Posts Tagged ‘Fernsehen’

Nina Hagen war bei Stefan Raab

Mittwoch, Dezember 14th, 2011

Gestern hab ich TV geglotzt, und – Himmel die Berge! – da waren (nacheinander) eine Astrologin und Nina Hagen als Gäste in Stefan Raabs Sendung »TV total«, und beide hatten nicht gerade viel für einander übrig.

Die Astrologin war hübsch und sagte eigentlich (für eine Astrologin) einigermaßen vernünftig klingende Sachen, aber Nina Hagen laberte vorwiegend wirres Zeug. Nun ja, so kennen und lieben wir sie. Die UFOs, die sie mal gesehen haben will, waren aber nicht von Außerirdischen, wie sie jetzt verkündete, sondern von Menschen hergestellte Maschinen. Gut, Nina, diese Ansicht sehe ich als echten Fortschritt an.

Aber in eenem Punkt muss ick dir korrijier’n: »Schöne neue Welt« ist kein Buch von George Orwell, sondern von Aldous Huxley. Orwell war der Typ mit »1984«. Ick dachte immer, du wärst so belesen, ey!

Zwei Minuten zum Bloggen

Freitag, Dezember 9th, 2011

Zwei Minuten habe ich Zeit, einen Blogartikel zu schreiben, bevor im Fernsehen »Black Hawk Down« beginnt. Ja ja, den habe ich schon dreimal gesehen, aber ich will ihn mir noch mal anschauen, er ist so spannend.

Oh, nun sind die zwei Minuten schon um. Und ich hätte noch sooooooo viel schreiben können. Wenn, ja wenn ich keinen Fernseher hätte. Tja, setzt euch doch auch vor die Glotze anstatt doofe Blogs zu lesen.

Schreiben bis die Maus kotzt

Dienstag, Oktober 18th, 2011

So, bevor ich in die Heia gehe und mich fallen lasse in die wundervolle Welt der skurrilen Träume, fühle ich mich verpflichtet, einen Blogartikel zu schreiben. Ja, das Bloggen ist leider ein wenig unregelmäßig geworden.

Und auch jetzt habe ich keine rechte Lust. Manchmal, ja manchmal muss ich einfach – dann müssen Dinge einfach aus mir raus geschrieben werden. Aber heute gab es nur das alltägliche Einerlei, Berufsstress eben. Da fällt einem dann so schnell kein Thema für einen Blogartikel ein.

Aber was mich dann doch motiviert, seid ihr, liebe Leserinnen und Leser, denn ihr mögt das Zeug, das ich schreibe, und ich will euch nicht enttäuschen, indem ich die Schreiberei zu sehr schleifen lassen.

Nun denn. Schreiben wir irgendeinen Blödsinn. Also, ich. –

Ach, ich werde wieder beschissen schlafen, weil ich einen trockenen Mund und einen tierischen Durst in der Nacht haben werde, was mich bestimmt mehrmals aufwecken wird. Denn ich habe am Abend (doch mal wieder) Tortilla-Chips gefressen beim Fernsehen (V – Die Besucher). Ich hatte mir geschworen, das nie, nie, nie wieder zu tun.

Aber ich hatte kaum was gegessen tagsüber (wie gesagt, Stress!), und da war ich zum Abend hin natürlich tierisch hungrig und dachte: »Hey, dann ist es doch legitim, zum Fernsehabend sich Drecksfraß rein zu ziehen.« Blöd. Käse und Gürkchen wären bekömmlicher gewesen. Ich Depp. Aber lecker war das Zeug ja. Echt! Chili-Geschmack, ziemlich grandios.

Mein Bauch ist jedenfalls total voll (es war eine 300-Gramm-Tüte), ich fühle mich überfüllt und elend, und das Schlimme ist, dass ich trotzdem nie reihern muss. Denn dann würde man vielleicht vernünftig werden und wirklich nächsten Montag die Finger im Supermarkt von dem Scheiß-Knabberzeug lassen.

Kotzen muss höchstens meine Maus, weil ich nun so einen langen Artikel geschrieben habe. Und das ist jetzt totaler Quatsch, weil man ja nicht mit Hilfe der Maus, sondern der Tastatur schreibt.

Mann, bin ich durch den Wind. Tortilla-Chips, na ja.

Gut ruhen

Mittwoch, Juli 27th, 2011

»Nach getaner Arbeit ist gut ruh’n«, so lautet eine alte Volksweisheit. Und es stimmt. Man hat ein gutes Gefühl, wenn man tagsüber viel geschafft hat, und kann dann abends zum Beispiel einen Blogartikel schreiben.

