Archive for the ‘Keine Kategorien mehr in 2012’ Category

Mayo schmeckt nur mit Estragon

Sonntag, Februar 12th, 2012

Neulich hatte ich total Bock auf Mayonnaise, die man möglicherweise nach der aktuellen Rechtschreibung mit j und ä schreibt, was mir aber total egal ist.

Außerdem wollte ich das angebrochene Glas endlich mal leer bekommen, bevor das Zeug ranzig würde. Also: aufs Brot damit!

Doch Mayo pur auf Brot schmeckt nur so comme ci comme ça, so lala eben. Aber streut man ordentlich Estragon darüber, dann ist es der Hammer. Es ist natürlich wahnsinnig fett, und oft sollte man das nicht essen.

Aber an dem Abend hatte ich einfach total Bock drauf.

Nachts im Bahnhof

Samstag, Februar 11th, 2012

Neulich habe ich abends den Zug verpasst und musste deshalb im Kölner Hauptbahnhof ein wenig Zeit totschlagen. Kein Problem. Es war warm dort und ich stöberte ein wenig in einem Zeitschriftenladen herum.

Aber später im Hauptbahnhof Solingen, wo ich wieder Aufenthalt hatte, war es doch ziemlich kalt, eigentlich schweinekalt. Alles war geschlossen, nur eine kleine Falaffel-Bude hatte noch geöffnet oder inoffiziell geöffnet oder was immer.

Und davor tummelten sich ein paar orientalische Männer. Sie redeten ziemlich laut. Ich weiß nicht warum, aber ich war leicht genervt. Später aber fingen sie an zu singen. Und das war kein Gegröle, sondern wirklich Gesang. Der Budenbesitzer sang sogar richtig gut. Ich mag sowieso diese orientalischen Klänge ganz gern. Und in diesem kleinen, ungemütlichen Bahnhofsgebäude hallte es ganz hübsch. Keine üble Akustik da.

Ich stand ziemlich weit entfernt und hörte zu. Und mir ging der Gedanke durch den Kopf, dass ich eigentlich Lust hätte, näher ran zu gehen und zu applaudieren. Aber ich bin ein wenig schüchtern. Doch dann dachte ich: »Egal, ich mache das einfach jetzt.«

Und ich ging hin, applaudierte kurz dem Sänger, hielt den Daumen hoch und sagte: »Hey, gefällt mir!«. Der war total erfreut, bedankte sich nett, und seine Kumpels mussten lachen und sahen mich freundlich an. Ich sagte: »Er kann echt gut singen.« Sie lachten weiter und gingen mit ihren Zigaretten durch die Tür nach draußen.

Es war einfach gut. Eine gute Situation. Alle hatten Spaß. Und es ist doch so leicht, dass Menschen aus verschiedenen Kulturen, Inländer und Ausländer, sich annähern, sich gegenseitig tolerieren und einfach Spaß haben.

Wenn beide Seiten nur ein bisschen guten Willen zeigen.

te schrei

Mittwoch, Februar 8th, 2012

Heu

te schrei

be ich mal

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

nichts.

DesktopBSD

Dienstag, Februar 7th, 2012

Mit Windows kenne ich mich gut aus, zumindest bis XP, und mit PCs auch. Ich kann zwischen Software- und Hardware-Fehlern ganz gut unterscheiden.

Meinen ehemaligen Haupt-PC, der seit Jahren nur noch eine Nebenrolle spielt, weil ich lieber an dem PC neben dem Fenster arbeite, ereilte letzte Woche das Schicksal, nun endgültig unbrauchbar geworden zu sein. Der zweite sterbende Schwan in den ersten paar Wochen des Jahres also. Toll. Das Symptom: sporadische Abstürze, extreme Probleme beim Hochfahren. Die Ursache: defekte Elkos auf dem Mainboard, was sonst. Kenne ich ja schon.

Doch ich habe einfach keine Lust mehr, zu löten und rum zu frickeln. Also habe ich günstig ein Mainboard mit CPU und RAM bei eBay ersteigert. Bis es mir zugeschickt wird und bei mir ankommt, miste ich aus. Ich will den ganzen angesammelten, uralten PC-Kram nicht mehr bei mir herum stehen haben.

Allerdings tut es mir in der Seele weh, alte Computer einfach wegzuschmeißen, solange sie noch irgendwie laufen. Also kommen brauchbare Innenleben in schöne Gehäuse. Hässliche Gehäuse wandern zum Wertstoffhof, und ebenso defekte Mainboards, veraltete Netzwerkkarten und so ein Zeug.

Tja, zum Beispiel von einem Board mit Sockel 370 für Intel-Celeron-Prozessoren mag ich mich nicht trennen, aber ich krieg doch zum Verrecken kaum ein Betriebssystem installiert. Windows will ich nicht; Ubuntu-Linux blieb während der Installation stecken; jetzt versuche ich es gerade mit DesktopBSD. Da ist einiges an Anwendungssoftware dabei, aber die Installation zieht sich wie Kaugummi auf der alten 700-MHz-Büchse.

