Posts Tagged ‘Frauen’

Weihnachtsfrau

Montag, November 21st, 2011

Warum ist der Weihnachtsmann eigentlich ein Mann, eine Art Vaterfigur? Ein fetter, bärtiger Typ, der ständig Erwartungen an die Kinder hat und verlangt, dass sie immer brav sind, nie eine eigene Meinung haben und niemals aufmucken? Ein patriarchalischer Archetypus; mit einer gewissen Güte vielleicht, ja, aber auch mit viel Strenge. Statt Geschenken gibt es für unartige Kinder die Rute. Immer schön den Hintern versohlen, damit sie sich der Macht der Erwachsenen beugen.

Nein, ich will das nicht mehr, ich will keinen Weihnachtsmann mehr, ich will eine Weihnachtsfrau. Eine gütige Mutter, eine gefühlvolle Dame, die meine Wünsche versteht, die mich in den Arm nimmt und mich nicht bestraft, wenn ich mal nicht nach der Pfeife irgendwelcher Machtfuzzis tanze. Die mich nicht verkloppt, bloß weil ich mich weigere, mich unsinnigen Konventionen zu beugen. Die mich bedingungslos liebt, wie ich bin, und weil ich so bin, wie ich bin.

»Mutter ist das Wort für Gott auf den Lippen und in den Herzen von kleinen Kindern.«
(William Makepeace Thackeray, 1811-1863, englischer Dichter)

Die Frau mit den Schuhen

Mittwoch, Oktober 26th, 2011

Eine Frau ging vorhin auf der Straße an mir vorbei, ihre Schuhe quietschten und sie schaute mich ein wenig scheu an, ganz kurz. Sie nah nicht übel aus, wirklich nicht; und hätte sie ordentliche Schuhe angehabt, die nicht bei jedem Schritt quietschen, hätte sie den Hauch einer Chance gehabt, dass ich mich in sie verliebt hätte.

Später im Lebensmittel-Discont lief eine Frau mit weißer Schlaghose und absolut geräuschlosen Turnschuhen an mir vorbei. Hinterher an der Kasse trafen sich unsere Blicke. Und da zeigte sich: nicht nur ihre Schuhe waren perfekt. Nein, diese Frau hatte auch noch ein wundervoll blasses Gesicht. Ich mag nicht diese überbräunten Sonnenstudio-Besucherinnen. Blass und ungeschminkt, mit guten Schuhen, das ist es.

Wow.

Haushalt und Eierlikör

Dienstag, Oktober 25th, 2011

Ich wusste es doch schon immer: Frauen, speziell Hausfrauen haben einen Lenz und genügend Zeit, Blogartikel zu schreiben …

Ja, Moment, liebe Damenwelt, ich war ja noch nicht zu Ende mit meinem Satz!

… genauso wie gelangweilte Starmanager, fremdes Geld verspekulierende Bankoberhäupter, gähnende Parlamentarier, rechtschreibschwache Teenager, sich ablenken wollende Freiberufler und gemächlich mahlende Sackmüller.

Und, Freunde der Nacht, bloggende Hausfrauen sind mir lieber als oben genannte Schreiberlinge (den Sackmüller mal ausgenommen), jedenfalls wenn so etwas Witziges dabei heraus kommt wie bei Copudor. Und sie schlürft auch noch Eierlikör bei all ihren Tätigkeiten!

Wörtliche Rede

Donnerstag, Oktober 13th, 2011

Ach, was ist denn so schwer daran, sagte sie ohne Punkt und Komma und An- und Abführungszeichen, ohne wörtliche Rede, was ist denn so furchtbar jetzt, einfach meine Hand zu nehmen und zu sagen, hey, ich find’ dich gut, und

Halt die Fresse, Schneehase, sprach ich galant.

Nein, jetzt mal im Ernst, sagte sie, wir könnten doch gemeinsam Großes erreichen, ich meine, emotional, aber auch so, weil wir, so glaube ich sagen zu dürfen, irgendwie doch seelenverwandt zu sein scheinen und

Genau: scheinen. Es scheint nur so. Also hau ab, sagte ich höflich.

So, nun pass mal auf, hob sie noch einmal an, es ist doch so, dass du deine Chancen, deine letzten Chancen flugs ergreifen solltest, ich meine, schau dich doch an mit deinen grauen Haaren und deinem fetten Bauch und deiner hässlichen Visage, wer findet dich denn schon noch groovy, so wie ich es tue, und dann wäre da noch

Ja, jetzt ist aber gut, verzieh dich, Herzblatt, und lasse dich nie wieder blicken, schrie ich ihr auf die mir eigene Art zärtlich ins Ohr.

Die Frau mit dem Pendel

Mittwoch, August 31st, 2011

In meinem Computer wohnt eine italienische Frau, die auf eine sexy Art und Weise die Zeit ansagt, jede Stunde. Sie lebt in ihrer eigenen Welt. Sie ist gefangen in ihrer Software, in ihrer Matrix, in ihrer Scheibenwelt sozusagen.