Okay, blödes Beispiel. Blogartikel zu schreiben ist auch eine entsetzlich anstrengende Arbeit, die mit Ausruhen nicht all zu viel gemeinsam hat. Schau mal, du musst dir erst mal was einfallen lassen, also ein Thema setzen. Dann denkst du über die Struktur nach. Am besten baust du deinen Artikel ganz klassisch auf, wie du es in der Schule gelernt hast: Einleitung, Hauptteil, Schluss.

Puh. Einfach drauf los schreiben gilt also nicht. Entspannung? Fehlanzeige. Nun gut, es gibt ja noch andere Möglichkeiten, sich vom anstrengenden Tagewerk auszuruhen.

Nehmen wir mal an, es ist Dienstag. Dann kannst du dir nach getaner Arbeit schön um 23:45 Uhr »Broken Comedy« mit der göttlichen Carolin Kebekus anschauen. Ja, ich verehre sie wirklich. Mirja Boes, Anke Engelke und andere gute Komödiantinnen kannst du gegen die Carolin vergessen. Echt. Irgendwann fahre ich mal nach Köln und lerne sie persönlich kennen.

Doch zurück zum Thema. Wir haben bis jetzt festgestellt: Blogartikel schreiben ist keine Erholung. Also frage ich mich doch: warum blogge ich?

Scheiße, ich weiß es echt nicht. Aber ich freue mich, wenn es euch in meiner bescheidenen Sackmühle gefällt. Das ist doch schon mal ein guter Grund zu bloggen.

Grün lieben

Mittwoch, Juli 20th, 2011

In SAT.1 sieht man jetzt gelegentlich Spots, in denen zu umweltbewusstem Handeln aufgefordert wird. Der Slogan lautet: »Love Green – Wir retten die Welt. Jeder ein bisschen.«

Na, jetzt kann man das natürlich wieder Scheiße finden, dagegen reden und kommerzielle Interessen unterstellen. Ich hingegen glaube, dass ein allgemeiner Umschwung im Gange ist, bei dem Privatleute und Unternehmer zusammenarbeiten für eine bessere Welt.

Das kennen wir schon von Utopia. Auch Fairtrade zeigt, dass Gewinnstreben nicht zwangsläufig zu Lasten der Umwelt und der Arbeiter gehen muss. Krombacher setzt sich momentan für den Klimaschutz ein. Ja, warum denn nicht.

Und Love Green ist keine Initiative von SAT.1, sondern von zwei Privatleuten ohne kommerzielle Interessen (nach Aussage von Love Green selbst), wird aber vom Fernsehsender gefördert. Ist doch gut! Wann wurde denn vorher jemals in den Werbeblöcken unabhängig von der Produktwerbung eines Unternehmens zu einem allgemeinen umweltbewussten Handeln im Rahmen der Möglichkeiten des einzelnen Bürgers aufgefordert?

Natürlich kann jeder Einzelne nur ein kleines Bisschen tun. Aber wenn sehr Viele das machen, kann der Effekt gewaltig sein. »Wir retten die Welt. Jeder ein bisschen.« Also: überlege mal, was für einen Beitrag du leisten kannst!

Tulpen aus Amsterdam? Rosen aus Afrika!

Dienstag, Februar 8th, 2011

Heute, am 08. Februar 2011, kommt um 22:30 Uhr anlässlich des bevorstehenden Valentinstags eine Sendung auf NDR, die sich mit der Ware befasst, die zum Valentinstag so gern verschenkt wird: Rosen.

Die Blumengeschäfte und noch mehr die Bau- und Supermärkte dürften kurz vor Valentin rappelvoll mit roten Rosen sein, und da fragt man sich doch: Wo kommt das massenhafte Zeug alles her? Diese Frage beantwortet der NDR: Aus verschiedenen afrikanischen Ländern!

Und bei Verkaufspreisen von manchmal nur knapp zwei Euro pro Strauß stellt sich eine weitere Frage: Wie viel bleibt da noch für die Blumen-Arbeiter in Afrika übrig?

Ich denke mal: Kann ja nicht viel sein. Reicht der Lohn wohl, um überhaupt satt zu werden? Also, was haben wir hier mal wieder? Ausbeutung der Ärmsten durch die kapitalistischen Länder!

Und wer von uns Verbrauchern ist bereit zu boykottieren? Und auf FairTrade-Produkte umzusteigen?

