Animation-ish
2010-01-15 von TorstenAnimation-ish ist eine Software speziell für Kinder. Sie sollen damit auf einfache Weise erste Schritte in die wunderbare Welt der Animation unternehmen. Ich habe das Programm mal ausprobiert.
Es ist recht intuitiv zu bedienen, die Oberfläche ist kindgerecht und die Symbole sind leicht zu deuten. Die Farbauswahl sieht zum Beispiel wie ein Malkasten aus.
Aber hier tun sich leider auch schon die Schwächen des Programms auf: das Kind hat nur die Auswahl aus diesen gerade mal acht Farben. Noch größere Nachteile sind: es gibt keine Ansichts-Vergrößerung und auch keine Ebenen.
Allerdings wird das Kind wirklich sehr leicht in die Materie eingeführt, und zu viele Funktionen wären vielleicht eher kontraproduktiv. Die Software ist in drei Stufen oder Schwierigkeitsgrade unterteilt. Die erste Stufe besteht darin, dass das Kind überhaupt erst mal lernt, mit Maus oder Grafiktableau zu zeichnen.
Wenn es das beherrscht, kann es sich an die zweite Stufe wagen: eine Sequenz von Einzelbildern erstellen, um so die Animation vorzubereiten. Hier hilft es, dass man jede Zeichnung kopieren und die Kopie dann abändern kann. Das Original bleibt »unten drunter« immer noch ein wenig sichtbar.
Wenn dann ein Bewegungsablauf fertig ist, geht es an die dritte Stufe: die eigentliche Animation. Hier hat man die von anderen Animations-Programmen gewohnte Zeitleiste in einer einfachen Version: es gibt nur eine Vordergrund- und eine Hintergrundebene. Als Hintergründe gibt es ein paar Vorlagen.
Die fertige Animation kann dann in verschiedenen Dateiformaten exportiert werden: AVI, DV, Quicktime-Movie, Shockwave Flash und Einzelbilder.
Der Preis von knapp 60 US-Dollar ist allerdings heftig.
Ja, man kann die Kinder nicht früh genug an den Computer zerren. Natürlich muss ein Blag im Kindergartenalter wissen, wie man Animationen erstellt, bevor es überhaupt einen echten Buntstift in seinen kleinen ungeschickten Krallen gerade halten kann.
Und Mozart hat schließlich auch schon mit fünf Jahren oder so komponiert, wenn auch zunächst mal nur Schrott. Ja, auch seine Eltern wussten schon: im Freien spielen ist doof, und die Welt da draußen ist schmutzig, gemein und überhaupt.
Schnäppchentiger
2009-07-27 um 17:35
Also ich finde dieser Beitrag stinkt zum Himmel!
2010-01-15 um 08:27
Wer hat dem armen Kerl denn eine auf die zwölf gegeben, dass er gleich sooo feste bluten muss??
2010-01-15 um 09:27
Tja, wohl eine der schwersten Erziehungsaufgaben heutiger Eltern: ab wann darf ein Kind an den Rechner, ab wann will ich mein Kind davor setzen und ab wann sollte ich es davor setzen, damit es von seinen Freunden nicht gehänselt wird und in der Berufswelt später mal eine Chance hat???