Tiere töten
Als ich neulich, als noch kein Schnee gefallen war, die Kiefernzapfen, die vom Baum auf dem Nachbargrundstück immer auf unsere Wiese fallen, aufhebte …hub …hob, da fielen mir kleine bräunliche Häufchen auf. Ich wusste nicht recht, was das war, aber nachdem ich nun Spuren einer Katze im Schnee just längs dieser nun unter dem Schnee begrabenen Häufchen gefunden habe, ist die Sache klar.
Und nein, liebe Tierfreunde, ich fühle mich nicht veranlasst, aus einem solch profanen Grund (oder überhaupt) Katzen ihres Lebens zu berauben, wie der Titel vielleicht vermuten lassen könnte. Ich mag ja Katzen, Hunde, Ratten und Kaninchen sehr gern.
Nun gut, die fallen mehr oder minder unter die Kategorie »Haustiere« und bleiben in unserem Kulturkreis meist von der tötenden Hand des Menschen verschont, zumindest die beiden zuerst Genannten. Anders ist es mit so genannten »Nutztieren«. Da geht der Mensch leider nicht so liebevoll mit um. Und wenn man mal im Fernsehen Berichte über Tierhaltungs- und Schlachtmethoden sieht, schafft ein zartbesaiteter Mensch wie ich es nicht immer, die Tränen zurückzuhalten.
Dieses Jahr habe ich gemäß meinen guten Vorsätzen noch fast gar kein Fleisch gegessen. Nur letzten Sonntag zwei Scheiben Schinken unter dem Spiegelei, das war alles bisher. Nudeln, Tofu, Käse und so – das geht ganz gut. Ich vermisse (noch) nichts. Und vielleicht verliert sich ja der bisher gelegentlich auftauchende Heißhunger auf Wurst, der mich auch in 2010 bestimmt mal wieder überfallen wird, im Laufe des Jahres noch.
Irgendwie ist es blöd, ein Tier zu sein, oder? Da ist man Opfer. Ein Mensch zu sein, ist auch blöd. Da ist man gar Täter. Ach ja, Leben heißt Leiden, blah blah, und ich hoffe, dass ich, nachdem ich irgendwann mal gestorben sein werde, nicht wiedergeboren werde.
Egal als was.
