s, die hat sowieso nur eine Lebenserwartung von zwei Jahren.«

Das ist doch eine überschaubare Zeit.

Tägliche Selbstdisziplin

Montag, November 2nd, 2009

Ach, ich wüsste ja zu gern, wie viele Menschen meine Artikel wirklich täglich lesen. Viele sind es wohl nicht. Trotzdem habe ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich mal nichts geschrieben habe.

Ja ja, die Selbstdisziplin. Sie ist eine schwere Bürde. Allerdings verlottert man ohne sie total. Das wäre nicht gut. Ich sage ja nicht, dass Gammeln was Schlechtes ist – gerade ich nicht, ganz im Gegenteil. Aber man muss es bewusst tun.

Aus Überzeugung, nicht aus Faulheit. Darauf kommt es an.

Nun, jetzt hab ich ja wenigstens nachträglich noch mein tägliches Pensum geschrieben, bestimmt so zwei anstrengende Minuten lang (ja, es ist ein bisschen wie das Zähneputzen), und jetzt kann ich guten Gewissens in die Heia gehen.

Alexa

Freitag, Oktober 23rd, 2009

Alexa? Eine neue Frau in Torstens Bett? Nein, ich habe mir nur gerade meinen Alexa Traffic Rank angeschaut. Er bessert sich langsam. Dank euch, liebe Leserinnen und Leser.

Ja, die brutale Wahrheit ist: ich bin gar kein Gammler, Hippie oder Softie, sondern ein eiskalter Geschäftsmann, bei dem das Gesetz des Ellenbogens herrscht. Ich will dieses Blog hier in kürzester Zeit ganz nach oben bringen und die Domain dann für ein Schweinegeld verscherbeln.

Dann kann ich wirklich Gammler werden und mich schön den ganzen Tag auf irgendeiner wunderhübschen Kanarischen Insel in die Sonne legen.

Im Grunde meines Herzens bin ich eben doch ein Müßiggänger. Und das Bloggen ist mir, ehrlich gesagt, auch ziemlich lästig. Und jetzt lasst mich schlafen.

Meine Motivation

Dienstag, September 15th, 2009

»Warum machst du das eigentlich mit deinem Weblog?« fragen mich manchmal Bekannte. – »Ach, meine Motivation sind meine Erfolge«, antworte ich dann. – »Und welche Erfolge?« wenden sie sogleich ein.

Nun, das ist leicht erklärt. Erfolg ist doch nicht immer nur, wenn man viel Geld verdient. Und Geld verdienen würde auch nicht passen zu einem Weblog, das mit Begriffen für sich wirbt wie karrierefrei, subversiv und gammeln. Nein, Erfolg ist zum Beispiel, wenn man Lob bekommt. Wenn Leuten mein Sprachstil gefällt. Wenn ich Menschen vielleicht nicht zum Lachen, aber doch zum Schmunzeln bringe. Oder zum Nachdenken. Wenn sie mich einfach mögen, weil ich das tue, was ich tue und der bin, der ich bin.

Freunde zu haben, das ist Erfolg im Leben. Eine Familie, die hinter einem steht, auch wenn man manchmal Fehler macht und Bockmist baut, das gibt einem Motivation. Geliebt oder wenigstens gemocht werden und wichtig sein für andere Menschen, indem man diese wiederum motiviert, Tiefphasen im Leben durchzustehen und weiterzumachen, bis es wieder aufwärts geht, das ist Sinn im Leben.

Scheiß was aufs Geld.