Sie schaut auf die Rathausuhr, die in Wirklichkeit gar nicht existiert, und sagt mir die Zeit an. Ich weiß nicht, ob sie vermutet, dass es eine Welt gibt außerhalb ihrer virtuellen Welt. Und ob sie glaubt, dass es Wesen höherer Ordnung gibt. Also mich zum Beipiel.

Ihre Zeit und meine Zeit stimmen immer überein. Wenn sie zum Beipiel als Uhrzeit ein Uhr angibt, dann ist es bei mir auch ein Uhr. Also nachts. Sonst würde sie dreizehn Uhr sagen. Auf italienisch, versteht sich.

Gerade habe ich mir vorgestellt, wie es wäre, wenn es eine Art Dimensionstor gäbe von ihrer Welt zu meiner. Sie käme dann aus der Computersoftware heraus, würde sich inkarnieren oder manifestieren, oder wie man es nennen soll, und hätte ein Pendel in der Hand. Ein riesiges Pendel von der Rathausuhr, falls es so was gibt. Oder meinetwegen von der Standuhr ihrer Oma. Ist ja auch egal.

Und sie schlüge mir mit aller Gewalt mit dem Pendel auf den Kopf, sodass mein Schädel aufplatzte und mein ganzes Gehirn im Zimmer umher gesploddert würde. Eklig.

So was stelle ich mir vor, nachdem sie ganz brav und harmlos die Zeit angesagt hat. Um ein Uhr nachts.

Frau mit gelben Zähnen

Montag, November 29th, 2010

Letzte Nacht habe ich kurz vorm Schlafengehen wieder ein wenig am Computer gemalt, und herausgekommen ist dabei diese karnevalsmäßig schrille Frau. Sie hat total gelbe Zähne, und ich denke mal, das kommt vom Rauchen, Kaffee trinken, Tee schlürfen, von mangelhafter Mundhygiene und sicherlich auch ein bisschen davon, dass sie in ihrem wilden Leben Hunderte von wildfremden Männern geküsst hat, die alle Bier getrunken hatten.

Nun gut, sie muss es selbst wissen, was sie tut. Doch ein bisschen weniger Schminke, ein bisschen mehr Körperpflege und einen etwas gezügelteren Lebenswandel … dann hätte sie mich als Freund haben können. Aber so – nä danke, lass mal. Zisch ab. Ich hab was Besseres verdient. Wenn Karneval vorbei ist, gehe ich auf die Suche, weit in die Welt hinaus.

Frau mit gelben Zähnen

Für diese lustigen Bilder nehme ich das Programm Organic Studio Vector Editor, das ich mir diesen Herbst mal für etwa 30 Euro gekauft hatte. Man kann keine ernsthaften Grafiken damit erstellen, denn es fehlen so manche Features professioneller Vektorgrafikprogramme wie Ebenen, boolesche Operationen, Lineale und Gitter usw., aber damit rum zu spielen macht echt Spaß.

Für ernsthafte Arbeiten verwende ich übrigens Serif DrawPlus. Es muss ja nicht immer gleich Illustrator sein – die Adobe-Produkte kann sich schließlich kaum ein normaler Mensch finanziell leisten.

Alice läuft barfuß

Dienstag, November 9th, 2010

Ach, ich mag sie einfach, diese Alice aus der Alice-Werbung. Immer hat sie diese luftigen Kleider an, immer flattern ihre Haare im Wind, auch in Innenräumen, und immer läuft sie barfuß, während doch in der Zalando-Werbung die Frauen massenhaft Schuhe kaufen und damit Männer, Hippies und Fernsehzuschauer schier in den Wahnsinn zu treiben vermögen.

Nicht so meine liebe Alice. Sie weiß, dass barfuß zu laufen gesünder ist als in Stöckelschuhen zu stolpern. Sie bekommt sicherlich so schnell keine mit unangenehmem Geruch behafteten Schweißfüße. Allein, wenn sie so auch über die Straße läuft, nun, dann wollen wir mit ihr hoffen, dass Hundekot und zerschmetterte Bierflaschen auf ihrem Weg ins Werbestudio nicht vorhanden sein mögen.

Ach, wehmütig erinnere ich mich an die Anfangszeit, als sie noch ein knallrotes Kleid tragen durfte. Heutzutage wird sie von den Marketingfuzzis gezwungen, so hässliche gedeckte Farben zu tragen wie olivgrün oder was auch immer das für eine Farbe überhaupt sein soll. Wenigstens ihre als hellbrünett bis blond zu bezeichnenden, langen Haare bleiben immer gleich.

Doch wenn ihr mich nach ihrer Augenfarbe fragt – nun, die weiß ich nicht.

Das sanfteste, wildeste, natürlichste und lasziveste Raubkatzenaugengrün würde zu ihr passen.

Im Bett mit Torsten

Mittwoch, November 3rd, 2010

Gestern waren zwei Suchmaschinenanfragen, lautend: »im bett mit torsten«, in meinen Statistiken. Sollte da wirklich jemand nach meinem alten Blog gesucht haben, das ja über eine gewisse Beliebtheit verfügte? Würde mich ja irgendwie freuen – obwohl das Schnee von gestern ist, denn heutzutage gilt es ja, sich in Mühlen (zumindest in der Sackmühle) wohl zu fühlen. Mich hat es allerdings stutzig gemacht, dass es gleich zwei Suchen am selben Tag waren.

