WP-Plugins

2010-09-07 von Torsten

Ich bin ja nur bedingt ein Freund von WordPress-Plug-ins. Zu viele Plug-ins können eine Krankheit sein (ich nenne sie die »Pluginitis«), die schlimme Entzündungen deines Blogs hervorrufen kann.

In vielen Fällen produzieren sie nämlich unsauberen Code, der dann nicht XHTML-konform ist und so vom W3C-Validator auch zu Recht beanstandet wird. »Mir egal«, könnte man sagen, »meine Website läuft ja auch so.« Aber je mehr unsauberen Code man hat, desto negativer kann sich das auf die Suchmaschinenergebnisse auswirken. Wenn du jetzt sagst, »Mir auch wurscht, ich will einfach für mich selbst schreiben und nicht unbedingt gefunden werden«, dann … hm, okay, dann ist dieser Artikel für dich uninteressant.

Das andere und sicherlich gravierendere Problem ist, dass sich manchmal Plug-ins gegenseitig in die Quere kommen und dann irgendwas nicht mehr rund läuft. Viele Köche verderben eben den Brei. Den Fehler zu finden kann langwierig sein. Deshalb ist es besser, nur die nötigsten und wichtigsten Plug-ins einzusetzen und kleinere Erfordernisse durch eigenhändige Änderung des Quellcodes selbst zu erledigen.

Natürlich trauen sich die meisten wahrscheinlich an so was nicht ran. Sie sind Blogger und keine Webentwickler. Ein paar Sachen kann aber jeder mit Hilfe einer kurzen Anleitung wirklich selber machen. Zum Beispiel kann man, falls das eigene Favicon nicht angezeigt wird (also das Favorite Icon, dieses kleine Symbol, das oft im Browser-Tab und in der Adresszeile zu sehen ist) eine einzige Zeile Code in die Datei »header.php« des eingesetzten Themas (theme) einsetzen, statt ein Plug-in zu bemühen.

<link rel="shortcut icon" href="<?php bloginfo('template_url'); ?>/favicon.ico" type="image/x-icon" />

Das Favicon muss bei diesem Beispiel in deinem Template-/Theme-Verzeichnis gespeichert sein.

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7 Antworten zu »WP-Plugins«

  1. CeKaDo sagt:

    Meine Webseiten (und natürlich auch der Tages(b)log) laufen erfolgreich seit längerer Zeit unter Nucleus CMS. Hier gibt es ebenfalls eine schöne Menge Plugins und ich gebe es zu: “Ich bin ein Plugin-Junkie!” :)

    Ich probiere aus, verwerfe wieder, schreibe gute Plugins in die deutsche Sprache um und freue mich darüber, was alles so geht. Ob konform oder nicht, interessiert mich nur am Rande und wenn ich einmal Zeit habe.

    Doch ein Favicon habe ich auch. Ebenfalls direkt in der Header-Code eingebaut. Das kann man nämlich in Nucleus ebenfalls ganz hervorragend: Im php- und html-Code herumwurschteln.

  2. Torsten sagt:

    Zu CeKaDo:

    »Ob konform oder nicht, interessiert mich nur am Rande und wenn ich einmal Zeit habe.« – Dann bist du wahrscheinlich kein Webdesigner, sage ich jetzt mal ganz wertfrei und eher scherzhaft.

    Für mich ist es das A und O, denn Standardkonformität gewährt einen schnellen Seitenaufbau und eine mit einfachen Mitteln leicht zu erreichende Suchmaschinenfreundlichkeit, darüber hinaus natürlich auch eine gute Übersichtlichkeit des Quellcodes.

    Mit Nucleus habe ich mich noch nicht sehr intensiv beschäftigt, muss ich zugeben. Es verhält sich mit Inhaltsverwaltungssystemen sicherlich genauso wie mit anderen Dingen des Lebens: Woran man gewöhnt ist oder worin man sich gut eingearbeitet hat, das fällt einem eben leicht. Und ich denke immer: Womit man gut klar kommt und was seinen Zweck erfüllt, dabei soll man ja auch bleiben.