Was ich sonst noch erfolglos probiert habe: FreeDOS, Damn Small Linux, DeLi Linux. Außerdem noch ReactOS, das binärkompatibel zu Windows-NT-Systemen sein oder werden soll. Es lief zwar, war mir im Grunde auch sympatisch, ist als Alpha-Software aber quasi unbrauchbar.

Okay, DesktopBSD ist jetzt nach unendlich langer Zeit bei 35 Prozent Installationsfortschritt angelangt, was bedeutet, dass ich es einfach über Nacht werde weiterlaufen lassen müssen. Wenn das dann auch fehlschlägt – also ehrlich, dann schmeiße ich die Hardware doch weg.

Ein Motherboard von Shuttle mit VIA-Cipsatz, puh. Kann ja auch nix taugen.

Der Bachelor: Nur noch vier Mädels

Samstag, Februar 4th, 2012

Ich habe ja noch gar nichts über die letzte Sendung »Der Bachelor« auf RTL am letzten Mittwoch geschrieben und will es jetzt nachholen. Ich weiß – das ist ein Thema, das nicht gerade die Welt bewegt, aber ich schreibe halt gern sowohl über Wichtiges als auch über Profanes. Beides gehört zum Leben.

Jedenfalls mussten diesmal weitere drei junge Frauen nach Hause fliegen, und übrig blieben Anja, Sissi, Natalie und Katja. Diese vier Damen wird Paul in Deutschland in der Umgebung ihrer Familien noch näher kennenlernen. Was für ein Aufwand, nur um eine Frau zu finden, oder? Und ob es dann wirklich diejenige für ein ganzes Leben ist, weiß man ja auch nicht wirklich. Aber wenn RTL das ganze Theater bezahlt, gut, warum nicht.

Anja: sie wirkt auf mich am »erwachsensten«. Sie ist sicherlich eine Lebefrau, aber doch ohne oberflächlich zu sein. Bei ihr spürt man etwas Tiefgründiges, eine angenehme Ernsthaftigkeit, aber ohne dabei die nötige Fröhlichkeit vermissen zu lassen. Sehr ausgewogen also.

Sissi: sehr charmant und mit einem zauberhaften Lächeln, außerdem offensichtlich total verknallt in Paul. Aber ist da auch genug Tiefgründigkeit, um eine Frau fürs Leben sein zu können? Unterhaltungen zwischen Paul und ihr liefen jedenfalls flüssig, und wahrscheinlich hätten sich die beiden auch langfristig viel zu erzählen.

Natalie: die dunkelhäutige Schönheit ist, so wie ich es verfolgt habe, dem Paul noch nicht so richtig nahe gekommen, aber er ist anscheinend sehr fasziniert von ihr. Vielleicht erfahren wir demnächst endlich mal mehr von ihr.

Katja: nun ja, warum Paul die in die engere Auswahl genommen hat, ist mir ein Rätsel. Sie spricht zwar die niederen Triebe an – aber mehr auch nicht. Sich gut in Pose setzen zu können, sich im Wüstensand zu räkeln und Sprüche loszulassen wie: »Ich möchte gern hart rangenommen werden«, das wäre für mich nicht das, was eine Frau zur Frau fürs Leben werden lassen könnte. Und angeblich sucht Paul doch eine Frau für immer und ewig.

Die drei, die rausgeflogen sind, waren Jinjin, die Provokateurin; Georgina, die Meckertante, die erobert werden will statt sich auch mal selbst anzustrengen; und – hm, wie hieß die dritte? Annabel? Ich weiß es nicht mehr, sie war aber auch nie so richtig vorgestellt worden.

Dass Georgina raus geflogen ist, fand ich schade. Sicher, sie ist ziemlich unerwachsen in ihrer Ausdrucksweise und wie sie sich gibt. Aber von dem aufregenden Bungee-Springen hatte ich erwartet, dass es sie und Paul doch ziemlich zusammenschweißen würde. Tat es vielleicht auch, aber der Funke sprang wohl nicht richtig über. Auf beiden Seiten nicht. Trotzdem schade, ich mochte die irgendwie.

Aber Katja geht nun wirklich gar nicht.

Lebe deinen Traum

Samstag, Februar 4th, 2012

Lebe deinen Traum.
Träume dein Leben.
Schlafe.
REM und Non-REM.
Dieses Leben ist ein
Horrortrip, der sich als
schöner Traum gibt,
und ich komme einfach
nicht runter, ich
komme einfach nicht mehr
runter.

Kakao und Schokolade mit Kinderarbeit

Samstag, Februar 4th, 2012

Vor einiger Zeit sah ich im Fernsehen eine Sendung, die zeigte, wie Kinder in Afrika gekidnappt, über die Grenze gebracht und dort zur Kinderarbeit auf Kakaoplantagen gezwungen wurden.

Und kürzlich erschien bei Utopia ein Artikel, der auf die Problematik hinweist, dass fast kein Schokoladenhersteller sich an gängige Sozialstandards hält. Kinderarbeit könne demnach bei Schokolade, die nicht über Fairtrade gehandelt werde, kaum ausgeschlossen werden.

