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Google-Bildersuche

Freitag, Dezember 30th, 2011

In meinen Blogstatistiken sehe ich, dass oft Leute durch Googles Bildersuche auf die Sackmühle stoßen. Mich macht das immer ein kleines bisschen traurig. Natürlich gibt es ab und zu auch Bilder in den Blogartikeln. Ich bin ja schließlich ein visueller Mensch – als Medienverunstalter Bild und Ton, Freizeitpinselschwinger und Hobbyfotografeur.

Aber bin ich nicht eigentlich noch viel eher ein sprachlicher Mensch? Gerade deswegen blogge ich ja. Und schreibe weit mehr Gedichte oder Kurzprosa als ich Bilder male. Interessant in diesem Zusammenhang: mit fünf Jahren konnte ich bereits gut lesen, aber meine Buntstiftzeichnungen waren für die Tonne.

Doch viele Menschen suchen nicht nach Texten, sondern nach Bildern, besonders Fotos. Oder fotografieren selbst. Es gibt mit Sicherheit mehr Personen, die fotografieren, als solche, die Belletristik schreiben. Warum ist das so? Wo doch die Sprache uns so sehr vom Tier unterscheidet.

Denn malen können zur Not auch Tiere. Zumindest malende Katzen soll es ja geben. Wenn ich ihre Erzeugnisse auch eher als Müll bezeichnen würde denn als Kunst. Und ich kann mir auch fotografierende Affen vorstellen.

Dichtende Affen weniger.

Die Sackmühle ist keine Hure

Dienstag, Dezember 20th, 2011

Immer wieder werde ich angeschrieben, ob ich nicht einen Blogartikel schreiben und dafür ein T-Shirt bekommen will, ob ich nicht mal den Artikel eines Gastschreibers veröffentlichen möchte oder ob ich mich nicht mit irgendwelchen Business-Websites oder Portalen oder was auch immer verlinken mag.

Die Antwort: Nein.

Die Sackmühle ist keine Hure, die sich kaufen, ködern, tauschen, kommerzialisieren oder durchnudeln lässt. Das bedeutet nicht, dass sie niemals für etwas wirbt oder etwas empfiehlt oder Links setzt. Das tut sie. Aber sie tut es, falls, wann und mit wem es ihr passt. Und nicht, wenn man sie deswegen anbettelt oder ihr Geld auf den Nachttisch legt oder ihr ein Tauschgeschäft vorschlägt.

Also, kurz gesagt: Vergessen Sie’s!

Sackmühle auf Twitter

Sonntag, Dezember 18th, 2011

Ich hatte auf meine Blogartikel in der Vergangenheit immer über meinen »normalen« Twitter-Account hingewiesen. Seit kurzem gibt es aber für die Sackmühle einen eigenen Kanal:
http://twitter.com/#!/sackmuehle.
Bisher folgen mir dort drei Leute. Immerhin. Schön wäre es natürlich, wenn es mehr werden würden. Also: nur zu, folgt mir, Freunde und Freundinnen der Nacht!

Was soll man tun?

Sonntag, Dezember 18th, 2011

Was soll man tun in einer einsamen Nacht von Samstag auf Sonntag, während es draußen zu fies zum Spaziergehen ist und drinnen zu warm zum Schlafen oder, besser gesagt, weil man sich beim Packen von Päckchen überanstrengt hat und nun kräftig schwitzt?

Richtig, man schreibt einen Blogartikel. Da kann man schön bei sitzen, muss sich körperlich nicht bewegen/anstrengen, auch geistig nicht allzu sehr bewegen/anstrengen, hält aber trotzdem das Gehirn in angeregter Konzentration und kann was Leckeres dabei trinken.

Aber was? – Nein, ich meine nicht das Getränk. Ich meine, was man schreiben soll. Aaaah, äääähm, aaaalsooo … unterhaltsam soll es sein (schwer!), jugendfrei (schwierig!), horrorfrei (fast unmöglich!) und nicht zu kurz, nicht zu lang (ja, wie jetzt?).