    CMSse gibt es ja heutzutage wie Sand am Meer, viele schlechte sind dabei, aber auch viele sehr gute. Ich persönlich tendiere am ehesten zu den frischen, modernen, wo möglichst ein ordentliches MVC-Framework dahinter steht. Was ich mag, sind die folgenden:

    Concrete5
    Contao
    Drupal
    Kajona
    SilverStripe

    Und für reine Blogs eigentlich nur:

    WordPress
    Serendipity
    b2evolution

    Aber das sind eben persönliche Meinungen, und ein Glaubenskrieg wegen so was wäre schwachsinnig. Gut, dass es diese riesige Auswahl kostenloser Systeme gibt – so kann wirklich jeder das für sich passende finden.

  3. CeKaDo sagt:

    Nö, Webdesigner will ich mich keinesfalls nennen. Das hätte Konsequenzen für mein Leben, die ich nicht mehr haben will :)

    Nucleus macht vieles ähnlich wie WordPress und viele Plugins sind auch von WordPress für Nucleus umgeschrieben. Einen Glaubenskrieg finde ich zwischen den einzelnen Blogbetreibern ebenso albern wie zwischen Windows- und Linux-Usern. Jedem Tierchen sein Pläsierchen.

    Problematisch sind bei Nucleus lediglich die Skins (also die Designs), die oft wild durch die Gegend programmiert sind. Die zerschießen oft die Konformität des Blogs ungewollt. Einige lassen sich dann nur widerwillig umschreiben, bei anderen klappt es problemlos.

    Interessant ist jedoch auch, dass die Konformität auch dann gebrochen wird, wenn die geschriebenen Texte dem nicht entsprechen. Setzt man aus purer Gewohnheit den alten Tag anstelle eines oder , war es das schon. Und das ist einen alten html-Hasen schwer abzugewöhnen.

  4. CeKaDo sagt:

    Huch, die Tags hat er nicht angezeigt. Vielleicht kannst Du sie als Admin noch nachtragen?

  5. Torsten sagt:

    Welche Tags waren es denn? HTML-Tags werden offensichtlich aus Sicherheitsgründen brutal aus dem Text raus gelöscht.

    Es stimmt, einige Content Management Systeme, zum Beispiel Drupal oder Joomla!, bieten unter ihren Standard-Themes immer noch Designs an, die zum Beispiel mit Tabellen arbeiten statt mit dem Boxenmodell von CSS. So was geht ja nun gar nicht in der heutigen Zeit.

    Und der Validator des W3C beanstandet in der Tat und zu Recht veraltete Tags wie <font> oder andere Krankheiten aus alten Zeiten.

    Für WordPress gibt es ja eine unüberschaubare Menge an kostenlosen Themes, meistens sogar in einer guten Qualität; einige davon sind sehr bekannt und beliebt geworden. Diese werden in der Tat oft von Freiwilligen auf andere Systeme portiert.

    Spätestens wenn sich HTML 5 mal endlich durchgesetzt hat und von den Browsern komplett umgesetzt wird, muss der „alte“ HTML-Hase (oder die Häsin) erneut umdenken, zum Teil recht radikal. Aber was soll’s, ein Telefon hat auch keine Wählscheibe mehr und niemand vermisst sie so wirklich.

  6. Torsten sagt:

    Ah, okay, wenn man die Tags mit & lt ; und & gt ; maskiert (natürlich ohne die Leerzeichen), dann klappt es. Oder das <font>-Tag wird einfach als unbedenklich eingestuft.

    Doch du alter Hacker wolltest mir bestimmt mit Schadcode meine schöne Sackmühle zerstören, alter Vandale! :-)

  7. CeKaDo sagt:

    Ich bin doch kein Vandalierer, sondern Niedersachse. Eigentlich jedenfalls. :)

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