Bei Schokolade, die kein Bio-Siegel trägt, weiß man auch nicht, ob die Arbeiter, auch wenn es keine Kinder sind, nicht unter übelsten Bedingungen arbeiten müssen. Zum Beispiel, wenn Pflanzen­schutz­mittel gesprüht werden, die Arbeiter aber keine Atemmasken tragen und keine Schutzkleidung gestellt bekommen.

Das ist alles sehr erschreckend. Und ich frage mich nicht nur beim Kauf von Kakao, sondern auch von Tee oder Kaffee, ob ich nicht gerade ein ausbeuterisches Schweineunternehmen unterstütze. Tee kaufe ich oft im Bioladen, und mein Kakao- und Schokolade-Konsum ist sehr gering, aber bei Kaffee sieht es schon anders aus.

Vielleicht kann ich an bestimmten Dingen, die man sich überflüssiger Weise kauft, sparen und dafür öfter im Bioladen hier in Remscheid einkaufen. Er ist ganz in meiner Nähe, ich kann da zu Fuß hin gehen. Was will man mehr.

Verschwindet die Welt?

Freitag, Februar 3rd, 2012

Wenn ich sterbe, verschwindet dann die Welt? So wie die Traumwelt sich auflöst, sobald man aufwacht? Anders gefragt: Ist die Welt ein Konstrukt meines Geistes? Und was ist Geist? Und was bin ich? Was ist das Ich? Was ist die Welt?

Wenn die Welt am 21. Dezember 2012 unterginge (was sie nicht tun wird), wäre das dann ein Beweis, dass ich an dem Tag gestorben sein werde? Wo bin ich, wenn die Welt nicht mehr existiert? Wo ist die Welt, wenn ich nicht mehr existiere? Was ist die Innenwelt und was die Außenwelt?

Was ich denke, manifestiert sich. Wie innen, so außen; wie oben, so unten. Koinzidenz, Synchronizität – aber was ist mit der Kausalität? Was ist die Ursache der Wirkung der Wirkung der Ursache?

Und wenn ich sterbe und die Welt verschwindet, bestehen dann Parallelwelten weiter? Superstrings, zehn Dimensionen … aber wo oder was oder wer bin ich und was für eine Rolle spiele ich, wenn ich überhaupt irgendeine Rolle im Universum oder sonstwo

spiele?

StudiVZ stirbt

Donnerstag, Februar 2nd, 2012

StudiVZ stirbt, und zwar in ca. sechs Wochen. Hier ist die Prognose: wannstirbtstudivz.com.

Ja, ist doch klar. Facebook macht die vielfältigen Online-Treffpunkte und Messenger-Dienste kaputt, ähnlich wie im letzten Jahrhundert die Supermärkte die Tante-Emma-Läden kaputt gemacht haben. Die Großen fressen halt die Kleinen, die Starken zertrampeln die Schwachen und die Reichen plündern die Armen aus.

Warum ist die Mühle immer böse?

Mittwoch, Februar 1st, 2012

»wraum ist die mühle immer böse«, dies ist eine Frage, durch die ein Suchender oder eine Suchende auf die Sackmühle gestoßen ist. Da jede Frage einer Antwort bedarf und jede(r) Fragende einer Antwort harrt, will ich mich um eine Beantwortung bemühen.

Zunächst müssen wir einmal definieren, was eine Mühle überhaupt ist oder was in diesem Fall für eine Mühle gemeint ist. Ist mir jetzt aber eigentlich zu anstrengend. Es gibt Windmühlen, das Brettspiel namens Mühle, mein Blog Sackmühle und was weiß ich nicht, was noch alles für Mühlen.

Aber böse sind sie allesamt, das ist doch klar. Beim Brettspiel verliert man, von den Windmühlenflügeln wird man geschlagen und in der Sackmühle bekommt man viel depressives Zeug zu lesen, das einen runterzieht, fertigmacht und am Boden zerstört. Aber das ist eben das Ziel der Windmühle: deinen Verstand zu Mehlstaub zu zermahlen. Die Welt ist schließlich fröhlich und vernünftig und grobkörnig genug.

Ist das böse? Kann man das böse nennen? Ist denn das Schicksal böse, weil es Unglück schickt; ist Gott böse, weil er oder sie nicht ins Geschehen der Welt eingreift; ist das Fernsehprogramm böse, weil es ein Scheißprogramm ist; ist eine Mühle böse, weil sie sich dreht oder nicht dreht; ist die Sackmühle böse, weil sie Dinge anspricht, die sonst gerne verdrängt, tabuisiert werden? Sind nicht eher wir Menschen die Bösen?

Warum ist die Mühle immer böse? – Nun, vielleicht, weil sie schlecht erzogen wurde? Weil sie in üble Kreise geraten ist? Weil sie in einer bösen Umgebung mahlen musste? Weil der Wind böse war und ist und immer sein wird? Weil sie einfach Bock hat, böse zu sein?

»Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.«
– Friedrich Nietzsche, Jenseits von Gut und Böse