Affen und Terrorismus

Mittwoch, Januar 26th, 2011

Ja, das war ja gestern eine interessante Sendung im NDR über den RAF-Terroristen Andreas Baader. Die politischen Hintergründe wurden zwar nicht sehr tiefgehend beleuchtet, aber die Stimmung der späten sechziger und frühen siebziger Jahre wurde anhand alten Filmmaterials gut vermittelt. Und es sollte ja auch mehr um die Persönlichkeit und den Werdegang Baaders gehen. Gut fand ich, dass nicht nur die Brutalität der Terroristen, sondern auch die der bundesdeutschen Exekutive gezeigt wurde. Man könnte es sogar so sehen, dass letztere den RAF-Terrorismus erst hat entstehen lassen.

Heute kommt auch wieder was auf NDR, das mich interessiert. Diesmal ist es nichts Politisches, sondern etwas aus dem Tierreich. Und zwar geht es um Affen. Das sind die Tiere, deren Erbmaterial weitgehend dem menschlichen gleicht. Und so soll in der Sendung gezeigt werden, dass Affen teilweise ähnlich wie Menschen handeln und fühlen.

Mal sehen, ob sich irgendwo in der Affenwelt auch so eine Art Rote-Armee-Fraktion gebildet hat.

Andreas Baader auf NDR

Dienstag, Januar 25th, 2011

Am Dienstag, 25. Januar 2011, kommt um 23:45 Uhr eine einstündige Dokumentationssendung namens »Andreas Baader – Das Leben eines Staatsfeindes« auf dem sonst eher heimatlich-spießig daher kommenden Fernsehsender NDR.

Nun gut, der Titel lässt schon vermuten, dass ganz klar Stellung bezogen werden wird gegen Menschen, die mit unserem »demokratischen« Unterdrückungsstaat (natürlich ist es meistens eine eher subtile Unterdrückung, außer beim Einsatz von Wasserwerfern etc.) nicht gänzlich einverstanden gewesen sind.

Diese ganze Ära der APO und RAF interessiert mich, auch wenn mich die Gewalt der (späteren) RAF sehr abstößt und ich Entführungen und Morde auf gar keinen Fall für einen geeigneten Ansatz halte, ein politisches System ändern zu wollen. Da bewundere ich Menschen wie Mahatma Gandhi schon mehr. Doch auf jeden Fall werde ich mir die Sendung anschauen.

Wie auch immer – leider wird ja auch heutzutage noch einfach über den Willen des Volkes oder großer Teile der Bevölkerung hinweg bestimmt, siehe Stuttgart 21, Castor und Atomkraft-Laufzeitverlängerung. Und ich habe den Eindruck, dass die Volksseele (ja, tatsächlich auch mal die sonst so biedere deutsche) brodelt wie lange nicht mehr.

Monsterfilme

Sonntag, November 28th, 2010

Freunde Popeunde, was wären Kino und Fernsehen ohne Monsterfilme? Lieben wir nicht alle irgendwelche Ungeheuer?

Angefangen bei den Klassikern: kann einem dieser Riesengorilla namens King Kong nicht Leid tun, wie er so verzweifelt verliebt ist in die zierliche Menschenfrau? Oder Godzilla: er schert sich nicht um menschliche Zivilisation, sondern schmeißt einfach die Freiheitsstatue um und zertrampelt New Yorks gesamten Stadtteil Manhattan. Islamistische Terroristen lieben doch sicherlich diesen alten Film. Ja, du musst noch nicht einmal ein guter Mensch sein, um Monsterfilme zu mögen.

Aber bei Urwald- und Urzeit-Viechern hört die Schockerei natürlich nicht auf. Die Filmindustrie hat jede Gattung dieser Erde zum Monster erklärt. Vom Hai bis zur Spinne ist alles dabei. Nehmen wir Tarantula: ein grandioser Film, der wohl Ende der 1950er Jahre herauskam. Ein Wissenschaftler wollte die Ernährungsprobleme der Menschheit dadurch lösen, dass er die Tiere größer züchtete. Die Idee wurde ja in der wirklichen Welt leider bei der perversen Züchtung von längeren Schweinen, Puten mit riesigem Brustumfang und Kühen mit gigantischen Eutern wieder aufgegriffen. Nur wird dadurch nicht die Weltbevölkerung ernährt, sondern in den kapitalistischen Ländern der Gewinn maximiert.

Damals in den Fünfzigern hatte die Menschheit nicht nur Angst vor Unterernährung (weswegen die Menschen in den reichen Ländern so fett sind), sondern auch noch vor UFOs und der Atomkraft. Und letzteres durchaus zu Recht.

In der Fantasiewelt des Films wurden durch radioaktive Strahlung harmlose Fischlein zu fliegenden, Menschen mordenden Untieren, Krokodile zu intelligenten Menschenjägern, und aus Schlangen, Ameisen, Spinnen und sonst was machte man hinterlistige, überdimensionierte Intelligenzbestien. Das mag in der Form wenig realistisch sein. Aber keine Fantasie ist die Tatsache, dass ausgediente, radioaktive Brennstäbe gut und gern eine Million Jahre benötigen, um nicht mehr gefährlich zu sein. Das ist eine lange Zeit, wenn man noch nicht einmal weiß, wie und wo man sie überhaupt lagern soll.

