So ein Blog zu schreiben, ist ganz schön anstrengend, selbst wenn es ein Freizeit-Blog wie dieses hier ist. Ich hatte ja mal den Anspruch an mich selbst, jeden Tag einen Artikel zu veröffentlichen, aber wie die regelmäßigen Leser schon gemerkt haben werden, kriege ich das momentan nicht so richtig gebacken.
Nun ja, und ich habe natürlich Angst, dass die Leser schließlich die Lust verlieren könnten, wenn sie nicht jeden Tag einen kleinen lustigen, manchmal auch kritischen oder nachdenklichen oder traurigen Artikel vom Torsten, also von mir, erhalten.
Also habe ich immer ein ganz schlechtes Gewissen oder schlechtes Gefühl, wenn ich mal nichts geschrieben habe. Das ist Stress pur, kann ich euch sagen!
Und das ist wohl auch der Grund, warum manche Blogautoren die Schreiberei bald wieder an den Nagel hängen – ich will hier keine Namen nennen. An Ideenmangel kann es doch nicht liegen, denn irgendwas erlebt man schließlich immer, irgendwelche Gedanken schwirren einem doch immer im Kopf herum.
Aber ich halte diesen Leistungsdruck aus – für euch, liebe Leserinnen und Leser, denn ich habe einen festen, selbstbewussten Charakter, einen eisernen Willen, eine absolut positive Lebenseinstellung, und ich lasse mich nie, nie, nie unterkriegen.
Ja, ich bin so gut drauf, dass ich manchmal die Negativität vermisse. Und dann höre ich mir Rockmusik mit schlimmen Texten an, so wie jetzt gerade. Was Altes von den Pixies. Da singen sie so wunderbare Sachen wie: »I’ve got a broken face, I’ve got no lips, I’ve got no tongue. Where there were eyes, there’s only space.« Oder »Break my body, hold my bones, hold my bones.«
Oder »Got me a movie, I want you to know, slicing up eyeballs, I want you to know.« Nun, aber das bezieht sich auf diesen surrealistischen Film von Luis Buñuel namens »Ein andalusischer Hund« aus dem Jahr 1929. Ja, Rockmusiker haben oft viel mehr kulturelle Bildung als diese spinnerten Kirchentypen, die in Rockmusik immer Teufelsverehrung oder so was sehen.
Jedenfalls, meinen total negativen Abend werde ich ab 22:00 Uhr ausklingen lassen mit dem schönen Horrorfilm »Hellbound«, der im Fernsehen kommt. Wenn mich nicht alles täuscht, ist das der Nachfolgefilm von »Hellraiser«, wo diese vier dämonischen Typen, die Cenobites, aus der Hölle in unsere Welt kommen.
Und die Pixies singen gerade »Give me help, give me help, you can levitate me.« Nun, über Levitation und andere parapsychologische Phänomene sprechen wir ein anderes Mal.
»I’ve been tired.«