Archive for the ‘Mit Weizen heizen’ Category

Boh nee, Schnee

Dienstag, Dezember 20th, 2011

Boh nee, jetzt hat es doch noch geschneit. Es ist ein Uhr nachts und die Straßen sind weiß, und ich weiß: Morgen früh, also heute früh, muss ich in aller Herrgottsfrühe so gegen sieben oder acht Uhr aufstehen und Schnee schippen.

Wie ich das hasse. Und ich sage: Verpiss dich, Schnee, verzieh dich, Winter, der du ja noch nicht mal angefangen hast, hau ab, Kälte! An den Polen können ja Schnee und Eis und bittere Kälte herrschen, meinetwegen, aber hier in meiner Stadt, hier wo ich wohne, hier soll immer paradiesisch schönes, warmes und sonniges Wetter die Oberhand behalten.

Ich will die totale Erderwärmung hier im Umkreis von, sagen wir mal, fünfzig Kilometern.

Badezimmer

Montag, November 28th, 2011

Die meisten Leute wollen es im Badezimmer warm haben. Bei mir ist es eher kühl. Denn ich halte mich ja nicht lange im Bad auf, jedenfalls nicht stundenlang.

Im Arbeitszimmer sitze ich Stunde um Stunde, und da kann einem schon kalt werden, wenn nicht ordentlich geheizt ist. Oder im Wohnzimmer. Beim Fernsehen oder so.

Aber Bad – nä! Schnell waschen, Stuhlgang, Zähne putzen – und das war’s. Da müssen es keine zwanzig Grad für sein.

Wespen im Herbst

Montag, Oktober 24th, 2011

Es ist absolut mysteriös: Immer wieder sammeln sich Wespen an meinem Fenster. Es fing an in meinem Arbeitszimmer ungefähr vor einer Woche. Sie waren auf einmal da, an meiner Fensterscheibe, innen. Ich habe nicht den Hauch einer Ahnung, wie sie dort hin gelangt sein könnten. Ich hatte kein Fenster geöffnet, durch das sie in die Wohnung hätten fliegen können.

Sie waren auch nicht im Nebenzimmer, dem Wohnzimmer. Keine einzige. Nur in meinem Arbeitszimmer. Aber immer nur eine einzelne. Als Tierfreund fing ich sie vorsichtig ein, ging ins Treppenhaus, öffnete dort das Fenster und ließ sie frei.

Keine zwanzig Minuten später saß die nächste an meinem Fenster. Die setzte ich auch raus. Nächste Wespe. Raus damit. Und nochmal und nochmal. Bis es mir langsam unheimlich wurde. Ich fand kein Loch in der Mauer, keine undichte Stelle im Fensterrahmen. Nichts.

Ich stellte eine Kamera auf, um festzustellen, wo sie herkamen. Doch da hörte der Spuk auf.

Dafür ging es ein paar Tage später im Schlafzimmer weiter. Dort hatte ich morgens gelüftet, natürlich. Als ich das Fenster wieder schloss, machte sich kein einziges Insekt im Raum bemerkbar. Doch mittags, als ich das Zimmer wieder betrat, waren ungefähr acht Wespen an der Scheibe. Ich ließ sie nach draußen. Abends waren wieder drei dort.

Und am nächsten Tag die nächsten drei. Jetzt war ich es aber langsam leid. Ich war richtig wütend ob dieser Plage und setzte Insektenspray ein. Wie sich die Tierchen dann jeoch im Todeskampf wanden, taten sie mir allerdings sehr Leid. Die Beschreibung auf der Spraydose, es ginge sehr schnell, ist falsch. Es ist kein plötzlicher Tod, es ist eine Agonie. Ich werde das nie wieder tun. Motten im Kleiderschrank damit bekämpfen, ja gut, das schon. Da hört bei mir die Tierliebe dann doch auf.