Tja, und da merkt ihr’s schon: früher war alles besser. Nämlich als ich noch keinen Computer hatte. Oder ich hatte noch keinen Internetanschluss. Blogs waren unbekannt, Twitter und Facebook gab es noch lange nicht. Das war ein leichtes Leben! Samstag? Na, Rockkonzert, Kneipe, Flipper spielen, Kino, Rockdisco oder einfach bei Freunden abhängen oder Freunde bei mir in der Bude abhängen lassen.

Aber heute? Heute haben sie alle Familie oder sind schlapp drauf oder die Frau will sie nicht aus dem Haus lassen oder sie sind weit weg gezogen oder sie sind tot. Oder ich habe keinen Bock mehr, was los zu machen. Wie gesagt: ist ja auch alles blöd draußen in der Welt.

Also: allein zu Hause. Bloggen.

Autopsie

Mittwoch, Dezember 14th, 2011

Als ich gestorben war, als ich tot war, wurde ich seziert. Sie suchten nach der Seele. Sie suchten in meinem Bauch, in meinem Hintern, in meinen Genitalien und sogar in meinem Kopf. Aber sie fanden nichts. Da war nichts. Sie fanden nur ein Gehirn, das nun nicht mehr funktionierte. Das nicht mehr denken konnte, nicht mehr fühlen konnte, nichts mehr erleben konnte.

Und was soll das auch sein, eine Seele? Hat ein Computer eine Seele? Ein Gedächtnis schon, ja, und ein Herz, Nervenbahnen, einen Körper, wenn man so will. Central processing unit, random access memory, mother board, battery, cables, case. So ein Zeug. Materie, Elektrizität, Chemie. Kann man das Geist nennen? Kann man das Seele nennen?

Ich bin ein Computer, eine Maschine, eine Maschine. Und ein intelligenter, verrückter Gott hat mich programmiert. Ein seelenloser Gott, ein Maschinengott. Zu seinem Bild und Gleichnis erschaffen.

Ich betete mein Leben lang vergebens zu meinem Vater-Mutter-Programmierer, mich zu einer besseren Maschine zu machen.

Automatisierung

Dienstag, Dezember 13th, 2011

Sicher, Automatisierung kostet Arbeitsplätze, und das ist nicht gut. Aber wenn man alleine für sich ist, ist Automatisierung eine schöne Sache.

Also, ich meine das jetzt so: ich stelle mir vor, eine kleine Anwendung zu programmieren, die nach Zufallsprinzip aus einer Datenbank Subjekt, Prädikat, Objekt zieht (im einfachsten Fall) und so immer neue Sätze bildet. Wirkliche Sprache nachzubilden ist sicherlich extrem schwierig, aber ein bisschen Sackmühlen-Unsinn müsste doch machbar sein, oder?

Klar, das Progrämmchen würde keinen Turing-Test bestehen, aber ich würde mir mal diese blöde Bloggerei vom Hals halten, wo man denken, tippen und Kaffee bei trinken muss.

Mit Essen spielen

Sonntag, Dezember 11th, 2011

Hallo, liebe Kinder, heute möchte ich eure zarten Seelen mit einem wunderschönen Gebot quälen, das da lautet: Mit Essen spielt man nicht. Oder nein, machen wir doch gleich ein Verbot daraus: Mit Essen zu spielen ist dir strengstens verboten!

Warum man das nicht soll, ist mir allerdings selbst nicht so ganz klar. Aber meine Eltern haben mir das auch schon immer gesagt und deren Eltern ihnen, als sie Kinder waren.

Also gut, ehrlich gesagt, finde ich das Quatsch. Von mir aus könnt ihr ruhig mit dem Essen spielen. Zum Beispiel lustige Gesichter daraus legen, wie auf Weebees Blog Kreagenzglas zu sehen ist. Was soll daran schlimm sein?