Nun, vielleicht hat aber auch einfach nur irgendeine wollüstige weibliche Waldfee ihre heißen Wunschträume in die Tastatur gehämmert, und in ihrer Heißblütigkeit direkt doppelt … wobei sicherlich nicht ich griesgrämiger, schäbiger, menschenscheuer grauhaariger Sack gemeint gewesen sein kann. Obwohl … eigentlich bin ich doch noch ein recht attraktiver, lebenslustiger, ja fast jugendlicher Bursche, wenn ich’s mir recht überlege.

Ja, so muss es wohl sein: Zahlreiche Mittzwanzigerinnen sind total scharf auf mich, und in ihrer Not und Verzweiflung bemühen sie Google, Yahoo, Bing, Forestle, Ecosia, Benefind und wie die Suchmaschinen alle heißen, um mich zu finden – mich, den Vanilleschaumtraum ihrer schlaflosen, verschwitzten, wilden, wilden, wilden rostroten

Herbstnächte.

Programmiererinnen

Sonntag, Oktober 24th, 2010

Eine Frau kann zum Glück bei uns heutzutage jeden Beruf ausüben, an dem sie Spaß hat. Eine Unterteilung in Männer- und Frauenberufe, wie es vor Jahrzehnten noch war, gibt es nicht mehr. Sie kann nicht nur Malermeisterin, Busfahrerin oder gar Bundeskanzlerin werden, sondern natürlich auch Programmiererin. Ja, Männers, die Weibsbilder können tatsächlich analytisch denken – manche meiner Geschlechtsgenossen mögen es vielleicht nur immer noch nicht wahrhaben wollen.

Und gerade Programmiererinnen sind in ihrem Fach besonders hervorragend! Lest selbst! ;-)

Zitate von Frauen für Frauen

Sonntag, Oktober 10th, 2010

Heute habe ich mal ein paar Zitate von Frauen aus dem Büchlein »BUSINESS ROCKS! Stones statt Seneca – Zitate für die neue Business-Generation« (Financial Times Deutschland, ISBN 3-8272-7079-0, von Anne Stalfort und Sybil Volks, erhältlich bei der Buchhändlerin eures Vertrauens) herausgesucht. Zitate, die mir gut gefallen. Ich bin schließlich kein Macho, sondern ein Feminist! Deswegen habe ich auch recht wenig Glück bei Frauen, aber das ist eine andere Geschichte und soll an anderer Stelle erzählt werden …

Anführungszeichen
Was immer eine Frau macht,
muss sie doppelt so gut machen
wie ein Mann, damit sie für
halb so gut gehalten wird. Zum
Glück ist das nicht schwer.
CHARLOTTE WHITTON

Frauen leisten zwei Drittel der
Arbeitsstunden, haben ein
Zehntel des Einkommens
und ein Hundertstel des
Eigentums auf dieser Welt.
MONIKA GRIEFHAHN

Die Hähne krähen, aber die
Hennen liefern die Ware.
ANN RICHARDS

Die Gleichberechtigung der Geschlechter
wird erst dann erreicht sein, wenn
mittelmäßige Frauen hohe Ämter
bekleiden.
FRANCOISE GIROUD

Ich bin zäh und ehrgeizig, und ich weiß, was
ich will. Wenn ich deswegen ein
Miststück bin, okay.
MADONNA

Wenn der Mann seine
Weiblichkeit nicht entwickeln darf,
dann wird er zum Vierkantschlüssel.
MARIANNE SÄGEBRECHT

Hinter jedem erfolgreichen
Mann steht eine großartige
Frau? Kann sein, aber Karriere
ist kein Versteckspiel. In seinem
Schatten findet sie nicht
einmal sich selbst.
BARBIE BARGELD
Abführungszeichen

So, ich hoffe, diese kleinen Auszüge stellen keine Verletzung des Urheberrechts oder sonstiger Rechte dar. Ich glaube aber, im Rahmen einer Buchrezension, als die ich meinen Artikel hier sehe, sind kurze Zitate erlaubt.

Ich kann dieses Buch aus dem Grunde sehr empfehlen, weil es gesammelte Business-Zitate von zeitgenössichen Persönlichkeiten darbietet. Es ist unterteilt in verschiedene Themengebiete, wobei die obigen Zitate nur aus einem einzigen Kapitel stammen, nämlich »Powerfrauen und Guerilla Grrrls«. Natürlich sind die restlichen Kapitel nicht frauenspezifisch.

Natürlich haben auch Aussprüche von längst verstorbenen Größen zum großen Teil heute noch ihre Gültigkeit, aber wenn man Dinge mal etwas flotter und zeitgemäßer ausdrücken will, ist dieses Buch eine echte Hilfe.

Es hat 142 Seiten und kostet € 12,95. Verlag und ISBN habe ich ja oben schon genannt.