Wie auch immer: das Erscheinen der Wespen an den Innenflächen meiner Fensterscheiben bleibt ein Rätsel. Wahrscheinlich handelt es sich um Wespen aus einem Paralleluniversum, die irgendwie durch eine Raum-Zeit-Verschiebung oder ein Wurmloch oder so was den Weg in meine Dimension gefunden haben. Oder es sind Emanationen; Ekto-/Teleplasma; Orbs, die mal nicht als Kugeln, sondern eben als Wespen in Erscheinung treten (und sich sogar zeigen, ohne dass man sie mit einer Digitalkamera fotografieren muss); oder ein sonstiger philosophischer, parapsychologischer oder esoterischer Quark.

Ja ja, die Wespen.

Ach, der Herbst

Sonntag, Oktober 9th, 2011

Ach, der Herbst zieht nun unaufhaltsam übers Land, und auf einen neuen Sommer müssen wir ein Dreivierteljahr lang warten.

Ich bin ein bisschen traurig. Zugegeben, der Sommer war dieses Jahr nur sehr begrenzt wirklich schön, und der Herbst kann durchaus seine wundervollen Seiten haben: bunte Blätter, herrlich anzuschauende Pilze, manchmal noch recht viel Sonne und gemäßigte Temperaturen.

Dennoch präferiere ich den Frühling und den Sommer. Im Frühling mag ich das Licht. Die Sonne steht noch nicht so hoch am Himmel und wirft ihr Licht auf so wunderbare Weise durch das saftig gelb-grüne Laub, dass man hinreißende Gegenlichtaufnahmen mit dem Fotoapparat anfertigen kann.

Und der Sommer: ah, wie die Sonne auf den Körper des Spaziergängers – auf meinen Körper – brennt, das gibt mir ein solches Gefühl von Lebendigkeit, von Aktivität, von Lebensfreude … keine andere Jahreszeit kann mir das in dieser Intensität bieten.

Und man braucht keine dicken Pullover anzuziehen, keine gefütterten Hemden, keine umständlichen Jacken oder Mäntel. Nein, ein T-Shirt genügt und die dünnste Leinenhose oder Jeans.

Es ist alles so luftig-leicht im Sommer: bei offenem Fenster schlafen und früh von der aufgehenden Sonne geweckt werden; mit Elan sich den Schweiß vom Körper duschen und wundervoll erfrischt den Tag beginnen; einen Kaffee kochen, der im Sommer nicht wachzumachen braucht, sondern einfach nur gut schmecken soll. Und der Geist ist so rege, die Gedanken strömen und fließen mit einer Geschwindigkeit, dass man sie schnell, ganz schnell aufschreiben muss, bevor sie wieder weiter geflogen sind.

Aber der Herbst … der Winter … nein. Ich möchte nicht heizen müssen. Ich will nicht bei geschlossenem Fenster schlafen. Ich will nicht diese ganzen dicken Klamotten tragen. Und ich mag nicht diese trüben Tage, diesen Mangel an Sonnenlicht.

Doch was hilft das Seufzen. Der Herbst ist da und er kündigt irgendwie auch schon den nahenden Winter an.

Winterschlaf müsste es geben für Menschen. Einfach die dunkle, kalte Jahreszeit verschlafen. Und dafür im Frühling und im Sommer auch nachts wach bleiben.

Mundtrockenheit

Mittwoch, Juni 8th, 2011

Leute, Leute, so viel wie ich in diesen heißen Juninächten ausschwitze, kann ich morgens kaum nachtrinken. Was soll das denn noch geben, wenn es erst mal Hochsommer ist und nachts vielleicht immer noch an die dreißig Grad heiß?

Jedenfalls wache ich frühmorgens mehrmals auf und gehe dann jedesmal zum Wasserhahn, weil an manchen Tagen mein Mund ganz trocken ist. Hier in Remscheid ist die Trinkwasserqualität ja gut.

Und später wird reichlich Kräutertee gekocht.

Sonne im Herzen

Freitag, April 8th, 2011

Ja, Freunde des Lichts, nun kommen die sonnigen, warmen Tage übers Land, Pflanze und Mensch blühen beide gleicher­maßen auf, und der Mensch ist geneigt, sich ausgiebigen Sonnenbädern hinzugeben.

