Leiden

2012-01-19 von Torsten

Ein Freund von mir ist zur Zeit sehr traurig, weil das Leben seines Hundes langsam zu Ende geht. Mir tut das auch sehr Leid. Und ich weiß, dass ich niemals mehr mit dem Hund herumtollen werde wie vor ein paar Jahren im Garten, als wir um ein altes Handtuch kämpften und dieser kräftige, große Bursche mich total aus dem Atem brachte.

Mein Freund sieht es genauso wie ich: Es ist schön, Fröhliches zu erleben, aber man muss eben auch fähig und bereit sein, das Schlimme und Traurige zu ertragen, weil es einfach unvermeidbar ist. Unsere Persönlichkeit entwickelt sich gerade durch die schwierigen Phasen, die man durchmacht.

Trotzdem ist anscheinend der Mensch kaum fähig, mit all dem Schlechten in der Welt zu leben. Wir leiden unter Krankheit, Trennung, Tod, Alter, Katastrophen, Kriegen, Hass und anderen unschönen Dingen. Vermeidung all dessen ist schlecht möglich.

Und deswegen ist so ein Schwachsinn wie ein Jenseits, ein Himmel, ein Weiterleben nach dem Tod erfunden worden. Dabei wäre es so einfach, das menschliche Leid zu vermeiden.

Die Menschheit müsste einfach nur aufhören, sich fortzupflanzen.

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