Natürlich ist Essen etwas Wertvolles, mit dem man ehrfurchts­voll und nicht verschwen­derisch umgehen sollte. Leider wird in unserer Überfluss­gesell­schaft viel zu viel weggeschmissen, während es Länder gibt, in denen arme Menschen hungern müssen und manchmal sogar vor Hunger sterben.

Also ist sicherlich das Gebot, dass man mit Essen nicht spielen soll, so gemeint, dass man nicht achtlos damit umgehen soll. Nahrungsmittel und Wasser sind etwas sehr Wertvolles, eigentlich etwas Heiliges, auch wenn es bei uns einfach nur als Ware gilt. Als billige Massenware. Aber ohne Speisen und Getränke kann der Mensch nicht leben.

Dennoch mag ich es, wenn man sich trotz der schlimmen Probleme in der Welt die Fröhlichkeit bewahrt. Lustige Gesichter zu legen finde ich völlig in Ordnung. Butterbrote achtlos wegzuwerfen hingegen finde ich nicht wirklich lustig.

Zwei Minuten zum Bloggen

Freitag, Dezember 9th, 2011

Zwei Minuten habe ich Zeit, einen Blogartikel zu schreiben, bevor im Fernsehen »Black Hawk Down« beginnt. Ja ja, den habe ich schon dreimal gesehen, aber ich will ihn mir noch mal anschauen, er ist so spannend.

Oh, nun sind die zwei Minuten schon um. Und ich hätte noch sooooooo viel schreiben können. Wenn, ja wenn ich keinen Fernseher hätte. Tja, setzt euch doch auch vor die Glotze anstatt doofe Blogs zu lesen.

Schlaflos in Remscheid

Montag, November 21st, 2011

»In der Nacht ist der Mensch nicht gern alleine.« Ja gut, aber ich schon. Ich kann nachts gut arbeiten. Zum Beispiel Blogartikel schreiben. Ist keine Arbeit, sagt ihr? Ich sage: doch.

Jedenfalls ist es nachts schön ruhig. Und dunkel draußen. Innen natürlich hell bei mir. Nichts stört die Konzentration. Eine beruhigende und dennoch anregende Chillout-/Ambient-Musik tönt aus den Lautsprechern. Baby, das ist es, so kann man schreiben, so kann man kreativ sein.

Und auch zeichnen, Werbestrategien überlegen, Entwürfe anfertigen, das alles geht super nachts, finde ich. Morgens bin ich tot, da muss ich erst mal in Gang kommen. Kaffee ist obligatorisch. Vor zehn Uhr ist mit mir nichts los.

Aber die Nacht ist gut. Eine gute Zeit. Da bin ich gerne schlaflos. Schlaflos hier in Remscheid, wo ich geboren wurde, immer gelebt habe und sicherlich auch sterben werde. Irgendwann. Nachts.

So schnell

Sonntag, November 13th, 2011

So, schnell eine halbe Stunde nach Mitternacht noch ein Blogartikelchen in die Tastatur hauen. Aber was? Keine Ahnung, muss mir was aus den Fingern saugen/improvisieren/Schwachsinn schreiben.

Gut, ich sag’s gleich: Lust hab ich keine, aber ich will mich auch nicht hängen lassen. Disziplin ist eine Notwendigkeit, wenn man nicht versacken, versumpfen und versauern will. Also wird gebloggt. Egal was.

Ihr könntet aber ruhig mal die Sackmühle über meine schöne Favoriten-Bildchenleiste in so Social-Bookmark-Gedöns abspeichern, wenn ich mir hier schon immer die Finger für euch wund tippe, finde ich. Ich meine … wenn hier schon alles werbebannerfrei ist, könnt ihr doch ruhig mal für mich werben, indem ihr die Sackmühle bei Mister Wong oder delicious oder so einem Kram abspeichert oder es per Twitter oder Facebook verteilt.

Mensch, echt! Ich geh ins Bett.