Das ist leider keine gute Idee. Denn das Ozonloch über der Arktis ist wieder (bedingt durch den kalten Winter) riesig groß geworden, was sich auch in Europa durch eine höhere UV-Einstrahlung bemerkbar machen könnte. Die Strahlung könnte schon jetzt im Frühling so intensiv sein wie sonst im Hoch­sommer.

Also: wenn schon Sonne, dann ordentlich Sonnenmilch auf den Pelz ballern! – Gegen viel Sonne im Herzen ist dagegen nichts einzuwenden, denn die ist ohne ultraviolette Strahlenbelastung, und gute Laune steckt auch noch die Mitmenschen an!

Hindernis

Dienstag, Dezember 14th, 2010

Verbringe nicht die Zeit mit der Suche nach einem Hindernis. Vielleicht ist keines da.
Franz Kafka

Ach ja, wohl wahr. Aber wenn auch momentan kein Hindernis sich mir in den Weg zu stellen erdreistet – zumindest ein Ärgernis ist wieder einmal nur all zu gegenwärtig: der Schneefall.

Und es war doch so schön, als in den vergangenen paar Tagen dieses grauenhafte weiße Zeug weggeschmolzen ist und endlich wieder die wunderbare graue Straßendecke in voller Schönheit zu sehen war. Noch lieber als Stein und Asphalt mag ich Teer – wunderbar, dieses tiefe Schwarz. Leider findet man es sehr selten auf deutschen Straßen.

Aber die Farbe Weiß gehört nun wirklich nicht in die Stadt hinein. Draußen in die Natur, ja, meinetwegen. Weiße Kirschblüten im Frühling, da kann ich mich schon noch von begeistern lassen. Weiße Kühe finde ich auch gut mit ihren lustigen schwarzen Flecken. Oder weißen Sand an einem wundervollen Südseestrand. Na gut, ich geb’s zu, ich war noch an keinem. Dann sagen wir eben Juist und Norderney.

Aber weiße Weihnachten? Nee danke. Gut am Winter ist nur die faszinierende Dunkelheit morgens und spätnachmittags. Da fühle ich mich wohl.

Hindernis

Im Schnee für einen Tee

Sonntag, Dezember 5th, 2010

Von der seltsamen Rockgruppe »East of Eden« aus den 1970er Jahren gibt es einen Songtitel namens »In The Snow For A Blow«. Irgendwie fiel mir dieser Titel ein, als ich heute Morgen die Schneemassen sah, die brutal vom Himmel stürzten und es immer noch tun. Dann ging ich missmutig Schnee schippen.

Nein, bei diesem Wetter möchte man eigentlich nicht nach draußen – weder um dort einen heißen Tee zu trinken, noch um zur Weihnachtsfeier zu fahren, wie es der Nachbar vorhat, noch zu sonst irgendwas, und sei es im Normalfall auch noch so schön.

Tee trinke ich jetzt gleich in meiner Wohnung. Der wärmt schön von innen. Am Nachmittag werde ich ein wenig programmieren und sicherlich dabei das eine oder andere weitere Tässchen Tee oder Kaffee genießen. Ja. Und sonst nichts. Leider.

Endlich wieder Scheißwetter

Montag, Juli 26th, 2010

Ach, ich bin so froh, dass endlich wieder Scheißwetter herrscht. Regen, Wind und kühle Luft sind doch etwas Wunderbares, im Gegensatz zu Hitze, Sonnenschein und blauem Himmel. Ja, dieser wunderbar bewölkte Himmel hält die entsetzliche Hitzestrahlung der Sonne fern.

Man kommt bei so trübem Wetter, das alle Farben irgendwie grau aussehen lässt, gar nicht auf den Gedanken, spazieren gehen zu wollen, was man sowieso nicht tun kann, weil man aufgrund der Umstände doch gezwungen ist zu arbeiten.