Ebenfalls schon in den fünfziger Jahren, verstärkt aber seit den siebziger Jahren, in denen die Filmindustrie über verfeinerte Tricktechniken verfügte, kamen zu den Ungeheuern auf der Erde noch die Monster von fremden Planeten hinzu. Mir persönlich gefallen diese »Alien«-Monster am besten, in den Filmen mit Sigourney Weaver. Aber auch »Das Ding aus einer anderen Welt« mit Kurt Russell ist super. Und nicht vergessen wollen wir den Predator.

Ich mag es eben einfach, dass der Mensch, der in der wirklichen Welt oft genug Täter in Form eines Ausbeuters ist, wenigstens im Film mal das Opfer sein muss. Und manchmal ist die zivilisierte Menschheit im Film auch ihr eigenes Opfer, nämlich dann, wenn durch gewissenlose Wissenschaft (schönes Wortspiel) im Zusammenspiel mit habgieriger Wirtschaft Menschen zu mordenden Zombies oder Mutanten werden, die ihre eigene Gattung auszurotten bemüht sind.

Nun gut, damit wären wir wieder bei der Atomenergie, wobei man die Atomlobby im weitesten Sinne auch als Zombies und Mutanten empfinden könnte: »Was interessieren uns die nächsten 40.000 Generationen, wenn wir paar Einzelnen uns doch jetzt einen wundervollen Luxus leisten können …«

Alien

Lost ist zu Ende

Freitag, November 19th, 2010

Ja, Lost ist nun zu Ende, und ich bin von der Sucht befreit, mir das anschauen zu wollen/müssen. Zugegeben, die Schauspieler haben ihre Rollen so gespielt, dass man die meisten Charaktere ziemlich klasse fand; gute Leistung also.

Aber die Story? Sechs Staffeln, nur um am Ende zu sagen, dass wir alle nach dem Tod irgendwie weiterleben in so einer Art anderer Dimension und dass wir dort alle wiedertreffen, die in unserem Leben eine Rolle gespielt haben? Puh. Dieses – nüchtern betrachtet – etwas unglaubwürdige Versprechen macht uns doch so ziemlich jede Kirche, damit wir auch schön unsere Kirchensteuer bezahlen, ordentlich Knete in den Klingelbeutel werfen und ansonsten bitteschön von eigenständigen Gedanken und Weltanschauungen Abstand nehmen.

Und im Falle von Lost et cetera sollen wir – ja, ich geb’s zu: so wie ich – jede Folge anschauen, damit durch die zwischendurch geschaltete Werbung Einnahmen erzeugt werden. Und wer Werbung hasst, kann und soll die DVD-Boxen kaufen. Gut, dagegen ist eigentlich nichts einzuwenden, denn Geld verdienen wollen wir schließlich alle. Ja, wir wollen; aber nicht alle von uns schaffen es auch besonders gut. Denn natürlich verdienst du nicht wirklich viel Geld, wenn du bei Lidl, McDonalds, KiK, einer Zeitarbeitsfirma (jo, Personalüberlassung heißt es in schick) oder ähnlichen Ausbeuterunternehmen arbeitest. Es sei denn, du bist der gewissenlose Oberfuzzi davon.

Wie auch immer, kurz gesagt, die Fernsehwerbung gefällt mir fast noch besser als die doofen Sendungen dazwischen. Und seid versichert, Freunde der Nacht: Ich glaube an den roten Coca-Cola-Weihnachtsmann. Und sein roter, roter Truck steuert geradewegs auf mich zu, reißt mich zu Boden, schleift mich fünfzig Meter weit mit, bis ich hilflos auf der eisigen Straße liegenbleibe.

Und das Blut strömt aus meinem Körper, ich liege in einem Meer aus Blut, und der rote, rote Schnee schmeckt nach Eisen, mein Blut schmeckt nach Eisen, und ich spüre, wie langsam, fast trödelnd, das Leben aus meinem Körper entweicht. Und meine Gedanken werden wirr, immer undeutlicher; doch ein Gedanke ist sehr klar: Es war alles nur eine Art Traum, dieses Leben, völlig unbedeutend, mein Leben, völlig sinnlos und überflüssig. Und es wird kein Licht geben, hoho, keine Menschen, die ich wiedersehe, und einfach gar nichts, wie in einer Vollnarkose. Und ich lache.

Und ich genieße es.