Ja, es ist wahr: Ich hasse es zu schwitzen. Zu frieren auch, zugegeben, aber da kann man ja was gegen tun, zum Beispiel einen Bären erlegen und das Fell als Mantel benutzen. Gibt es nicht in Berlin wieder Bären wie vor tausend Jahren oder verwechsele ich da was? Kaninchen in Köln auf einer Verkehrsinsel, die habe ich jedenfalls schon mit eigenen Augen gesehen. Warum soll es da nicht auch Wölfe, Waschbären, Eichhörnchen und mutierte Riesenspinnen in unseren Großstädten geben.

Zurück zum Wetter: Nass werden, wenn man einkaufen geht, das Fenster öffnen, um zu frieren, eine gedrückte Stimmung von den grauen Wolken bekommen, das finde ich alles gut, das ist mir lieber als bei schönstem Sonnenschein so eklig zu schwitzen und dreimal am Tag duschen zu müssen.

Aber wahrscheinlich bin ich der einzige Mensch auf dem Planeten Erde, der das so sieht. Egal, es musste einfach mal gesagt werden. Musste einfach mal raus.

Hitze und Elektronik

Donnerstag, Juli 15th, 2010

Nun ist ja die ganz grausame Hitze erst einmal vorbei, scheint’s. Doch vor ein paar Tagen noch mussten sowohl Mensch als auch Elektronik fürchterlich leiden.

Denn ich hatte Probleme mit meinem Internetzugang. Die Windows-PCs quittierten meine verzweifelten Versuche eines Verbindungsaufbaus mit einer Fehlermeldung, manchmal sogar mit dem gefürchteten Blauen Bildschirm des Todes. Unter Linux gibt es zwar keinen BSOD, Blue Screen of Death, aber der Verbindungsaufbau scheiterte auch unter meinem Kubuntu-Linux.

Tja, was blieb mir übrig, als den Support meines Internetzugangs-Anbieters anzurufen. Gut, dass die auch sonntags arbeiten, weil ich eben auch sonntags arbeiten kann/will/muss. Zunächst wird einem ja immer erst unterschwellig unterstellt, wenn auch freundlich, man sei geistig unterbelichtet und wüsste nicht, wie ein Zugang unter Windows einzurichten sei. Da kann ich ja gar nicht drauf, auf solche Unterstellungen. Leider bin ich deswegen etwas ungehalten geworden, trotzdem fing sich die Situation wieder, und letztendlich verabschiedeten wir uns sehr freundlich. Die Angelegenheit wurde an die technische Abteilung weitergegeben, wie ich per SMS erfuhr. Guter Service.

Doch wirklich hilfreich waren zwei Telefonate mit Thomas, einem fotografierenden und zusätzlich technisch begabten Freund von mir. Denn in der gemeinsamen Analyse kamen wir darauf, dass es nur an meinem Switch liegen konnte.

Ich hatte den PC gemäß den Hinweisen des Supportmitarbeiters einmal separat an das DSL-Modem angeschlossen, ohne über den Switch zu gehen (was zunächst aber seltsamer Weise auch nicht funktioniert hatte, sondern erst nach einer Weile wieder). Ein Switch sammelt, mal doof ausgedrückt, die Datenpakete der verschiedenen PCs ein und leitet sie – in meinem Fall – vom Arbeitszimmer zum Flur weiter, wo Telefonanschluss und DSL-Modem sind.

Beim Abtrennen der Kabel vom Switch bemerkte ich, dass das Gerät ungewöhnlich heiß war. Und das war dann eben auch die Fehlerursache gewesen.

Darüber hinaus hatte auch vorher schon der eine PC ein Hitzeproblem gehabt: das Netzteil war total überhitzt. Nachdem ich die Seitenabdeckung des Gehäuses geöffnet hatte und einen Ventilator Luft hinein pusten ließ, ging es.

Fazit und gut zu wissen: Umgebungstemperaturen von 30 Grad Celsius sind tödlich für Elektronik. Auch wenn laut Herstellerangaben bis zu 40 Grad vertragen werden sollen.